Hübsch geworden.
Habemus Päckchen
Die bei DHL verstehen sich echt darauf, bei Menschen die Vorfreude zu steigern. Drei Tage lang e-mails, in denen mir morgens in Aussicht gestellt wird, dass mein Packerl voraussichtlich heute ankommt, nachmittags ein Zeitfenster fürs Eintreffen erfunden und abends dann bedauernd festgestellt wird, dass es heute leider nix geworden ist, man es aber morgen wieder versuchen werde.
Ich bin ja keine Betriebswirtin, aber kann das wirklich ein gutes Geschäftsmodell sein, jede Nacht ein- und dasselbe Paket wieder aus- und auf ein anderes Fahrzeug umzuladen, es am nächsten Tag wieder spazieren zu fahren und abends da capo?
Für heute bin ich glücklich. Ich habs bekommen.
Fluch oder Segen?
Das ist die Frage aller Fragen, wenn es denn um Künstliche Intelligenz geht. Angesichts dieses Werbespots (das Gelaber bis zum Auftritt des Lamas, ja, ein Lama, ignorieren) geht die Tendenz sehr eindeutig zu Fluch.
Einschlafphantasien
Der einschlägigen, umasunscht (bis auf die verwartete Zeit, aber irgendwas ist ja immer) in Wartezimmern ausliegenden psychologischen Fachliteratur entnehme ich, dass Menschen, die schwer einschlafen, sich was Schönes denken sollen, weil sie dann schöne Träume haben täten.
Das funktioniert wie eine Eins. Ich zum Beispiel, denke seit Tagen nur noch an Rezepte…
- Klare Dove-Brühe mit Kräutern (Bitte informieren Sie unser Personal bei bekannter Schierlingunverträglichkeit.)
- Täubchenrisotto an Arsenstreifen auf Würfelmöhren
- Schwingen von der Taube im Strychnin jus
- Kreislerbecher mit frischen Früchten und Zyankalistreuseln
Bon appetit!
Abfent, Abfent
Obwohl das gute Kind inzwischen fern der Heimat fleißig lernt, schickt es mir wieder meinen Meme-Adventskalender. Das erste Bildsche heute war dieses und ich habe nicht nur einen neuen Begriff gelernt, sondern auch schallend gelacht.

Mein Allzeitliebling im Deutschen: “Morgenstund ist aller Laster Anfgang.” Wer mehr und neue hat, kommentiere.
Schön blöd
Schissen (Schössen?) sie, wie es der Anstand gebietet, still und leise, dann störte sie keiner, weil keiner sie hört. Weil das Taubenpack aber offensichtlich, sehr sehr offensichtlich in der analen Phase hängengeblieben ist, müssen sie allein den Drückvorgang, aber ganz bestimmt jedes frisch ausgeschiedene Verdauungsprodukt (burgundisch: Prodükt. Ist ein Insider.) mit lautem Gurren begleiten und sind dabei am liebsten zu mehreren.
Weil sie ihren Schnabel nicht halten können, kommt dann immer die dicke Frau gelaufen und wedelt mit dem Handtuch und haut gegen das Geländer, weil es so schön metallisch nachscheppert. Und sie müssen mitten im Geschäft auffliegen und beim Nachbarn nebenan fertigkacken. Nicht mehr lange. Denn er, hat er mir heute erzählt, ist auf dem Weg zum Baumarkt. Ein Netz kaufen. Dann ist bei ihm das Klo geschlossen.
Könnt ihr Drecksvögel es nicht halten wie die Bären? Wald?
Verhörte Intelligenz
Es ist halt schon doof, wenn man den Kontext nicht so recht mitbekommt und der Sprechende erzählt, wie sehr er etwas “loathed” (verabscheut), die VI aber notiert, dass er es “loved” (also liebt).
Uffbasse, Maschinsche!
Es ist doch zum…
Ich erwarte ein Päckchen vom anderen Ende der Welt. Weit, weit weg. Dank Internet und der mir dankenswerterweise überlassenen Trackingnummer kann ich mitverfolgen, wie es dorten vom Transportdienst übernommen wird, auf den Lastwagen verladen, dann ins Flugzeug, in Amsterdam durch den Zoll geht und dann wieder auf Lastwagen zum Verteilzentrum und anschließend zu mir. Heute sollte es soweit sein. Der Transporteur habe 40 Stops vor sich und werde noch vor 18:00 Uhr eintreffen. Das tut mir leid für den Mann, der am Samstag so lange arbeiten muss, aber trotzdem… ich bekomme ein Pähäckchen. Ein Päckchen. Für mich.
Außer, dass ich es nicht bekomme. Wiewohl ich nie weiter als neun Meter Luftlinie von der Türklingel weg bin, und über, wie mir jüngst in einem Hörtest bestätigt wurde, ein für mein Alter überdurchschnittlich gutes Gehör verfüge, läutet hier nix. Gar nix. Bis auf das “Bing”, das eine neue e-mail ankündigt, in der ich lesen muss, dass: “The courier said they attempted to deliver your package but were unsuccessful.” Sie kämen dann bei Gelegenheit nochmal.
What the fucking fuck?
Feierabendlektüre
Auf dem Heimweg von der U-Bahn komme ich immer an der “Gemeinschaftsbank” vorbei, das ist, damit keiner falsche Schlüsse zieht, ein sehr schön gezimmertes hochsitziges Holzmöbel, auf dem bis zu drei greise Menschen nebeneinander sitzen können und, weil sie recht geschickt nach Westen ausgerichtet ist, die Abendsonne genießen. Wenn es in dieser Drecksjahreszeit eine Sonne gäbe. Egal zu welcher Tageszeit. Weil derzeit keine Genußgreise die Bank in Anspruch nehmen, verkommt sie a bisserl zur Ablagefläche für “Zu Verschenken”-Güter*. Heute liegt da ein Bücherstapel. Nein, nix, kalt is, heimgehen. Aber, aber, aber… Bücher? Gut, ich werde meinem eigenen Quengeln doch nichts entgegenzusetzen haben, Bücher sind ein Argument und mit meinem aktuellen bin ich eh grad fast durch. Also schau ich. Was für ein Granatendreck!
Das erste Buch ist “Geldherrschaft = Weltherrschaft” und befasst sich mit dem in gewissen Kreisen als mindestens teuflischer Antichrist verschrieenen** George Soros. Das zweite “Leberschäden selbst heilen”, das dritte ein vollkommen zerlesener “Zinker” von Edgar Wallace und das vierte “Das Gicht-Buch: Alles, was Sie wissen müssen”. Inzwischen glaube ich mir, dass auch beim Rest nix vernünftiges dabei sein kann, außerdem ist es noch kälter als vor ein paar Minuten und ich habe das dringende Bedürfnis, meine Hände zu waschen.
Dann hoid ned. Hab ja daheim auch Bücher.
* Bei diesen gemischten Grabbelkartons habe ich ja immer eher den Eindruck, der großzügige Geber ist nur zu faul, um zum Wertstoffhof zu fahren, aber dahingestellt. Vielleicht ist mir einfach nur kalt und ich neige deswegen zur vollkommen angemessen Misanthropie.
** Ich bin mir nicht sicher, ob das die korrekte Schreibweise ist. Fühlt sich aber so an. Die einzige, die das bestätigt, ist die KI: Verschrieene: Im Zusammenhang mit “der Mann” wird das Partizip II attributiv verwendet und nach den Regeln der starken Deklination gebeugt. Da es sich auf ein maskulines Substantiv (Mann) bezieht, das nach einem unbestimmten Artikel (der) steht, wird die Endung -e angefügt. Bevor die Endung angefügt wird, wird die Grundform des Partizips II “verschrien” um ein n erweitert. Daher ist die korrekte Schreibweise “verschrieene“. Von welchem Extra-N halluziniert die? Auch schon wurscht, oder?
