Weihnachten bei Nerds

Wenn denen mal die Gefühle durchgehen, ist alles zu spät. Beweis: Da! Diese e-mail habe ich heute von einem Provider bekommen. Nix hinzugefügt, nix weggelassen (außer deren Namen, wg. Datenschutz).
Dann auch von mir:
tera-bissige (ho-ho-ho) Grüße a tutti.

Hallo lieber Kunde, 
anstatt ausufernder Jahresrückblicke möchten wir dir heute einfach nur mal „Danke“ sagen:
Danke, dass es dich gibt.
Danke, für die tolle Zusammenarbeit.
Danke, für dein Vertrauen in uns und unsere Leistungen.
Danke, auch für dein Feedback und deine konstruktive Kritik.
Danke, für deine Partnerschaft mit uns.
Nun ist es an der Zeit, 2020 von der Festplatte zu werfen und ein Upgrade auf 2021 vorzunehmen.
Wir freuen uns darauf, dir auch im kommenden Jahr den Rücken rund um dein Hosting freizuhalten, damit du mehr Zeit für spannende neue Projekte und weitere wichtige Dinge hast. 
Gigahertzlichste Weihnachtsgrüße

“Ick bün ein Shnappshnjaga”

… verkündet die britische Kollegin heute bei der Zigarettenpause im Brustton des Stolzes. Deswegen sei sie auch seit der Ankündigung des jetzt-aber-wirklich-echt-harten Lockdowns nur auf Einkaufstour gewesen. Ich könne mir ja gar nicht vorstellen, was die Geschäfte gerade alles ganz besonders billig heraushauen.

Doch, kann ich. Im Klamottenladen in der Passage unten war gestern schon und eben als ich heimkam wieder die Hölle los. Dicht an dicht drängelte es sich da drin und schwer gebeugt unter der Last ihrer Beutetüten verließen siegreiche Einzel(handels)kämpferinnen das Etablissement.

Sie hätten sonst wahrscheinlich Weihnachten nackich feiern müssen.

US-Wahl

Jetzt, wo selbst Putin gratuliert, gilt es aber. Oder?

Sehr nett, 45s Jahr 2020 in Hashtags.

Türentag

Es gibt so Tage. Da muss ich, wegen Viel-zu-früh-dran, das vollautomatische Garagentor händisch entsperren, damit ich auf die Straße, und dann die dreifach gesicherte Haustür des Bürogebäudes entriegeln, damit ich an meinen Schreibtisch darf. Abends dann dasselbe in reverse.

Es sind dies keine guten Tage. Sie machen mich müde. Sehr müde.

Kontext ist alles

Sonst bliebe nur die Vermutung, dass Überschrift und Werbung versehentlich aneinander geraten sind und das Vakzin möglicherweise gar keine Kohle enthält…

Apropos Altpapier

Meine Tüte ist diese Woche nicht nur um ein Buch schwerer, sondern auch um ein ganzes Bündel Prospekte der Vogelschisspartei. Die haben in den Infokästchen an den MVV-Entwertern nix zu suchen.

Gelesen: Blake Crough – “Recursion”

“Recursion” fällt in die Kategorie “Ein Buch, das ich gelesen habe, damit andere nicht müssen”.

Das Thema ist so zeitgeistgemäß wie vorhersehbar: eine Forscherin (! jaha, eine Frau, noch dazu blond, aber hey, 21. Jahrhundert, da geht alles) erdenkt eine Methode, um Erinnerungen von Menschen aufzuzeichnen und wieder in deren Gehirn zurückzuspielen. Warum: um ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter noch ein paar schöne Jahre zu bereiten. Aber ach, die Entwicklung des Prototypen ist teuer, “der Stuhl” (ich hatte das ganze Buch über eine Art elektrischen Stuhl vor Augen, weiß aber nicht, obs an mir liegt oder am Autor) braucht Unmengen an Rechnerleistung, ach je, ach jemine… Auftritt des steinreichen Silicon-Valley-Tycoons, der unserer Heldin eine Vertrauchlichkeitsvereinbarung sowie Geld und Personal und eine Forschungseinrichtung in Form einer umgebauten Off-Shore-Ölbohrinsel zu Füßen legt und – zu ihrer ganz großen Überraschung (blond halt) – ganz andere Pläne mit der Technologie hat. Nicht einer davon edel, ausnahmslos alle ausschließlich seinem weiterem Macht- und Vermögensgewinn dienlich. Wer hätte das gedacht? Uiuiuiui.

Der Rest des Buches handelt davon, wie Heldin Helena und ihr Sidekick, der hart-aber-herzliche-New-York-Cop Barry gemeinsam versuchen, die Büchse der Pandora wieder zu schließen und artet streckenweise in unsäglichen Katastrophenporno aus.

Wie einleitend gesagt, das muss keiner lesen. Schade, dass ich keinen Kamin habe. Sowas dem Altpapier zuzuführen ist nur halb so befriedigend.