Ganz neu zum Strömen: “Good Omens – The Finale”

Statt eines weiteren Sechsteilers haben sich die Macher von “Good Omens” offensichtlich entschieden, die Serie in einer einzigen spielfilmlangen Folge abzuwickeln. Hmmm. Die ist so… mittel. Also nicht so ganz schlecht, aber auch nicht so richtig mitreißend gut. Der Bentley darf wieder brennend durch die Gegend (inklusive Universen) heizen, Michael Sheen und David Tennant dürfen in diversen Kostümen glänzen, und Jung-Jesus (Bilal Hasna), dessen Wiederkunft (“The Second Coming”, inklusive Apokalypse) die Handlungsbasis bilden, ist ein ganz reizender naiver junger Mann aus dem Nahen Osten und verschwindet irgendwann und ohne Sinn und Zweck wieder. Das war gar nix. In einer IMDB-Kritik schreibt ein User: “Jesus was underused.” Genau richtig und in sich ein affenkomischer Satz.

Es war sicher gut gemeint, nach all den Widrigkeiten, die die Fortsetzung erfahren hat (wer mehr wissen will, konsultiere das Internet) die Fans nicht mit einem Cliffhanger allein zu lassen sondern ihnen eine Art Abschlussfilm zu geben, halt das, was der Angelsachse “Closure” nennt. Es ist ja auch kein schlechter Film. Aber, siehe oben, gut ist er eben auch nicht.

Schade.

Bye Bye Birdie

With a lot of help from a friend haben wir gestern meinen Balkon mit knatschbunten Windschläuchen, Wedelwimpeln, Holzvögelchen, reflektierenden in mühseliger Kinderarbeit zusammegesteckten Blumenrädchen, tibetischen Gebetsfahnen und sonstigem Haut-ab-ihr-Mistviecher-Gebimsel vollgestopft.

Seit ich heute gesehen habe, wie die ersten Tauben in der Luft abbremsen und dann die Richtung ändern, weiß ich, welch tiefe innere Befriedigung Schadenfreude einem Menschen geben kann.

Ätsch!

Okay, es mag sein, dass die Paloma-Brigade (es sind immerhin schon seit Generationen abgebrühte Urbanvögel) sich schnell gewöhnt und dann doch wieder Wege findet, auf meinem Balkon rumzukacken. Aber fürs erste haben wir es ihnen sehr viel schwerer gemacht.

Danke, danke, danke, Herr S. aus O.