Was habe ich gelacht! Die Drehbuchautoren Kiefersauer und Liegl machen sich in dieser Folge ihren ganz persönlichen Schtonk!-Jux und lassen das schräge Ermittlertrio in gleich zwei Mordfällen vor dem Hintergrund eines Münchens im alljährlichen Oktoberfest-Ausnahmezustand ermitteln. Ist das schön! Ich möchte bitte auch ein Lebkuchenherz mit der Zuckergußaufschrift “Die ganze Stadt ein Depp” haben und gelobe, es ganzjährig prominent bei mir daheim aufzuhängen.
Wer’s anschauen mag, sei gewarnt, ich erzähle im folgenden meine appsoluten Lieblings-Lieblingsszenen. Ich glaube nicht, dass es die Freude am Anschauen schmälert, wenn man schon weiß, dass die kommen werden, aber das soll jeder für sich entscheiden. Oiso: Nicht, dass es nicht schon erwartbar wäre, wie die Geschichte mit dem Alliterationspfeifer Fridolin Fähr, Flötist aus Freudenstadt weitergehen wird. Aber jetzt samma mit gutem Grund in der Musikschule, dem ehemaligen “Führerbau”, wo dann ausgerechnet der Hausmeister (wir, die wir im Gegensatz zu Fräulein Flierl ganz gut im 3. Reich waren, denken da natürlich sofort an die Weiße Rose) einen schwunghaften Handel mit schwachsinnigen Nazi-Devotionalien betreibt. Natürlich brauchts dafür den windigen Striezi-Zwischenhändler, gleichermaßen Plastikdirndlverkäufer und NS-Memorabilia-mit-selbst-kopierten-Echtheitszertifikaten-Schieber. Ganz herrliche Figuren, allesamt. Und selber schuld, wer Bunkertüren öffnet und von einem Mann mit Zahnbürstenbärtchen zurechtgewiesen wird, dass nämlich gar niemanden etwas angehe, was er hier mit Frrrräulein Brrrrraun treibe. Hach! Vielfach-Hach! Noch-vielmehrfach-Hach!
Unbedingt anschauen! Anschauen! Anschauen!
Liebe Frau R. aus M., darf ich sie für diese Empfehlung auf einen Kaffee im Disput hinterm Königsplatz einladen?