The Riddler

hat mir eben, drei Minuten vor dem Schlafengehen, noch folgende Aufgaben gestellt:

a)  What did you want to bring that book I didn’t want to be read to out of up for?

b)  This is the sort of bloody nonsense up with which I will not put.

Kann mir vielleicht wer morgen früh die Lösungen verraten haben?

The Day After

Einen Tag nach Vojtyla (so nennen ihn nur seine engsten Freunde und Toni) kann ich mich zwar nimmer rühren, habe aber dafür meine Ausdrucksfähigkeit wieder gewonnen: mir ist, als hätte ich den Nanga Parbat mit vollem Marschgepäck und ohne Sauerstoff zügig erklommen und gleich anschließend an den Abstieg noch rasch beim Iron Man mitgemacht.

Die Therapeutin ist begeistert (“ein Behandlungserfolg wie aus dem Lehrbuch”) und wir haben Freund Vojta nun für einmal die Woche ins Programm aufgenommen. Darüber hinaus habe ich mich für einen Kurs zum Erlernen von Muskelentspannungsmethoden angemeldet. Und dann sind da auch noch meine Zuckerpuppen von der Wasserhüpftruppe.

Kaum hat der Mensch Rücken, schon wird er zur Sportskanone…

Dr. Prof. Václav Vojta

hat die Physiotherapie mit Hilfe der Reflexlokomotion entwickelt, meine Physiotherapeutin beherrscht die Methode und hat mich heute entsprechend behandelt. Normalerweise bin ich nach einer Behandlung durchaus imstande, meine Befindlichkeit in Worte zu fassen. Heute nicht. Am zutreffendsten erscheint mir noch das österreichische “irgendwie ding”.

Lead Like Jesus

Die Präsentation für nächsten Sonntag ist noch nicht fertig, aber das haben sie mir vorerst auf den Weg gegeben: “A thought for the rest of the week:  If being a Christian were a crime, would there be enough evidence in your life to convict you?”

Ich bin außer Gefahr. Und habe den Rest dieser Woche frei, um über andere Dinge nachzudenken.

Beleidigt

Der San Jose Mercury titelt heute mit einem dreispaltenbreiten Bild einer Gruppe regen- und windzerzauster Palmen vor bewölktem Grauhimmel. Und fragt, was das Wetter eigentlich soll: “It’s almost June, right?” Ich trau’s mich gar nicht sagen, aber als Frau mit frischen Pflanzungen bin ich ganz dankbar, dass der Himmel gießt. Am Samstag soll’s schon wieder heiß und sonnig werden, das sind doch schöne Aussichten.

Lazy Sunday?

Aber von wegen. Geschirr von der ganzen letzten Woche eingeweicht, währenddessen die erste Ladung Wäsche in die Waschmaschine. Gespült, zweite Geschirrladung eingeweicht, währenddessen Bett abgezogen. Wäsche raus, Maschine mit Kochwäsche gestartet, erste Fuhre bei eiskaltem Wind und strahlendem Sonnenschein aufgehängt. Abgetrocknet, verräumt, weiter gespült. Wieder Wäsche aufhängen. Langweilig? Finde ich auch.

Also los. Dinge erledigen. Getreu dem Motto “nicht immer nur nehmen, auch mal geben”, Zeugs zur Heilsarmee gebracht. Mal schnell beim Friseur direkt daneben fragen, wann sie Zeit für mich haben. Treffe auf drei höchst gelangweilte Beauty-Saloon-Damen. Ich werde zum Haare waschen gebettet, eine gibt mir eine Shampoo-Kopf- und Nackenmassage, die zweite “modelliert” derweil mit Heißwachs meine Augenbrauen, die dritte knetet aus purer Langeweile meine Füße. Selbst ohne Eselsmich fühle ich mich sehr kleopatresk.

Nun aber weiter, Kleopatra braucht neue BHs. (Das ist für mich wie Schuhe kaufen, ich hasse es, und warte immer, bis sie wirklich zerschlissen sind. Nach kanpp zwei Jahren in den hiesigen Waschmaschinen ist es soweit. Ich  muss.) Keine Ahnung, welche Größe ich hier habe. Also am besten ins Fachgeschäft, zu Victoria’s Secret. Klar, kein Problem, ein “Bra-Pro” werde mich vermessen. Auftritt Gigi. Georgina “Gigi” Gonzales, ein aparter Mix aus Latino- und pechschwarzen Genen, knapp 1,50 (Meter) groß, springt mit einem Maßband an mir hoch, nimmt Messungen vor, murmelt Zahlen, und diagnostiziert Körbchengröße Doppel-D. Was? Echt? Das hatte ich ja noch nie. Und sie habe sich bestimmt auch nicht vermessen? Nein, nein, sie habe B (definitiv mehr als ich), und bei meinem Brustumfang müsse ich mindestens D haben, eher aber das doppelte. Sie holt mir mal rasch einen, zum Ausprobieren. Ich zwänge mich in dieses Geschirr und verlange spontan nach zwei großen Pampelmusen, aus eigenen Ressourcen kriege ich das nie gefüllt. Gigi ist den Tränen nahe, weil sie mir nicht helfen kann, sowas von, like, sorry, entschuldigt sich im Namen von Victoria’s Secret minutenlang, dass man auf meine Beürfnisse nicht eingehen könne. Dabei bräuchten sie doch bloß Obst ins Sortiment aufzunehmen. Ich weigere mich zu glauben, dass ich ein Einzelfall bin. Und werde bei Sears in der “intimate appareal” Abteilung ohne Aufwand fündig. Habe ich das endlich hinter mir. Es dauert ziemlich lang, bis ich vom Parkplatz wieder wegkomme, der kalte Wind hat nicht nur mich in die Mall getrieben.

Jetzt zum freudvolleren Teil, Pflanzen kaufen, Tomaten und Auberginen und Squashes. Quasi: Ratatouille. Und ich gönne mir ein Zitronenbäumchen. Im Supermarkt nebenan lasse ich den Inhalt meines Penny-Glases durch die Zählmaschine rattern. Das kostet entweder 15% der Gesamtsumme oder nichts, wenn man sich den Betrag in Form einer Gutschrift “auszahlen” läßt. Bei meinem Amazon-Wunschzettel keine Frage. Mann, ist mir schlecht. Ungefrühstückt und jetzt ist es schon nach 5:00. Keine Lust auf was kaltes und kein Nerv mehr, um zu kochen. Also Thai Take-out. Bestelle ich da wirklich immer das rote Entencurry? Die Frage “as always?” läßt es fast vermuten…

Hurtig nach Hause, schnell essen, dann die Wäsche aus dem Wind holen, bevor die Sonne weg ist und sie wieder klamm wird. Löcher buddeln, Pflanzen, Wässern. Es empfiehlt sich, den Schlauch nicht gegen die Windrichtung zu halten, aber ich will eh noch duschen. Bett neu beziehen, Wäsche und restliches Geschirr verräumen. Blog schreiben. Beginn des Freitzeitprogramms (Simpsons auf Hulu) um 22:00 Uhr.

Tell me why I don’t like Mondays.

Gruftie

Nachbar Francisco trägt heute ein T-Shirt in dezentem Grau mit dem um einen erdfahrbenen Pfotenabdruck gruppierten Schriftzug: “1947 – 2007 Peet’s Pet Cemetry – 60 years proudly serving the Bay Area” in Trauerschwarz. Mir geht seit diesem Anblick Stephen King nicht mehr aus dem Kopf – dabei gibt’s das heute für 5 Bucks wesentlich risikoloser online http://www.apetcemetery.com/.

Quake Alarm

Ja, ich weiß, dass wir auf dem San Andreas Graben leben, er verläuft genau unter meinem Haus. Aber ist das schon Grund genug, sich ein noch ein “made-in-America”-Gerät anzuschaffen, dessen erklärter Sinn darin besteht, Lärm zu machen?

Bavarica

Heute war ich zum Fußball-Schauen mit bayerischem Büffet eingeladen. Es gab Brezn aus Esther’s Germany Bakery, Leberkäs* von Dittmer’s German Wursthaus, Radieserl und Obatztan (nach dem Originalrezept meiner Physiotherapeutin. Die stammt aus Hannover.) Seit dem Genuß dieser amerikanisch-deutschen Spezialitäten leide ich so dermaßenes Heimweh …

*”It’s called Liver-Cheese” but no worries, contains neither liver nor cheese – the recipe is more or less lips and assholes”. Hut ab, die meisten Amerikaner haben trotzdem davon probiert.

Das Chamions-League-Finale? Sagen wir mal so, wenn wir vor dem Spiel gewettet hätten, hätte ich haushoch gewonnen.