Man sollte ausschließlich Länder bereisen, in denen Datteln auf Bäumen wachsen.
Wie ich eben lerne, lässt sich die Dattel auch zu Schnaps und Likör brennen. Sssooo ein braves Oppps… Hu-upps. Tschulligung.
Man sollte ausschließlich Länder bereisen, in denen Datteln auf Bäumen wachsen.
Wie ich eben lerne, lässt sich die Dattel auch zu Schnaps und Likör brennen. Sssooo ein braves Oppps… Hu-upps. Tschulligung.
Ich weiß ja nicht, wie die Franzosen hier so als Kolonialmacht waren. Haben sich wahrscheinlich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, wie jede Kolonialmacht. Aber immerhin haben sie Baguette und Croissants hinterlassen. Und Kaffeekultur: niemals kalte Milch in heißen Kaffee kippen.
Dafür merci!
Wäre ich hier zu zweit, würden wir einander ständig suchen…
“Wirst du bloggen, wenn du weg bist?” Tssss, was für eine Frage. Als ob ich’s lassen könnte…
Und nun sitze ich hier auf meiner Terrasse im Reverse-Udo-Jürgens-Modus (die Älteren werdens verstehen: der war immer verschwitzt, wenn er in den weißen Bademantel schlüpfte, ich hingegen bin frisch geduscht und rieche nach Oliven) und habe schon fast vergessen, dass ich, der dringenden Empfehlung des Veranstalters folgend, so extra früh am Flughafen war, dass weder die Mache-es-gefälligst-selber-Gepäckabgabe, noch die Durchleucht-Security schon offen hatten. Zum Glück habe ich genug zum Lesen eingepackt, Manno.
Sonst keine besonderen Vorkommnisse.
Gemeinsam mit den anderen beiden Dicken aus dem Flieger bin ich hier vor dem netten harmlosen Hotel ausgestiegen, das Fitneßgschwerl mit dem bulky luggage ist noch ein Haus weitergebracht worden und lärmt nun dort rum. Und nicht hier!
Vorerst kann ich von Djerba nur berichten, dass es in der letzten Zeit ungewöhnlich starke Regenfälle gab, deren Nachwehen deutlich sichtbar sind. Die Straßen stellenweise böse ausgewaschen, die Wüste grün und die Palmen sehen allesamt 20 Jahre jünger aus.
Ich muss heute nix mehr. Nur noch abendessen und mich entscheiden, ob ich mich zum Shishatabak- oder zum Olivenöltasting anmelden soll. Is schwer, beides ist “mit Gaumenkitzel und Zunge”.
Vielleicht sollte ich die Hotelkatze aussuchen lassen. Die hat mich schon adoptiert.
PS: Tauben haben sie hier auch. Die kacken auf den Pool und guruguruhen sich vor Begeisterung fast zu Tode, wenn sie einen Schwimmer treffen. Hier wie dort: Mistviecher!
Nachtrag: Früher umfaßte die Reiseapotheke (wenn überhaupt): Aspirin, Kohletabletten, Pflaster. Heute ist das irgendwie anders.
Selten ein cooleres Kind gesehen als den kleinen ca. drei- bis vierjährigen Buben, der selbständig in seinen Buggy klettert, sich anschnallt, gemütlich zurücklehnt, die Beine übereinanderschlägt und mit einem kurzen Seitwärtsblick über die Schulter die Frau Mama anweist: “Wir können los.”
Hmmm. Wie soll ich dieses Buch beschreiben?
Ein Bilderbuch. Von Vater Bedřich für seinen kleinen Sohn, als Geschenk zu dessen drittem Geburtstag am 22. Januar 1944 in Theresienstadt, wo die Familie inhaftiert ist. Bedřich Fritta porträtiert seinen kleinen Buben in Alltagssituationen, dem Alter entsprechend auch mit den spannenden Themen Pipi und Kacka und malt ihm Gabentische und Pakete voller feinster Leckereien, Phantasien von Reisen in weit weit weit entfernte schöne Orte und zeigt dem Kleinen, was er später einmal alles werden kann: Ingenieur, Boxer, Detektiv, Maler – nur nicht Geschäftsmann oder gar General.
Wenn es denn ein “Später” geben sollte.
Als Theresienstadt befreit wird, ist der Vater bereits in Auschwitz ermordet, die Mutter in Theresienstadt verreckt und der kleine, so sehr geliebte Tommy ein Waisenkind.
Die Einordnung für die heutigen Leser übernimmt Professor Dr. Walter Koschmal im sehr lesenswerten ausführlichen Nachwort.
Ich halte es für immens wichtig, dass es solche Bücher gibt. Wer meines ausleihen möchte, kann das gerne tun.