Kaum ist der Schlüssel umgedreht, rödelt die Klimaanlage los und das Gebläse tobt mir auf mindestens Vierwettertaftstärke (fragt Oma) ins Gesicht. Außerdem steht die Innentemperaturanzeige auf 18°. Mir will scheinen, dass sich das Auto schon eine ganze Weile nicht mehr außerhalb der Garage aufgehalten hat. Flugs die Einstellungen auf “Brrrrhhhh-es-ist-Herbst” geändert und los, die eine oder andere Besorgung mit Autobedarf erledigen.
Als Zuckerl zum Schluß habe ich mir den feuerroten Bücherschrank vor der Feuerwehr aufgehoben und das Schicksal scheint mir wohlgesonnen: nur freie Parkplätze. Allein, wo ist mein Schrank hin? Da, das graue zugestaubte lieblos in die Ecke geschobene Ding mit den zugeklebten Türen… das kann, das darf doch nicht mein geliebter Bücherschrank sein?
Doch. Isser. Ein grau verstaubter Zettel versichert, dass der Schrank wieder befüllt werde, wenn die Bauarbeiten vorbei und er seinen endgültigen Standplatz gefunden haben werde. Aber. Aber. Aber hier baut doch gar keiner. Aber das dürfen die doch nicht. Befüllen. Das wollte ich doch machen. Heute. Ich hab doch gestern nicht ohne Grund zwei schwere Beutel voller Weggebbücher in die Garage geschleppt und in den Kofferraum zu ihrem dort schon befindlichen Bruder geladen. Manno.
Gemein ist das. Hundsgemein.
Andrerseits hätte ich ohne den fehlenden Schrank niemals die sehr lustigen Verhörte-Intelligenz-Untertitel gefunden. Viel Spaß!

