Sachen gibt’s

Da fahren wir am Sonntag so vor uns hin, auf die andere Bayseite ins Theater. Das heißt Toni fährt und guckt auf die Straße,  ich fahre bei, gucke so um mich und erzähle Toni die Gegend. “Ui schau, ein Kormoran! Und noch einer!” Toni hmmt und guckt auf die Straße. Am östlichen Ende der San Mateo-Hayward-Brücke erwähne ich, daß wir uns diese – besonders jetzt im Frühsommer  – wunderschöne Marschlandschaft wirklich mal als Nahziel für einen Sonntagsspaziergang merken müssen. (Wobei mir jede Jahrezeit zum Dortrumlaufen genauso recht ist, die Salzmarsch ist immer schön.) Toni hmmt, zustimmend. Ich lese von einem Industriegebäude vor, daß hier Mountain of Fire & Miracles Industries beheimatet ist. Was man da wohl herstellt? Beim Nachschauen sind mir fast die Augen übergegangen: das MFM Headquarter liegt in Nigeria, ebenso wie die wichtigste Dependance, “Prayer City”, und man bietet dort Religion, Gebet, Teufelsaustreibungen und Beschwörungen en gros und en detail an (http://bit.ly/MejIBl).

Wir haben uns dann aber doch für Shakespeare entschieden.

Nie mehr: Ruckediguh und Blut im Schuh…

Die Pantoffelstiefelhersteller UGG appliziert ein Swarovski-Steinchen an seine Ungetüme und fertig ist: The jeweled Bailey Button – I Do has a genuine Swarovski crystal button adding sparkle and style to that special wedding day. This boot provides luxury bridal comfort as brides and their bridal parties pamper themselves before and after the wedding.

http://bit.ly/Ky0Fx1

Amerika sucht auch den Superstar

Hier heißt die Sendung “American Idol” and the winner is – seit 5 Jahren in Folge – “WGWG”*. Die Verantwortlichen der ausstrahlenden Fernsehsender sind kurz davor, ihr Fernsehvolk aufzulösen und sich ein neues zu suchen. Eines, das ein bißchen einfallsreicher abstimmt als immer nur für *”White Guys With Guitars”.

“Voll auf die Schnauze fallen”

ist eine der möglichen Übersetzungen für den amerikanischen Begriff “face-plant”.

Seit letzter Woche wurde das Lexikon um eine weitere Definition erweitertert: “Face-plant, v. when a social networking titan tumbles after a hyped IPO“.

 

Preisverleihung (von mir)

… und der Biggest Self-Esteem Award geht an den Bewerber mit der Ansage:

“I invented Al Gore. Then, he invented the Internet. Now, you’re here!”

Geschichts-Quiz

1849 ist ein geschichtsträchtiges Jahr für Kalifornien. Die erste Verfassung wurde ratifiziert und James Marshall fand seinen ersten Nugget beim Bau von Sutter’s Mill und löste damit den Goldrausch aus. Aus aller Welt kamen die Goldsucher herbei (nix mit Homeland Security und Visagedöns), wer auf dem Seeweg reiste, landete im Hafen von San Francisco, was der Stadt ein sprunghaftes Wachstum von 800 Einwohnern im Jahre 1848 zu über 50.000 in 1849 bescherte. Für einen Kalifornier hat ein “Fourty-Niners”-Vorfahr ungefähr den gleichen Stellenwert wie ein Mayflower-Passagier-Vorfahr für einen Bostonian. Die 49ers wurden bedichtet und in Balladen besungen, es gibt glaube ich niemanden, der nicht in seiner Jugend “Oh My Darling Clementine” gelernt hat (“In a cavern, in a canyon, / Excavating for a mine / Dwelt a miner forty niner, / And his daughter Clementine”), wobei ich die 49 zugegebenermaßen immer für eine Altersangabe gehalten hatte.

Auch in der heutigen Zeit sind die 49ers noch ein Begriff, allerdings ist damit dann San Franciscos Football-Mannschaft gemeint, mit ihrem Maskottchen “Sourdough Sam”, einem Cowboy-Verschnitt im Karohemd, dessen Look vermutlich dem von Clementines Vater nachempfunden ist. Weil der Amerikaner nun mal zum Abkürzen neigt, ist der Fan-Schlachtruf ein “Let’s go, Niners – dadadadam – Let’s go, Niners – dadadadam…”.

Und nun zur Frage: Steht der Besitzer dieses Fahrzeuges eher Bayer 04 Leverkusen nahe oder einem anderen Verein? Und wenn, welchem?

Weird Song Sex

Neulich habe ich bei einer Unterhaltung am Nebentisch mitgehört, wie zwei junge Männer sich dabei übertrumpften, zu welchen schlechten Liedern sie nicht schon alles Sex hatten. Für den einen war die bisher schlimmste Hintergrundmusik Tammy Wynettes “Stand By Your Man” (http://bit.ly/LI37SC) in einer Endlosschleife.

Aus weiblicher Sicht halte ich a) die Endlosschleife für grenzenlos übertrieben und b) den Text für recht zutreffend, denn c) “after all, he’s just a man”.

Wie bitte?

Was genau verspricht sich ein Head Hunter davon, uns “Highly qualified candidates…both active and passive” anzubieten? Gilt für letztere das Motto: “Der tut nix. Der will nur spielen?” und wenn ja, warum sollten wir den dafür bezahlen?

Der Preis ist uncool

Der Preis für die zynischste Auszeichnung, die ich bisher gesehen habe, geht an das Unternehmen, das einem unserer heutigen Bewerber den “Pat On Back Award” verliehen hat.

Und der ist auch noch so stolz drauf, einen Rückentätschelpreis gekriegt zu haben, dass er glaubt, das in seiner Bewerbung hervorheben zu müssen. Arme Sau.