Verabredung per e-mail

Frage: “Should we meet in your office 4062 XXX Way, Suite #11 and we’ll go from there?”

Antwort: “That would be great. The suite number over the door say #1 (our other number fell off!)  It is the first office on the right when you walk into the main entrance of the building.”

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Ohne sie je gesehen zu haben, sind mir die Leute jetzt schon sympathisch. Warum eine Hausnummer wieder ankleben, wenn man stattdessen solche e-mails schreiben kann…

Autoradio

Jetzt,  wo es keine Anekdoten aus dem CalTrain mehr gibt, sollte man meinen, dass An- und Abfahrt zum Arbeitsplatz nicht mehr berichtenswert seien. Wen interessiert schon, ob man gut durchgekommen ist, oder im Stau gestand hat.

Ahaber: mir ham a Autoradio. Wir werden jeden Morgen aufs neue mit der Wahnsinnskatastrophe konfrontiert, dass die eigene Verlobte auf einer Party entdecken muss, dass eine andere Frau den gleichen Ring trägt wie sie selbst. Beziehungskrise am Horizont? Gar Hochzeit gefährdet? Nicht doch. Einer weiß Rat, denn “You got a friend in the diamond business”. Der Spot läuft, wenn man Gewährskaliforniern glauben darf, hier in der Gegend unverändert bereits im 15. Jahr.

Fast immer anschließend kriegt sich ein Herr vor lauter “Ahhh und Woowww und Ohhh” nicht mehr ein, dass es in einer Supermarktkette wahrhaftig einen “indoor Farmer’s market” geben soll. Tatsächlich  handelt es sich bei dieser “Sensation” um eine überdachte Obst- und Gemüseabteilung. Wer weiß, von welchem dachfreien Stern der kommt…

Im redaktionellen Teil wurde in O-Tönen von den Hörerreaktionen auf den Vortrag eines russischen Sängers berichtet. Allesamt waren über das Schicksal der besungenen ant (Ameise) zu Tränen gerührt, sie mußten sich teilweise sogar nachschminken (man denke)! Teilnahmsvoll ließ die Moderatorin wissen, auch sie habe eine Lieblings-ant, an die sie bei dem Lied habe denken müssen und die sie dann gleich anschließend angerufen habe. Um zu erfahren, Auntie Annie sei wohlauf. Ich empfehle russichen Liedermachern, hinfort wieder Babuschkas zu besingen. Da ist keine Verwechslungsgefahr zum Insekt gegeben.

In den Nachrichten heute: Man möge vielleicht versucht sein, die Wirtschaftskrise damit zu bekämpfen,  im Keller seines Eigenheims ein Strip-Lokal zu eröffnen, wo man die Damen mit irgendwelchen Jellydingern für einen Dollar das Stück bekleben könne und darüber hinaus möglicherweise noch erwägen, Alkohol an Minderjährige (d.i. Menschen unter 21 Jahren) auszuschenken. (War ich bis dato nicht, was eventuell daran liegt, dass das Haus kein Basement hat.) “But beware!” Eine Dame in Texas hat offensichtlich heute in den frühen Morgenstunden herausfinden müssen “that this was not the right way to solve her personal financial crisis”. Die Polizei habe die Stripperinnen und den Alkohol beschlagnahmt.

To be continued. Stay tuned.

Wo der Pfeffer wächst

Der dicke Kackkater ist eben, von Niesanfällen geschüttelt, an mir vorbei aus dem Garten gerast.

Ob das wohl daran liegt, dass ich – frei nach Emma Cooper – in den letzten Tagen jedes seiner Häufchen reichlich gepfeffert habe? (Muss ein Bild für Götter gewesen sein: Sabine mit der Pfeffermühle in der Hand und stierem Blick die Wiese inspizierend und ab und an mit sardonischem Grinsen heftig mahlend. Besser als jeder italienische Oberkellner…)

Home sweet home

Reich versehen mit Gemüse, Obst und Salat habe ich am Wochenende gut gekocht und Gäste zum  Verzehr diverser gefüllter Vegetabilien geladen. Darüber hinaus  meinen ersten hiesigen Zwetschgendatschi zubereitet.

Einen großen Teil des Restwochenendes habe ich im Garten verbracht, faulenzend und lesend, unter dem Apfelbaum. Frage: muss der jetzt gemäß amerikanischer Produktbeschreibungsstandards “Apple-pie-to-happen-Tree” heißen?

Danke,

Annette und Rainer: ich habe mich sehr gefreut über eure Kommentare.

Gimme more!

Autokorrektur

Gestern bekam ich eine hübsche SMS: “Zeit zu telefonieren? Ruf doch mal Dutch…”

Manchmal habe ich große Zweifel, ob unsere i-phones uns wirklich verstehen…

Nebenan

wohnt Lyn, hochbetagt und rüstig, und einem Schwätzle nie abgeneigt. Heute, bei der Pflaumenübergabe: “I don’t exactly remember what I wanted to tell you, dear. Oh boy, I guess I am having a very senior moment.”

Ist das nicht rührend? “Senior Moment”, das nehme ich sofort und umgehend in meinen Wortschatz auf!

Veggie Exchange

Nachbars haben auch alle Obstbäume und Gemüsebeete, und da gerade alles reif wird, betreiben wir hier einen aktiven Tauschhandel. Lyn steht (sehr senile Bettflucht) immer schon ganz früh auf und hängt ein Beutelchen mit frischem Salat an die Haustür, Carmen erntet Paprika und Tomaten, Felix brachte neulich einen armlangen und -dicken knatschgelben Squash aus eigenem Anbau mit – und bei mir gibts tennisballgroße blaue Pflaumen für jeden der mag.

Wahrscheinlich ist unsere Nachbarschaft damit multi-hip (“Be Veg – go Green”) – aber ich glaube, die haben das hier immer schon so gemacht und ich freue mich, dass ich mitmachen darf.