Neu im Fernsehen: House of Cards

Netflix (on-demand-streaming service, und auf dem besten Wege, das konventionelle Fernsehen abzulösen) hat mit “House of Cards” (Adaption der gleichnamigen britischen Miniserie) seine erste Eigenproduktion abgeliefert, ein sehr kurzweilig anzusehendes Lehrstück über Politik und die Kunst der Intrige. Kevin Spacey spielt den “congress-man” Francis (“Frank”) Underwood. Ein Mann mit Allerweltserscheinung und nahezu unbändigem Machthunger, der die Perfidie-Klaviatur gekonnt rauf- und runterspielt.

Besonder schön finde ich den Kunstgriff, die “Fourth Wall” einzusetzen (der Begriff kommt aus dem Guckkastentheater und bedeutet, daß der Darsteller den Zuschauer, also die vierte Wand, direkt anspricht). Auf diese Weise wird der Betrachter zum unfreiwilligen Komplizen gemacht.

Die erste Staffel endet nach 13 Folgen mit einem Cliffhanger, die zweite ist bereits in Produktion.

 

Anschauen!

Sollen sie doch Kuchen essen

Heute zelebrieren die Zünfte “Pie Day”. Bäcker verkaufen “a slice of pie for $3.14”. Bei den Mathematikern gibts zwar nichts zu essen, aber dafür ist ihr “Pi (π)” viiiiiieeeel länger.

3.1415926535 8979323846 2643383279 5028841971 6939937510 5820974944 5923078164 0628620899 8628034825 3421170679 8214808651 3282306647 0938446095 5058223172 5359408128 4811174502 8410270193 8521105559 6446229489 5493038196 4428810975 6659334461 2847564823 3786783165 2712019091 4564856692 3460348610 4543266482 1339360726 0249141273 7245870066 0631558817 4881520920 9628292540 9171536436 7892590360 0113305305 4882046652 1384146951 9415116094 3305727036 5759591953 0921861173 8193261179 3105118548 0744623799 6274956735 1885752724 8912279381 8301194912 9833673362 4406566430 8602139494 6395224737 1907021798 6094370277 0539217176 2931767523 8467481846 7669405132 0005681271 4526356082 7785771342 7577896091 7363717872 1468440901 2249534301 4654958537 1050792279 6892589235 4201995611 2129021960 8640344181 5981362977 4771309960 5187072113 4999999837 2978049951 0597317328 1609631859 5024459455 3469083026 4252230825 3344685035 2619311881 7101000313 7838752886 5875332083 8142061717 7669147303 5982534904 2875546873 1159562863 8823537875 9375195778 1857780532 1712268066 1300192787 6611195909 2164201989…

Viel los hier

Werktätigen Menschen wie mir ist es verwehrt, die Leute kennenzulernen, die untertags beim Häuschen vorbeischauen. Die meisten hinterlassen Grüße, so wie die eifrigste Immobilienmaklerin der Gegend, die mir auch dieses Jahr wieder eine Karte an die Tür gesteckt hat, damit ich nicht vergesse, die Uhr umzustellen (“Spring ahead – Fall back”). Viele Wohltätigkeitsvereine sind dabei, wobei ich einem doch raten würde, seinen Ansatz zu überdenken. Der Aufruf “We Need Your Usable Clothes” provoziert bei mir jedes Mal nur ein halblaut gemurmeltes “He, ich auch!”, während ich den Zettel ins Altpapier schmeiße. Jesus hinterläßt – gerade jetzt vor Ostern – auch laufend seine Visitenkarte. Wenn die Zeugen Jehovas ihn schicken, will er, daß ich ihn als Lord annehme und dann mit ihm bete. Ich weiß nicht, klingt langweilig, oder? Auf jeden Fall nicht so attraktiv, wie wenn die Tonganische Gemeinde ihren Gottessohn mit einer Einladung zum gemeinsamen Osteressen aussendet.

Neulich war anscheinend dieser Herr hier. Warum, weiß ich nicht. Ich will’s aber auch nicht wissen und werde ihn nicht anrufen, auch wenn’s umsonst ist. Das klingt mir ein bißchen zu sehr nach “alles kann, nichts muß”. Ich bin froh, daß ich gut 20 Meilen entfernt und in Gesellschaft vieler Kollegen war, als er vor der Tür stand.

Dumm gelaufen

Man muß nicht unbedingt polnischer Gewerkschaftsführer und Friedensnobelpreisträger sein, damit der San Franziskaner Magistrat ein Gäßchen nach einem benennt. Aber es hilft.

Wenn man aber möchte, daß das Wegerl bald wieder seinen ursprünglichen Namen bekommt (“Ivy”), dann reichen ein paar saudumme homophobe Bemerkungen*.

*Nach Walesas Meinung sollten homosexuelle Abgeordnete im Parlament in der letzten Reihe sitzen – „und sogar hinter einer Mauer“. Depp!

Macho Macho

Muckibude ist ja soooo 2012. Der neue Mann greift zum Becher (Joghurt, fettfrei, man-size) und schon nach dem ersten Löffel fällt das Brusthaar aus und die Bauchmuskeln schwellen, s. Bild.

Im Volksmund heißt die Schlonze “Brogurt” (Kompositum aus “brother” und “yogurt”). Wenn’s schee macht…

Guter Hirte (für Lena M.)

Von wegen! In Iowa gehen mehr und mehr shepherds “on the lam” (das heißt, sie hauen ab, lassen ihre Schäflein allein im Regen stehen und nehmen einen besser bezahlten Job irgendwo in beheizten Räumen an).

Man erwägt, ein Gesetz gegen “flock abandoning” zu erlassen.

Heller Heimweg

Die Sonne gibt auch heute ihre Erfolgsnummer “Great Ball of Fire” mit spektakulärem Abgang hinterm Gipfel, der Nebel überrascht mit einer Komposition aus fransigen Buttermilchschäumchen in Framboise auf Dunkeltannenhügel.

Es ist noch so neu und so schön! (Keine Angst, ich werde nicht jeden Abend in Poesie ausbrechen. Nur manchmal.)

Noch 20 Tage

Dann läuft die 3. Staffel von “Game of Thrones” an. Ich hatte erwogen, mir die ersten beiden noch einmal anzusehen, aber man kommt ja zu nix, schon gar nicht dazu, 20 Stunden vor der Glotze zu hängen. Weil aber Fernsehen hierzulande eine ernste Sache ist, produzieren Sender vor dem Beginn der nachfolgenden Staffel oft eine sogenannte Recap-Show. Netterweise hat auch HBO für alle, denen es so geht wie mir, eine Viertelstundenwasbishergeschahzeitrafferzusammenfassung gedreht; mit dem hübschen Titel: “A Gathering Storm”.

(http://bit.ly/VRWqbg)

Anschauen!