Und ganz egal, wohin du gehst, ich bin sicher, die dortigen Chöre covern “Hallelujah”!
PS: You want it darker.
Und ganz egal, wohin du gehst, ich bin sicher, die dortigen Chöre covern “Hallelujah”!
PS: You want it darker.
Jetzt, wo mir nicht mehr ständig Amerikanismen über den Weg laufen, ist Toni unter die Wortjäger gegangen und hat neulich den hübschen Begriff besmirching gefunden, was so viel heißt wie besudeln, beschmutzen, verdrecken und auch ganz genauso klingt. Der Linguist nennt sowas Onomatopoesie.
Kubo ist ein Animationsfilm mit Motiven aus japanischen Geistergeschichten und Märchen und es geht um einen Knaben, der sich viel zu jung auf eine viel zu schwere Reise machen muss, um sich und seine Familie vor bösen Mächten zu schützen. Ob ihm das in Begleitung einer liebevoll-ruppigen Äffin und eines dumm-vorlauten Käferkriegers sowie mit Papier und Shamisen gelingt, verrate ich nicht, das soll sich jede/r selbst ansehen. Nur soviel: diese LAIKA-Produktion hat das Zeug zum Klassiker. Was nicht zuletzt den Stimmen von unter anderen Charlize Theron, Art Parkinson, Ralph Fiennes, George Takei, Matthew McConaughey und Regina Spektors wunderschöner Coverversion von “While My Guitar Gently Weeps” zuzuschreiben ist.
Anschauen! Anschauen! Anschauen!
“Apocalypse Now”.
Draußen ist es weiß, drinnen ist es kalt und drüben ist Trump schon fast Präsident.
Oder, wie der flockblog-Auslandskorrespondent schreibt, “Die Apokalypse ist nahe, ich verbarrikadiere mich vorsichtshalber schonmal…”
aka das neue Parteiprogramm der CSU passt auf genau 42 Seiten. Entweder ist der Säzzer ein Anarchist, oder die Christsozialen haben wirklich die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.
Ich setze auf den Setzer.
Himmelkruzitürken! Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.
Marvel hat wieder keine Kosten und CGI-Mühen gespart, um noch einen Comicbuchhelden in bewegte Bilder zu transponieren und weil ausgezeichnete Schauspieler, nämlich His Arrogance, Benedict Cumberbatch, den Doktor und Her Wandlungsfähigkeit, Tilda Swinton, The Ancient One geben und mit Mads Mikkelsen jemand einen Schurken spielt, an den man sich als Zuschauer sogar erinnert, macht es richtig Spaß, sich den Film anzusehen. Noch dazu, wo die Story Sinn ergibt, mit rotem Faden und alles und die Computertechniker in Höchstform waren. Magie, Spiegeluniversen, Astralleiber – alles da. Außerdem reichlich Wortspiele mit dem Nachnamen des Herrn Doktor.
Wer bis zum Ende des Abspanns durchhält, sieht nicht nur einen, sondern sogar zwei Trailer für die nächsten Produktionen, wobei mir dafür schon die letzten 10 Filmminuten gereicht hätten, da gings nicht mehr um Auflösung, sondern nur noch um Fortsetzung. Marvel halt.
Man kann sich Dr. Strange gut ansehen (vor allem wg. Ms. Swinton und Mr. Cumberbatch), sollte aber ein anderes Kino wählen als das CineMaxx am Isartor. Wenn schon Blockbuster, dann lieber im Matthäser.
Frühmorgens, in Hadern. Die Kirche gegenüber hat ihrem Hausmeister einen laut röhrenden Laubbläser spendiert, dazu Mundschutz und Helm (!) und der Mann bläst Blätter, als ginge es um sein Leben. Ein wenig weiter die Straße runter ist in jeweils drei Metern Abstand ein Feger in orangeroter Stadtwerkeweste zugange. Erst fegen sie die Blätter aus ihrem Zuständigkeitsbereich vom Gehweg unter die parkenden Autos, dann unter den Autos hervor und dann zu kleinen Häufchen zusammen. Die werden auf der viel zu engen und zugeparkten Straße umgehend von ausweichenden Kraftwagen zu Flachblattfladen gefahren. Das schert die Herrn in Oranje nicht. Sie sind inzwischen – die Augen geradeaus! – einen Zuständigkeitsabschnitt weiter marschiert und werfen keinen Blick zurück. (Besser ist das.) Von ganz ganz weit hinten kommt ein Wagerl mit einem ganz ganz großen Müllkübel angetuckert. Der Fahrer stoppt, der Schaufler schaufelt. Für diesen einen kurzen Moment ist dieser kleine Perimeter so gut wie laubfrei.
Der Bläser hat inzwischen seine Blätter auf einen einzigen ganz großen Haufen zusammengetrieben, in dem gerade der Laster der Müllabfuhr wendet. Ist ihm aber wurscht – er zieht einen riesigen Sack auf das Hinterteil seines Gerätes und kippt den Schalter einfach auf “Saugen” (noch lauter röhrend).
Für die Nacht ist Wind angesagt. Ich schätze, der Glaubenskrieg geht morgen in die nächste Runde.
Während ich im Eßzimmer meine Mutter beim Domino bescheißen lasse, verbringt mein Vater nebenan im Wohnzimmer den Nachmittag mit seinen Freunden im Fernseher. Wenn man dort die Rentner nicht mit Doku-Soap-Dreckzeug berieselt, zeigt man uralte Serien, solche, in denen die Bösen am Ende immer erwischt werden oder die Protagonisten gemeinsam in künstliches Lachen ausbrechen. Oft beides.
Ich habe mich angesichts der fuhurchtbar schlechten Synchronisation mehrfach beim Grinsen erwischt; ich meine, wann erlebt man es denn heute noch, dass der Tölpel den Simpel im Düffelmantel einen Tolpatsch heißt?