Wiedergelesen: Paolo Bacigalupi – “Windup Girl”

Der Titel der deutschen Übersetzung ist “Biokrieg” – damit läßt sich der Inhalt leichter nachvollziehen. Es geht um eine Erde in einer Zeit nicht lang nach der heutigen: die fossilen Rohstoffe sind aufgebraucht, die Welt wieder in Nationalstaaten zersplittert, in denen jedem sein eigener Stamm der nächste ist und “Fremde” nicht eingelassen, vertrieben und getötet werden. Der prosperierendste Markt ist der mit Kalorien, also gentechnisch veränderten Lebensmitteln, deren Saatgut teuer, anfällig, aber dafür auch nur einjährig und in der nächsten Saison noch teurer ist und dessen Schädlinge im selben Labor entwickelt werden. Die Geschichte spielt in Thailand, in einem Bangkok, das sich, im Gegensatz zu vielen anderen Staaten in Asien, schon früh mit hohen Seewällen und Deichen gegen die steigenden Ozeane abgesichert hat und durch eine radikale Quarantänepolitik (niederbrennen und töten) die vielen mutierten Krankheitserreger, die Flora und Fauna (inkl. der Menschen) befielen, weitestgehend ausmerzen konnte.

Ich hatte das Buch das erste Mal kurz nach seinem Erscheinen im Jahre 2009 gelesen und jetzt beim Wiederlesen mit Grauen festgestellt, dass wir dieser Zukunft einfach nur näher gekommen sind.

Man sollte Bacigalupi unbedingt lesen! Lesen! Lesen!