Wortschatzerweiterungsbeitrag

Heute habe ich ein (für mich ganz funkelnagelneues) wunderschönes Wort gelernt:

Anemoia

Dieser frühlingsblumenähnlich klingende Begriff steht für “die Nostalgie für eine Zeit, die man nicht selbst erlebt hat”. Das Internet hält für dergleichen das Nachschlagewerk http://www.dictionaryofobscuresorrows.com vor und man kann sich darin ganz wunderbar verlieren.

Lesen!

In den letzten Tagen habe ich mal wieder das Gesamtwerk von Fanny Müller gelesen. Das geht leider viel zu schnell, sie hat erst mit 50 Jahren angefangen zu schreiben und ist vor zwei Jahren 74-jährig verstorben. Ihr Œuvre umfaßt im wesentlichen kurze Geschichten (viele davon handeln von einer Frau K., was die Brechtkenner unter uns wissend nicken läßt), Menschenbeobachtungen und Alltagsminiaturen aus ihrem Hamburger Kiez. Und alle so punktgenau und komisch, dass sie jeder und jedem ans Herz gelegt werden sollen, die/der Frau Müller noch nicht kennt.

Es kommt ein Schiff geladen

Ich war ja die meiste Zeit meines Lebens berufstätig, da setzen sich gewisse Muster fest. Daher gewöhne ich mich erst langsam daran, dass das Wochenende nicht notwendigerweise der einzige Zeitraum für Einkäufe, Wäschewaschen und Malschnelldurchsaugen ist.

Vor allem Lebensmittel besorge ich derzeit eher spontan. Halt, wenn ich weiß, wonach mir gerade der Sinn steht. So wie vorhin, als ich mir zum Mittagessen Mozzarella und Tomaten eingebildet habe. Das Dessert kam per Impulskauf dazu, wobei ich dazu sagen muß, dass ich letzte Woche ja noch heldenhaft widerstanden habe. Aber heute war kein Tag für Resistance und darum habe ich die frischesten Lebkuchen gekauft, die in diesem Jahr zu haben gewesen sein werden.

Gibts nachher zum Kaffee aufm Balkong.

Neu im Kino: The Children Act (deutscher Titel: “Kindeswohl”)

Vorsicht. Spoiler.

Es gibt Filme, bei denen stimmt einfach alles. Die Besetzung mit Emma Thompson, Stanley Tucci, Ben Chaplin und Fionn Whitehead in den Hauptrollen. Das Thema. Darf oder gar muß der Staat eingreifen, wenn Eltern ihrer religiösen Überzeugung wegen einem Minderjährigen eine lebensrettende Blutransfusion verweigern? Selbst, wenn dieser Minderjährige knapp vor der Volljährigkeit steht und klar artikuliert, dass er lieber sterben will, als sein gottgegebenes Blut mit fremdem zu “verunreinigen”.

Eigentlich kann man das vom Blatt filmen. Ein angelsächsisches Gerichtsdrama. Die Familienrichtern (Dame Emma), für die das Drehbuch nur die schwersten moralphilosophischen Fragen zur Urteilsfindung vorsieht (welche Entscheidung ist nach dem Gesetz richtig, wenn von einem siamesischen Zwillingspaar, wenn man sie auseinanderoperiert, “nur ” ein Kind stirbt, das andere dafür sicher überlebt, ohne Trennung aber beide dem Tod geweiht sind?) und die sich davon vollkommen vereinnahmen läßt. Den Ehemann (Stanley Tucci), der, hauptsächlich um davon abgehalten zu werden, eine Affäre ankündigt. Den Vater (Ben Chaplin) und den Sohn (Fionn Whitehead), beide Zeugen Jehovas, beide stark im Glauben, der Vater ein Geläuterter, der Sohn hineingeboren. Der Siebzehnjährige leidet an Leukämie. Leidenschaftlich trägt sein behandelnder Arzt vor Gericht vor, dass der Patient in diesem Stadium und in seinem Alter gute Heilungschancen hätte. Wenn zu den Medikamenten Bluttransfusionen gegeben werden. Wenn nicht, könnten vor dem sicher zu erwartenden Tod Symptome wie Blindheit, Lähmungen und anderes Leiden auftreten.

Die Richterin unterbricht die Verhandlung, um sich selbst ein Bild zu machen. Krankenhaus. Ein Bett, von fiependen und blinkenden Maschinen umgeben. Darin ein bleicher schwacher verschwitzter leidender Jugendlicher im getupften Hemdchen. Man spricht und musiziert miteinander. So weit, so dramatisch, so gut. Zurück im Gericht, verkündet sie das Urteil: das Gesetz schützt das minderjährige Leben. Vor der Religion der Eltern, vor sich selbst. Die Szene, in der die Bluttransfusion schließlich verabreicht wird, ist sehr stark und ungeheuer berührend.

Danach entgleist der Film. Man hat den Eindruck, als habe man den unerfahrenen Regieassistenten mit der Aufgabenstellung “und nun zeig mal die Konsequenzen dieses Urteils” mit den Schauspielern am Set allein gelassen. Der hat zunächst seinen Robenfetisch ausgelebt und dann die Cutterin angewiesen, willkürlich mal hier, mal da, Szenen zu kürzen und schon mal Aussortiertes zusammenhanglos wieder hinzukleben. Es wird bis zum Schluß nicht klar, warum die Richterin jeden weiteren Kontakt mit dem jungen Mann so dermaßen vehement ablehnt* und zwar jedes Mal wieder, wenn er hartnäckig danach sucht oder wieso seine Familie reagiert, wie sie reagiert oder was jetzt eigentlich gerade in der Richterehe geschieht. Stattdessen darf Dame Emma viel Piano spielen und ab und zu was singen. Einmal muß sie sogar eine Pudelfrisur tragen, zeigt dabei aber Contenance.

Schade. Denn, wie gesagt, es gibt Filme, die will man mögen. Der hier hats aber nur bis zu dem Moment geschafft, wo der junge Mann, geheilt und strotzend vor Leben, der Richterin sich und den Rausch, als Held seines Glaubens in den Tod zu gehen, erklärt. Man hätte damit aufhören können. Ach was: sollen. Ach ach was: man hätte müssen. So ist es nur ein mittelmäßiger Film geworden.

 

* In der Buchvorlage von Ian McEwan schwankt die kinderlose Richterin zwischen ursprünglich wohl eher mütterlichen Gefühlen und im Laufe der Zeit wachsenden sexuellem Verlangen. Wenn sie das im Fim mal herausgearbeitet hätten.

Morgengrauen

Der neueste Trend, der mich gerade aus meiner Teilzeitheimat Kalifornien erreicht, ist OYM.

Das steht für “Own Your Morning” und bedeutet, dass wer früh aufsteht und nach dem Waldlauf in der Morgendämmerung ein Löffelchen fettfreien Soja-Joghurt schlemmt, voll toll in den neuen Tag startet, im Job im Wochenturnus befördert wird, abends auf der Piste die schärfsten Hechte mit den besten Bodies abkriegt, bevor sie nach einem befriedigenden Midnight Workout (ich glaube, die meinen Sex) nach mindestens 8 (acht!) Stunden Power Sleep mit dem perfekten BMI wieder früh aufsteht.

kaffeeIch verspreche, dass ich mir das mit dem OYM nochmal überlege, sobald ich in die Marskolonie umgezogen bin.

Bis dahin ist das für mich doch eher so OMG.

Und um acht is’ Nacht

Ich kann mich, wenn auch ungern, daran gewöhnen, dass es Mitte September normal sein soll, dass es schon früher dunkel wird als noch vor gefühlt ein paar Tagen. Aber dass kein Licht gleichzeitig oaschkoid is bedeutet, das find ich immer noch sehr befremdlich.

Aber’s kummt ned, kummt ned

Mensch, DHL (s. https://flockblog.de/?p=36439)! Ihr hättet doch was sagen können? Zum Beispiel, dass euch das Buch, das ich einem Freund zum Geburtstag schenken wollte, auch brennend interessiert. Dann hätte ich euch meins geliehen oder von mir aus zwei bestellt, von denen ihr eines rechtzeitig liefert und das andere hättet behalten dürfen. Wäre alles irgendwie okay gewesen.

Aber mich auf Irrwege zu schicken, ewig in euren Warteschleifen mit eurem unterträglichen Telekom-Jingle zu beschallen und dann das Buch erst recht nicht zum schriftlich bestätigten Zweitzustelltermin auszuliefern? Mensch, DHL, das geht gar nicht. So wird man alles, vor allem ganz schnell zum Haßobjekt, aber doch nicht zum “Logistikunternehmen für die Welt”. Das ist nicht “Excellence. Simply Delivered.” Das ist einfach nur Inkompetenz gepaart mit gnadenlos schlechtem Customer Service.

So, jetzt hab ichs euch aber gesagt! Bin gespannt, ob und in welchem Straßengraben die “Nachforschungsexperten” eures Hauses in einem “Bearbeitungszeitraum von drei bis fünf Werktagen” das Päckchen je finden. Und ob ichs irgendwann mal bekommen werde. Hrrrgggnnn!

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein

Man kennt das. Wer fern der Heimat lebt, hat nicht unbedingt Heimweh, schon mal allein deswegen nicht, weil weiter weg das Wetter meistens besser ist und die Winter erträglicher. Er lebt allerdings auch fern der heimatlichen Supermärkte und leidet deswegen unter entsetzlichen Entzugserscheinungen. Kurz vor Ankunft der Gäste reicht es gerade noch zu verzweifelt geröchelten Hilferufen wie “Bring Schokolade!”, in einem Atemzug mit “Und Haribo!” Und, weil der Andalusier offensichtlich mit seinem Obst sinnigeres anzufangen weiß: “Bring Früchtetee!”

Hmmm. Meine letzte Erinnerung an Früchtetee ist, dass es sich dabei um ein vorgeblich aus Hagebutten hergestelltes säuerlich-dünnes Rotgebräu handelt, welches aus großen Blechkannen lauwarm in Landschulheimen ausgeschenkt wird und dafür zuständig ist, Menschen in jungen Jahren zum ersten Mal mit dem Phänomen Sodbrennen bekannt zu machen.

Wieder hmmm. In dem Sektor hat sich scheints sehr viel getan. Hagebuttenbasiertes muß man in den mindestens zwei mehretagigen laufenden Regalmetern im Supermarkt suchen, jede andere Frucht, inlusive natürlich Gojibeeren, Flohsamen und anderen Superfoods ist seffaständlich vertreten. Wobei die Namensgebung der Tees nichts mehr mit dem verarbeiteten Obst, jedoch sehr viel mit sehr beliebigem Esogeschwurbel zu tun hat. Man nehme nur Leichtes Glück*, eine Diätbelohnungsmischung von der Redaktion der Zeitschrift Brigitte persönlich zusammengepflückt. Oder verzauberter Apfel (also nix für die Schneewittchens unter uns), launige Beere, Keylimepieoreosprinkles, Zimtschnecke, Apfelstrudel, Schoko-Kirsch Brownie, Strawberry-Cheesecake und Himbeertörtchen – ich muß das Memo verpaßt haben, nachdem Gebäck nicht mehr zum, sondern im Tee zu reichen ist. Wintertees, Sommertees, Befindlichkeitstees. Kuschel– (Diese angenehm-scharfe ayurvedische Gewürz- und Kräutermischung streichelt mit ihrer zarten Würze Zunge und Gaumen – und weckt den Kuschel), Kraft– und Laune-Ayurveda, Innerer Friede, Äußere Harmonie (oder war das umgekehrt?), Sei-gut-zu-dir, Nie-mehr-allein und irgendwas mit mit pummeligem Regenbogenschwanzeinhorn. Außerdem für den humanistisch gebildeten Teetrinker: Carpe Diem. Cave Canem hätt’ ich genommen, aber der war leider aus.

Mon Dieu. Und den ganzen Aufwand treiben die für ein bissele mit Heißwasser aufzubrühendes Trockenobst. Scheint ein sehr harter Markt zu sein.

 

* Wer gerne schwer glücklich wäre, sucht vergeblich. Glück scheint gasförmig zu sein und einen Schwebezustand hervorzurufen.

Aus dem Vokabelheft

Die deutsche Sprache mag zwar Weltmeister im Bilden von Komposita sein (Donaudampfschiffahrtskapitänsjackenkragenabzeichen), aber dafür sind die Angelsachsen ungeschlagen im Lebensgeschichten-mit-Bindestrichen-erzählen:

“A former stripper-turned-trophy-wife”.

Dein Sommer war sehr groß

Vorrede: Die Wohnanstalt ist ein Abbild der alternden Gesellschaft und wenn jung, dann zieht man mit einem Braten in der Röhre oder vor noch nicht allzulanger Zeit geschlüpftem Kleinkind zu. (s. –> Spielplatz). Fast keiner hier hat Sommerferien und darum bleiben wir alle mindestes im August brav daheim.

Eine verblüffende Erkenntnis dieses heißen Supersommers auf Balkonien ist zweifellos, wieviele Menschen sich als Anhänger eines Freikörperkultes outen. Häusliche Tätigkeiten wie Wäsche aufhängen, Blumen gießen, kleine Reparaturarbeiten, aber auch häusliche Untätigkeiten wie ein Weinchen oder Bierchen trinken, Schwätzchen halten (tut mir leid, geht in diesem Kontext nur im Diminutiv. Klischee, aber was will man machen). Alles nackig und freischwingend. Alles? Nein, beim Grillen wird ein neckisches Schürzlein vorgebunden. Macht ja nichts, man muß ja nicht hinschauen, wenn es einen stört (oder, wie in meinem Fall, einfach nur die Brille abnehmen).

Akustik zu vermeiden ist schwerer, obwohl ich bei der Evolution schon lange und oft genug Ohrenklappen bestellt hätte. Und darum war der Sommer in der Anstalt vor allem eines, nämlich laut. Die Insassen hatten ihr Leben und ihre Gäste aus geschlossenen Räumen in die Semiprivatheit ihrer Balkone verlegt und es ist ihnen entweder nicht bewußt oder es schert sie nicht, dass jetzt alle Nachbarn wissen, dass bei Horst und Moni eine Trennung ins Haus steht (seit nun auch der Jüngste mit der Schule fertig ist) und die Eltern von oben sich einen Ast freuen, dass sich ihr Abiturientenkind für ein Jahr (ein ganzes Jahr, juhu!) “Wörgltreffl” in Neuseeeland entschieden hat. Das ist aber noch gar nichts gegen die alten Weiber. Ich sage das in aller Hochachtung: die haben eine langlebenslange Erfahrung im “Leit ausrichten” und demonstrieren diese Perfektion jeden Donnerstag beim Kaffee bei der Gerlinde. Wenns meine Zeit erlaubte (also fast immer), saß ich um 15:00 Uhr auf meinem Balkon, mit einem ungelesenen Alibibuch in der Hand und habe das Hörspiel genossen. Meist in perfekter Klangqualität, weil die Ohren der Damen nicht mehr das sind, was sie in jungen Jahren mal waren, und höchsten gestört von gelegentlichem Mamamamamamamamamama.

Und nun kommen wir zum oben schon angesprochenen Spielplatz. Entweder sind die Eltern taub und das Kind brüllt aus reiner Notwehr wg. Hunger, Durscht oder Heimweh so lange nach Mamamamamamamamamama, bis endlich irgendwer auf es aufmerksam wird oder die zur Erziehung Berechtigten, sich aber dazu nicht verpflichtet fühlenden, fördern die Stimmentwicklung schon in seinen sehr jungen Jahren, weil sie das Balg frühzeitig auf einen Schreiberuf (Oper, Baustelle oder dergleichen) vorbereiten. Man weiß es nicht, es nervt aber.

Das nächstschlimmere Geräusch nach “Bobbycar-auf-Kopfsteinpflaster” ist “Batteriebetriebenes-Fahrzeug-mit-navigationsunfähigem-Kleinkind-am-Steuer”. Das bleibt nämlich nach kurzer Flüsterfahrt voraus (ist mehr so ein Theaterflüstern, aber auszuhalten) immer irgendwo stecken, dann heult es beim vergeblichen Versuch, vorwärts rangiert zu werden, schwer auf, dem will das Kind nicht nachstehen und heult lauter und dann hängt es vom Tempo der herbeieilenden Aufsichtsperson am Spielplatz ab, bis wieder das Vorwärtsflüstern zu hören ist. Sollte es sich hierbei um den halbstarken großen Bruder handeln, kann das dauern. Der hat, weiß Gott, anderes zu tun. Dies beinhaltet immer (IMMER!) ein Mobiltelefon. In Einzelfällen auch eine zu beeindruckende Gleichaltrige. Mobiltelefon dauert länger.

Das Ende der Hitzeperiode hat die Nackten wieder in ihre Wohnungen zurückgescheucht, die Grills sind weggepackt, Gerlinde fliegt nächste Woche nach Malle. Nur das furchtbar laute Kind brüllt weiter seinen erweiterten Wortschatz in den schallsteigernden Innenhof. Mamamamamamamamamama. Hallohallohallohallohallohallo. Mamamamamamamamamama. Hallohallohallohallohallohallo. ad inf. Der Bruder hat scheint’s ein neues Handy.

Mich tröstet, dass ich bald wegfliege und wenn in Andalusien alles so ist, wie es mal war, dann schreit dort nur der Pfau.

 

Neu ist das alles übrigens nicht. Siehe nachfolgendes Gedicht von Theobald Tiger alias Kurt Tucholsky aus dem Jahre 1927:

Das Ideal
Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn –
aber abends zum Kino hast dus nicht weit.

Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:

Neun Zimmer – nein, doch lieber zehn!
Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,
Radio, Zentralheizung, Vakuum,
eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm,
eine süße Frau voller Rasse und Verve –
(und eine fürs Wochenend, zur Reserve) –
eine Bibliothek und drumherum
Einsamkeit und Hummelgesumm.

Im Stall: Zwei Ponies, vier Vollbluthengste,
acht Autos, Motorrad – alles lenkste
natürlich selber – das wär ja gelacht!
Und zwischendurch gehst du auf Hochwildjagd.

Ja, und das hab ich ganz vergessen:
Prima Küche – erstes Essen –
alte Weine aus schönem Pokal –
und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal.
Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion.
Und noch ne Million und noch ne Million.
Und Reisen. Und fröhliche Lebensbuntheit.
Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit.

Ja, das möchste!

Aber, wie das so ist hienieden:
manchmal scheints so, als sei es beschieden
nur pöapö, das irdische Glück.
Immer fehlt dir irgendein Stück.
Hast du Geld, dann hast du nicht Käten;
hast du die Frau, dann fehln dir Moneten –
hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer:
bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.

Etwas ist immer.
Tröste dich.

Jedes Glück hat einen kleinen Stich.
Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.
Daß einer alles hat:
das ist selten.