Eigentlich wollte ich nur “Plumbers Crack” nachsehen…

Gefunden habe ich: http://decadentpublishing.blogspot.com. Wendy weiß natürlich, was sich gehört. Vor allem für andere und deswegen ist Wendy ganz arg entrüstet, weil der Plebs in ihre Sackgassenprivatstraße eingezogen ist und sich nicht angemessen benimmt. Wahrscheinlich sinkt demnächst auch noch der Wert der Immobilien. Ist das nett, wenn sich eine reiche Amerikanerin mal ordentlich aufregt und darüber bloggt.

Is there no shame? (Or – PUT ON SOME PANTS!) by Wendy Burke

My mother used to say about a neighbor as he worked in his garden, “The MOON is out early today!” Needless to say, said neighbor usually wandered about is yard with the most hideous plumber’s crack known to man. Problem was – A) he wasn’t a plumber and B) I’m thinkin’ he didn’t even know it.   I know, I know, ‘Where the hell are you going with this Wendy?!’ Hear me out.

My huz and I live in a townhouse condominium complex, on a nice long cul-de-sac, complete with (just recently – those condo association trustees are so clever!) a PRIVATE ROAD sign at the entrance. The turnover in this complex is minimal – we’ve been here almost twenty years. I digress – which is common for my Wild Wednesdays — Awhile back, the ‘Clampetts’ moved in across the drive from us. Well, at least that’s when my dear betrothed has deemed them. 

Unfortunately, it’s in name only, as ‘cee-ment ponds’ are not allowed in our complex. The moniker begins with the fact that most of their stuff for some time was stored in the driveway and once inside the double garage, could be seen trying to bust its way out! I don’t have any problem with ‘The Clampetts,’ I’m really not outside enough to socialize. But there is one problem, which I’m sure won’t be addressed by our illustrious condo association – ‘Mrs. Clampett’ doesn’t wear pants! Now, I know ole sweet Granny on the TV show was always properly attired  -on occasion, Elly May was skimpily dressed for the times – and Jethro was shirtless now and again….but this woman DOESN’T WEAR PANTS!

I know you’re sayin’, ‘How the heck do you know that, Wen, and WHY are you dwelling on it?’ Well, the huz leaves for work at about 630. Mrs. Clampett has a habit of going out into her garage, with the big double-door open, to grab a first-of-the-day smoke and yak on her cell phone (loudly) at that time.  (She’s out there every day without fail, regardless of temperature – she’s been out there in a blizzard!) Usually she’s attired in one of many house-dresses/nightgowns she has in her ready stash. 
Let me be the first to say, I don’t have a body like Elle McPherson, I’m not nearly as cute as, say, Rachel McAdams. Yes, I’m a bit self-conscious about my ‘zaftig-ness’ – so, I’m careful to cover anything I wouldn’t want to look at, let alone the public. Maybe she’s comfortable in her complete ‘naturalness,’ but do we have to be subjected to it?
Her home is obviously her realm and she doesn’t give a crap (or doesn’t know) and doesn’t realize the horrendous mental anguish she’s inflicting upon poor leaving-for-work men as she ‘tupples’ around outside at that hour, dressed as she is.

I’m getting ready for work one morning and the phone rings. I see it’s my huz on his cell phone and when I answer, ‘Yah?’, all he can give me is a huge ‘OH!’ a la Tony Soprano, then launches into the story about getting a full posterior view on the way out of the garage this morning as ‘Frau Clampett’ (as he calls her) decided to weed the flowerbed at 630 AM and bent over in her ‘housedress’ to give my huz a not-so-stunning view of the WAZZER VALLEY!  (Ah, I think you get my drift!) ‘OH!’ indeed.

(Thanks to Frau Clampett, my huz now wears completely dark ‘cataract’ glasses when he leaves the house – he’s concerned about a ‘relapse,’ as she continues to waltz about her domain in such a state. Although, I am thinking, the blue nylon spaghetti-strapped number she wears on every Tuesday is becoming my favorite.) Anyway, that’s why I ask, ‘Is there no shame?’ It’s the same with people (male and female) who think ‘muffintops’ are the latest in haute couture and the word ‘sassy’ stretched across their size-18-stuffed-in-a-size-4 pair of sweats is ‘cute.’ As my dear pal, Fred, from Queens, New York once commented as were standing in Herald Square people-watching, ‘Nice outfit, did it come in your size?’  Then, there’s the ‘flannel brigade.’ I love flannel – I have nothing against flannel, I’m wearing flannel right now. BUT – c’mon people, can’t you get dressed to go in public? Really, if you’re 18-35 (or older) and you go to the grocery in your Sponge Bob flannel jammy pants and slippers, sorry, you are not cool….IMHO.  But – at least you ARE wearing pants!

Beschwerde

Der flockblog hat einen Events Calendar. Da trage ich immer meinen zu erwartenden Besuch ein. Ist irgendjemandem in der letzten Zeit hier eine neue Buchung aufgefallen? Nicht?

Eben!

Entwicklungsumfeld

Ich arbeite nun schon so lange mit Software-Entwicklern, dass ich sowas lustig finde. Ist das jetzt ein Zeichen, dass ich mal wieder was in meinem Leben ändern sollte?

Your call is important to us

Alle Kinder in Ranjids Familie hassen Cousin Padal. Der nämlich, so liegen ihnen ihre Mütter ständig in den Ohren, hat’s zu was gebracht, den sollten sie sich gefälligst  zum Vorbild nehmen.

Padal Guru Venkat Sagar ist Mitglied des DELL Excellence Teams und der Mann, der ‘rangeht, wenn man den Tech Support anruft. Padal hat schon die “Ohmeingottestutmirsoooleiddasssiemiteinemproduktunsereshausesunannehmlichkeitenhaben”-Schulung mitgemacht und den Betroffenheitssermon muss man sich komplett anhören (unterbrechen hilft nicht, dann fängt Padal von vorne an – ich hab’s probiert). Wenn Padal mit Entschuldigen fertig ist, dann erfaßt er Daten. “Firstlastname. Please.” Was jetzt? “Firstlastname. Please.” Was soll’s? Ich fange mit dem Vornamen an und sofort sind wir uns uneinig. “S” as in Sam, “A” as in Alpha, “B” as in Bravo, “I” as in India (das sagt er spürbar gerne), “N” as in Nancy, “A” as in Alpha. Nein, Padal, falsch. Der letzte Buchstabe ist ein “E”, wie in Echo. Padal darauf: “Affirmative. “A” as in Alpha.” Das sollte man den Vettern und Basen petzen, dass der tolle Padal nicht mal Sabine buchstabieren kann. Wir haben’s nach drei Anläufen hingekriegt, danach kamen auch nur noch Nummern, vom “Express-Support-Code” bis zur Gerätenummer. Alle extrem vielstellig und von einem halbbriefmarkengroßen Aufkleber an der Unterseite des Geräts abzulesen.

Jetzt durfte ich mein Problem schildern, nämlich dass das DVD-Laufwerk jede Tonspur mit einem seltsamen Brummheulgeräusch unterlegt, das sich bei längerer Spieldauer ins Unerträgliche steigert (außer vielleicht bei Werfwolffilmen, da würde es passen). Wahrscheinlich ein mechanisches Problem. Padal glaubt nicht an mechanische Probleme und deswegen müssen wir erst einmal den Desktop sharen, Treiber de- und neu installieren und dann zwängt er mir ein Verkaufsgespräch auf. Ihm wäre aufgefallen, dass auf dem Rechner nicht ein einziges update sei. Ich wollte doch wohl, dass meine Hardware nicht wieder solche Probleme hat, oder? Und da gäbe es – zufällig von Dell und zufällig heute im Sonderangebot – eine Software, die “mechanical updates” mache. Und wo er eh gerade meinen Desktop habe, würde er das mal gleich für mich installieren, er bräuchte dazu nur meine Kreditkartennummer. Ich habe, als ich den Dell letztes Jahr erstand, ein teures Servicepaket abgeschlossen, das eine umfassende zweijährige Geräte- und Teilegarantie enthält. Ich brauche das nicht. Außerdem mag ich diesen Kaffeefahrten-Heizdecken-Approach überhaupt nicht. Können wir mal mit dem eigentlichen Problem weitermachen?

Ach so. Das DVD-Laufwerk. Ja, das sei wohl ein mechanisches Problem, das müsse ausgetauscht werden. Na also. Er brauche jetzt 3-4 Minuten, um das entsprechende Ticket auszustellen und dann würde mir das Laufwerk zugeschickt. “Und dann, Padal?” Ach so, er sehe da in meinem Profil, dass ich ein Rundumsorglospaket gekauft habe (Kunststück – ich hatte es bis dahin höchstens drei, vier Mal erwähnt), jaha, dann käme auch ein Techniker. So isses recht, Padal. So hatte ich mir das vorgestellt. Um nun exchange drive und technician zu ordern, brauche er 5-6 Minuten. Ich hätte doch bestimmt irgendwas zu tun, damit solle ich fortfahren. Und das Telefon auf Lautsprecher stellen, “I will call out for you when I am done”.

Fast eine ganze Waschmaschinenladung habe ich aufgehängt, bis Padal ruft. Alles wird gut. Der Techniker und das Drive rufen mich in ein paar Tagen an, um ein appointment zu vereinbaren, und Michael Dell werde alle Kosten übernehmen. Fein. “Dann also tschüß, Padal.” Nicht so hastig. Erst soll ich ihn bewerten (“How did you like your experience with me today?”) und dann muss er noch die Sprüchlein aus dem “Beendedastelefonatmitdemzufriedengestelltenkunden”-Seminar loswerden.

Meine Fresse, Padal. Hättest du stattdessen nicht wenigstens einen “Wie verbessere ich meine Aussprache”-Kurs besuchen können? Einen einzigen?

Wenn einer eine Reise tut

“Ui,” freut sich Lien, meine Haus- und Hoffriseurin mit mir. „Du fährst an Ostern nach San Diego. Da fahre ich auch so gern hin, da isses wunderschön!“ Auf die Frage, was sie denn ganz besonders gerne mag und empfehlen kann, erzählt sie, dass sie immer mit ihrer Tochter mitfährt, wenn die zu einem Kongress reist (San Diego hat ein weltberühmtes und sehr schönes Convention Center), um die Enkelkinder zu hüten. „And I sit in hotel room all day, watch TV, and order room service.“

Hmmmm. So direkt zieht mich die Variante nicht. Ich glaub’, ich gehe mir lieber Sachen anschauen und einen Sonnenbrand holen.

Riding the Bullet

Planmäßige Abfahrt: 07:33am ab San Bruno. Planmäßige Ankunft: 08:02am in Palo Alto. Einige wenige (planmäßige) Zwischenstops auf der Strecke. Sitzplatz in Fahrtrichtung. Ein zuvorkommender Fahrkartenkontrolleur. Der CalTrain muss krank sein, der hat heute funktioniert wie ganz normaler Öffentlicher Personennahverkehr.

Ich bin vollkommen verstört.

Open House in Berkeley

“Are you a CalMom?” will der Herr am Infostand wissen. Statt des (treffenderen) “ned, dass i wüßt'” kommt mir nur das amerikanisch-positive “not yet” über die Lippen, das umgehend mit “I can help you be one in nine months from today” sowie einem CalMom-Sticker quittiert wird. (Ziert jetzt meine Pinwandkollektion amerikanischen Schwachsinns.) Wir sind auf dem Campus der UC Berkeley, beim Tag der Offenen Tür (http://calday.berkeley.edu/). Die haben ein Riesenprogramm und damit schon um 9:00 Uhr früh angefangen, da waren wir leider wegen vorabendlichen exzessiven Film- und Alkoholgenusses noch verhindert. Außerdem hatten wir uns verfahren (ich hatte beim Navigieren das andere Links gemeint) und dabei vorher noch ein Bay-Fest gefunden.

Nichtsdestotrotz sind wir seit dem Mittagsprogramm aktiv dabei. Ein Paläontologe führt uns in seiner Asservatenkammer in die Geheimnisse der Mykologie ein (bei den halluzinogenen Pilzen leuchtet seine ohnehin schon signalrote Nase wie ein Wunderlämpchen) und seitdem wissen wir, dass Fliegenpilze a) die meist photographierten Pilze (quasi Top-Models) und b) im hiesigen Idiom “Death (oder auch “Dead”) Caps” sind.

Weiter, den Berg wieder ‘rauf (ich würde meine Uni NIE auf einem solchermaßen hügeligen Gelände anlegen), zu den Physikern. Da gibt Professer Joel Fajans vom A-Team (aka Alpha Group) eine Lecture über “Trapping Antihydrogen” – “the top physics news story of the year 2010”. Aha? Nie gehört. Umso mehr: Ein ganz großes Kompliment an den Professor, dem es gelingt, auch blutigen Laien wie mir das hochkomplexe Thema anschaulich zu vermitteln.

Abschließend lassen wir uns zum Space Sciences Laboratory auf den Berg shutteln und lernen, dass Roland Emmerich den Maya-Kalender nicht korrekt interpretiert hat, weswegen die Welt 2012 auch nicht untergehen wird.

Berkeley hat einfach einen wunderschönen weitläufigen Campus, noch dazu an einem sonnigen Frühlingstag, wo alles grünt und blüht und man schon Freude daran hat, unter den alten Bäumen Schatten zu suchen. Klüger sind wir auch geworden, und das mit der Mutterschaft konnte ich noch einmal abbiegen. Viel besser geht’s gar nicht.

Auf dem Heimweg schob sich vom Pazifik her eine Nebelwand über die Stadt, die nach und nach den Coit Tower und die Transamerica Pyramid verschlang und darüber hing ein bleicher Riesenvollmond – ganz großes Kino.

Antidot: “Die Viertelliterklasse”

“Hanna” war einfach unterirdisch. Und ich außer mir. So ein Müll! Christoph wußte Rat: “Schau ma ‘Viertelliterklasse’ vom Düringer. Do saufen’s alle. Des huilft.” Stimmt. Ein  Film, den der Autor und Hauptdarsteller Ronald Düringer mit den Worten beschreibt: “Stellen Sie sich vor, Sie werden nach den Ereignissen des gestrigen Tages gefragt, und Sie wissen nicht einmal mehr, wann gestern war.” ist das beste Gegengift gegen Killer-Blondie.

Ois leiwand, Christoph!