Wiltrud und Ruth im nordkalifornischen Sonnengarten
A to Zee
Unser Autoradiosender hat in den nächsten Wochen nur ein Programm, nämlich sein gesamtes Archiv alphabetisch nach Liedtiteln sortiert vorzuspielen. Heute früh waren lauter “Break”-Songs dran (“Breaking through to the other side”, “Breaking up is hard to do” usw.). Auf dem Heimweg hat der Moderator “Come”-Lieder gespielt (“Come as you are”, “Come On Eileen”) und betont, das sei ganz unschuldig. Und umgehend darüber philosophiert, woran es wohl liegen könne, daß er glaubt, das thematisieren und sich dafür auch noch entschuldigen zu müssen.
Na?
Er ist selber drauf gekommen. “Must be that puritan thing in us Americans”.
Brav. Darauf ein “Come together”!
River deep, Mountain high, Atlantik breiter
“Christoph von Marschall ist ein Brückenbauer über den Atlantik: Seit 2005 ist er für den Berliner Tagesspiegel in Washington. Schon früh hat er Barack Obama in dessen ersten Präsidentschaftswahlkampf begleitet und Biographien über ihn und Michelle Obama veröffentlicht. Er ist der einzige deutsche Zeitungskorrespondent mit Zugangspass zum Weißen Haus. Er hat es sich zum Ziel gemacht, seine Einblicke und persönlichen Erfahrungen dazu zu nutzen, uns die Vereinigten Staaten nahezubringen und den breiter werdenden Atlantik zu erklären.”
(Bio des Referenten aus dem Ankündigungsschreiben des Veranstalters.)
Der heutige Bewerber des Tages
ist nicht so ganz firm im Software entwickeln mit Java. Aber er hat schon viel getan im Leben, unter anderem war er “responsible for assembling chairs and tables.” – Den merke ich mir, irgendwann ziehen wir bestimmt wieder um.
Kalifornien herzeigen
Vor ihrer großen Wanderung durch den Yosemite Nationalpark nächste Woche, haben meine in Michigan lebenden Freune Wiltrud, Ingmar und Ruth (schon 9) am Wochenende bei mir Station gemacht. Also waren wir heute in Pacifica, in Moss Beach bei den Tide Pools und bei REI, der Mutter aller Outdoor-Läden, damit sie nicht zu knapp an Batterien und Trockenmilch auf ihren Trail aufbrechen.
Es steht zu hoffen, daß es in den nächsten paar Nächten nicht regnet, denn das im Garten hinter dem Häuschen zur Probe aufgebaute Zelt hat in unserer Abwesenheit im San Bruno Wind abgehoben, ist in den Bäumen hängen geblieben und hat jetzt ein paar Schürfwunden und Löcher…
Happy Hiking! Und, wie man hierzulande (nicht böse gemeint) sagt: Break a leg!
Eine Stadt wehrt sich
Grand Rapids in Michigan hat es auf der Hitliste der sterbenden Städte in Amerika auf Platz 10 gebracht (http://bit.ly/ozi0Qa).
Nicht, wenn man die Grand Rapidianer fragt. Die haben einen sehr sehr netten Film darüber gedreht, für wie lebenswert und lebendig sie ihre Stadt halten:
Der Song zum Radweg
Das wird meine fahrradbegeisterten zukünftigen Gäste freuen: ein paar findige Köpfe haben einen Radweg durch San Francisco gefunden, der ganz ohne Bergstrecken auskommt (und das ist in dieser Stadt ein Kunststück). Damit man sich die Strecke leichter merken kann, reicht es, das “Wiggle”-Lied auswendig zu lernen: http://bit.ly/IttcnM
Job-Interview
Ein Bewerber, mit Wurzeln in Kuba und Kolumbien, aufgewachsen in der Bronx, plaudert aus dem Familiennähkästchen. “Off the record” versteht sich, denn eigentlich sind dergleichen Themen verpönt, um genauer zu sein: sie sind verboten.
Marcos’ Opa betrieb in Kuba eine Bäckerei mit einer sechs Fahrzeuge starken Straßenverkaufswagenflotte und war zusätzlich Patròn einer Tabakplantage. Aus Angst vor drohender Enteignung hat er kurz vor der Castro-Revolution alles verkauft, das Bargeld in Zigarren gerollt und nach New York verschifft und dort mit Frau und Tocher (Marcos’ Mámá) eine neue Existenz aufgebaut. Oma hängt zwar immer noch an Kuba, will aber nie mehr zurück.
Warum? “Y’ know, everyone who had cojones is either dead, in jail or in Miami”.

