Colbert’s last Christmas Show

Der Vertrag von Stephen Colbert, Late-Night-TV-Host, wurde nicht verlängert. Im Mai 2026 ist Schluss. Was ihn nicht davon abhält, vielmehr dazu inspiriert, sich intensiv an 47 abzuarbeiten. Wie hier mit diesem Weihnachtsfilm. Es lohnt, öfter mal anzuhalten und sich an den Details zu freuen.

Gestern, in der U-Bahn

Der kleine Knabe lernt gerade offensichtlich das Alphabet und erprobt sein Können an allem, was im Waggon geschrieben steht. Dabei wächst in ihm eine Frage, deren Antwort keinen Aufschub duldet: “Mamamamamama, kannst du alle Buchstaben?” Die Mutter erzieht bedürfnisbezogen und zugewandt und antwortet. Mit “Ja”. Damit sind aber noch nicht alle Punkte geklärt. “Mamamamamama, kannst du alle Wörter?”

Das, liebes Kind, ist eine gute Frage. Leider muß ich hier aussteigen und kenne daher die Antwort deiner Frau Mama nicht. Hätte mich aber sehr interessiert.

Neulich, im flockblog

Ich höre, Omas sind auch nicht mehr das, was sie mal waren und nur ein paar wenige Menschen, die im eher traditionswahrenden Niederbayern zu verorten sind, können mit der Krippenfigur “Owi” etwas anfangen (s. https://flockblog.de/?p=52417).

Mann, Mann, Mann! O tempora, o mores!

Owi kennen alle, die mehr als den Text der ersten Strophe von “Stille Nacht” (nämlich auch den der zweiten) beherrschen:

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute hoch heilige Paar.
“Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh’,
schlaf in himmlischer Ruh’!”


Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn, Owi lacht
lieb’ aus deinem göttlichen Mund,
da uns schlägt die rettende Stund’:
Jesus in deiner Geburt.

Nostalgie-Kino: “Natural Born Killers”, 1994

Die Idee zur Geschichte ist von Quentin Tarantino, für Drehbuch und Regie zeichnet Oliver Stone verantwortlich, in den Hauptrollen der neuzeitlicheren Bonnie&Clyde-Nachfolger Woody Harrelson und Juliette Lewis, beide noch blutjung.

Wir sehen mit kleinem Budget verfilmte Wut, die keinen anderen Ausdruck kennt als Grausamkeit, mit allen Stilmitteln, die das Kino des ausgehenden zweiten Millenniums hergibt. Noch heute nichts für Publikum mit schwachem Magen. Mich würde angelegentlich interessieren, wieviele (und welche) Drogen während der Dreharbeiten konsumiert wurden – es dürfte eine erkleckliche Menge gewesen sein.

Falls jemand den Film noch nicht kennt: anschauen! Wer ihn kennt, sehe ihn sich bei Gelegenheit einmal wieder an. Es lohnt.

Träume sind Schäume

“Gugú, gugugúh” klingt es tief in der Nacht und irgendwie weiß ich, so klingen Tauben, wenn sie träumen. Ich erklimme mühsam den Weg aus der Traumwelt in die wirkliche, hmmm, das heißt wohl, ich muss jetzt raus und scheuchen. Mitten in der Nacht, stockdunkel, kein Vogel nirgends und dann habe ich kalte Füße und muss dringend wieder ins warme Bett und weiterschlafen. Das wiederholt sich noch einmal. Immer noch kein Vogel da.

Die Viecher haben sich wirklich bin in mein Unterbewußtsein geschissen. Wie krieg ich die nur wieder los? Hier wie dort?

Alle Tage wieder

Das gute Kind schickt dieses Jahr im Adventskalender viele Tweets von der Büchereien Wien. Deren Social-Media-Fachkraft ist eine sehr originelle Person, die ich gerne kennenlernen würde…

Aus der Weihnachtsbäckerei

Gestern von einer Freundin Weihnachtsgebäck geschenkt bekommen. Selbstgemacht, sehr wohlschmeckend, gänzlich unverdient.

Weil sie die Teigportionen beim 2. Blech recht großzügig bemessen hat, esse ich gerade zum Kaffee nicht etwa ein paar Plätzchen, sondern einen einzigen schönen dicken Platz, der mich ganz prima bis zum Abend gut gesüßt halten wird.

Noch einmal Dank dafür, liebe Frau R. aus M.

Abfent Abfent

Dafür, Pasing-Arcaden, dass ihr die U-Bahn-Stationen mit diesem Schwachsinn auf Riesenplakaten vollkleistert, müßt ihr auch doppelt in die Schlechte-Wortspiel-Kasse einzahlen.

Ach was, es ist Weihnachten. Dreifach.

Ihre Meinung zählt

Vor einer Weile habe ich an einer Umfrage zum Thema KI teilgenommen, noch lang bevor in Deutschland der Begriff “KI Ära” und in den USA das Wort “Slop” zum Wort des Jahres gekürt wurden. Dieser Tage bekomme ich eine e-mail, die mein aufmerksamer Provider erst mal im Spamfolder abgelegt hat, weil sie anfängt, wie jeder andere Internetmüll: “Sie haben gewonnen! Wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie zu den glücklichen Gewinner (sic! sogar mit Tippfehler) und Gewinnerinnen unserer Umfrage-Verlosung gehören. Wir möchten uns herzlich für Ihre Teilnahme an unserer Umfrage zum Thema Künstliche Intelligenz Ende September bedanken.” Ich hätte gewonnen und deswegen hätten sie einen geldwerten Gutschein beigefügt und den könne ich überall einlösen und sie freuen sich immer noch, dass ich teilgenommen habe. Das Schreiben klingt sehr menschenformuliert und den Gutschein gibt es tatsächlich. Ich habe ihn gegen eine Dreivierteleintrittskarte in einem Theater meines Vertrauens eingelöst.

Erwäge, die Teilnahme an Umfragen zu einer Teilzeitbeschäftigung auszubauen: der Stundensatz ist dreistellig. Das könnte sich lohnen.