Für Sigmund

In einem Beitrag über die wachsende Zahl von Immobilienkäufen rechter Gruppen vorwiegend in Sachsen-Anhalt, erklärt der Radioreporter, man vermute, dass diese wohl als Szeneschützpunkte dienen sollten. Wahr gesprochen.

Kauf’ endlich eine verdammte Mütze! Or else.

Der Freund auf Trumps Verteilerliste schreibt zu der weitergeleiteten e-mail mit dem Betreff Order Confirmation # 202045
“Nu wirds langsam satirisch. Das ist schlimmer als eine Drückerkolonne.”

TRUMP PENCE MAKE AMERICA GREAT AGAIN

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Team Trump 2020

Wat soll ich sajen? Peter Popoff ist vor Neid inzwischen zum Albino erblasst und Marlon Brando, Godfather der subtilen Erpressung, rotiert im Grabe.

Wie riecht das Weltall?

Die Astronautin und einstige Bewohnerin der Internationalen Raumstation ISS, Peggy Whitson, sagt, es rieche wie eine frisch abgefeurte Pistole, “ein fast bitterer Geruch mit einer rauchigen, verbrannten Note”. Mir ist da ihr Astronautenkollege lieber, dessen olfaktorische Erinnerung ihn von einem “Mix aus Schießpulver, gebratenem Steak, Himbeeren und Rum” schwärmen läßt. Bald werden wirs wissen. “Eau de Space” ist demnächst in gut sortierten Parfümerien erhältlich.

Aus dem Vokabelheft

Im angelsächsischen Sprachraum ist “schadenfreue” ein beliebtes Lehnwort. Ich weiß nicht, wie es ums Portugiesische bestellt ist, aber von mir aus können sie’s dort auch gerne benutzen.

Gestern Abend in der Unterfahrt: Mulo Francel & Friends mit “ESCAPE”

Wieder ein wunderschönes Konzert im Live-Stream aus dem Keller. Und kein Live-Publikum hin oder her, Mulo Francel (Quadro Nuevo) erzählt. Und erzählt. Und erzählt.Mir ging es wie damals einem Redneck-Zuschauer der Dixie Chicks (jetzt nur noch Chicks, ich weiß). Ich hätte auch gern gerufen: “Shut up and sing”!

Aber dann war die Musik doch so schön, dass ich ihm die Quakerei nachgesehen habe.

C-Schnipsel

# Man geht offensichtlich allerorten zur Tagesordnung über. Corona-Podcasts werden umbenannt, erscheinen seltener und heißen jetzt irgendwas wie “Die Woche kompakt” oder so.
Außerdem: Drosten macht Urlaub.

# Irgendwann in ferner Zukunft werden die Millennials ihren Enkeln vorjammern, wie sie schon in sehr jungen Jahren gezwungenermaßen “Rezessionsexperten” wurden. Die meisten haben mit Finanz- und Corona-Krise inzwischen schon zwei, die Älteren unter ihnen mit der Nach-9/11-Krise sogar schon drei auf ihrem Lebzeitenkonto. Mir tun ihre Nachgeborenen jetzt schon leid.

# Früher war alles besser. Früher, das ist “b.c.”, also “before Corona”.

# Galt es bisher im wesentlichen die Bucket List (All die Dinge, die ich unbedingt getan haben will, bevor ich sterbe) abzuarbeiten, holt seit der Pandemie die Fuck-It-Liste (All die Dinge, die mir ab jetzt scheißegal sind) massiv auf. Sie soll angeblich schon um zwei Bartlängen vorne liegen.

# Man(n) trägt das Haar jetzt wieder länger, quasi Pandematte. Ich arbeite derzeit sehr daran, dafür den von mir erfundenen Begriff Lamala (Lass mal lang) in den allgemeinen Sprachgebrauch einzuführen.

# Analog zu 45s “China Virus” sprechen seine Gegner inzwischen von der “Trump Plague”.

# In dieser Woche war es soweit: die letzte Veranstaltung, für die ich im Vorverkauf Karten erworben hatte wurde abgesagt / auf unbestimmte Zeit verschoben. Ist noch sehr neu in meinem Leben dieser Zustand, gar keine Pläne zu haben.

# Meine jüngst erstandene Handseife trägt einen großen leuchtend gelben Sticker “Mission Hände waschen”. Äh, was sonst?

# Drängende Frage: lohnt es sich eigentlich, jetzt schon aufräumen oder ist dafür noch genug Zeit, wenn sich das nächste Mal wirklich Besuch ansagt?

# Meine amerikanische Kreditkarte ist unter die Konsumantreiber gegangen. Ich bekomme wenigstens zwei Mal pro Woche eine e-mail mit dem Betreff: “Sabine, about your rewards: You’re getting 2% Back in allllll these places” und einer Liste von Läden, die ich jetzt leer kaufen soll.

# Meine US-Bank spinnt auch und informiert mich mit dieser Kampagne über die Seniorensprechstunden in ihren Filialen.

Falsche Zielgruppe, meine Herrschaften.
Bin kein Mann und habe weder Hund, Countrysängersohn noch Kamin.

Nationalfeiertag, Nachwehen


Immer an hohen Feiertagen in den USA blinkt einem auf den Leuchteschildern an den Highways die Aufforderung entgegen, dass man Besoffene anzeigen möge. Mach ich.

Excuse me, Officer, ich glaube, mit den beiden Herren hier stimmt was nicht…