Trump Bible Studies

Vorgestern hat 45 in einer Rede in einer Küchengerätefabrik (Whirlpool, ich hatte von denen eine Quirlwaschmaschine) in Ohio erklärt, dass Joe Biden es auf Gott abgesehen habe, und auf die Waffen der guten republikanischen Amerikaner. (In einem Atemzug.) Wörtlich: “He’s following the radical-left agenda: take away your guns, destroy your Second Amendment, no religion, no anything, hurt the Bible, hurt God. He’s against God, he’s against guns.”

Seit gestern hat Gott erweiterterten Personenschutz und Comedian J-L Cauvin dieses Video hochgeladen. Mein Favorit daraus ist das Buch Job (Hiob).

Sommer

Die aktuellen Temperaturen kann ich als Sommer gelten lassen.
Beweis: habe heute früh darauf verzichtet, meine Kaffeetasse vorzuwärmen. (Zum ersten Mal in diesem Jahr.)

Achtsam

Das aufdingliche Schar-ubb-Schar-ubb-Geräusch unter meinem Bürofenster gestern Nachmittag hatte ganz offensichtlich etwas damit zu tun, dass in den Pflastersteinzwischenräumen selbst mit einem guten Vergrößerungsglas kein Kieselschen, kein Stäubchen und ganz bestimmt kein Gräschen mehr zu sehen ist. Außerdem schien mein an der Schar-ubb-Schar-ubb-Gasse geparkter Corola abends von der linksseitigen Weißfleckenpest befallen zu sein. Eine Nebenwirkung? Ich hab zwar kein Problem mit verdreckten Autos, zöge es aber doch vor, wenn es mein Dreck wäre und nicht der anderer Leute.

Das habe ich dem Herrn Schar-ubb-Schar-ubber heute früh auch gesagt. “Mein armes Auto”, hab ich gesagt. Und dass so wohl ein Kollateralschaden aussieht. Hat sich der Mann angehört, verständnisvoll genickt und Mitleidsgeräusche von sich gegeben. Ah. Oh. Je. Und dann hab ich gedacht, dass es das wohl war (um den US-Präsidenten zu zitieren “it is what it is”, wobei der 1000 Corona-Tote am Tag meint und ich weiße Flecken auf Lack).

Weit gefehlt: wie ich grad vorhin heimfahren will, erkenne ich den Corola fast nicht wieder. In der Sonne blitzt und funkelt fleckenfreier Lack. Das Auto sieht auf einen Schlag mindestens fünf Jahre jünger aus sowie wesentlich zerkratzter und verbeulter, jetzt, wo die Schutzschicht fehlt.

So ein netter Herr.

Ist jetzt eigentlich die Moral von der Geschichte, dass laut genug Jammern hilft?

Wat nu?

Unsere Putzfirma hat mir ihren neuen Superdupervirushygieneprospekt geschickt. Nun bin ich verwirrt.

Einer jener Tage (Erinnerung an die Sommerferien 2020)

Django von Nebenan ist seit vier Uhr früh auf den Beinen, um die Sonne aufzuwecken. Man sollte meinen, dass so ein Hahn damit sein Tagwerk erledigt hätte, aber weit gefehlt. Django hat nicht nur den eigenen Hühnerharem, sondern auch noch den von Nebenan zu begatten, damit sich sein stolzer Vaterblick an vielen vielen weiteren gelben Flauschbieberln weiden kann. Ganz ehrlich? Vaterschaftsklagen und Junggeflügel sind mit um die Zeit noch mehr totwurscht als sonst. Andererseits, wo ich schon wach bin, kann ich auch aufstehen. Schlaf aus den Augen gewaschen, Haare gekämmt, Zähne geputzt, vielleicht schaffen die Hausherrin und ich noch einen Frühschwimm im See um die Ecke, bevor der Tag ernstlich anfängt.

Nix da! Aus dem Frühstücksfernsehen gröhlt mich ein für die Tageszeit viel zu fröhlicher Bayer mit rollendem “R” an. Jungbrunnen Joghurt schreit er, und dass jetzt lifestyle-bewußte Chinesen dem armen Bulgarien auf der Suche nach der ewigen Jugend auf den Leib rücken. Entweder liegt es an der Tageszeit oder an meinen ungewaschenen Ohren oder an diesem Berufsbayern, aber der rollt doch das “R” sogar bei “Ewige Jugend”, herrjemineh.

Es kann ja nur noch seltsamer werden. Wird es. Ein kalifornischer Freund schreibt, sie seien nun dazu übergegangen, ihren zukünftigen Ex-Präsidenten nur noch Herr Gropinfuhrer zu nennen. Ob ich wohl die Rechtschreibung prüfen könne. Muss ich nicht. Ist super so. Noch keine neun Uhr und alle wahnsinnig.