Neu auf Amazon Prime – Star Trek: Lower Decks

Eine Zeichentrickserie aus dem Treckie-Universe. Muß das sein? Jein. Die ersten paar Folgen, die, nicht besonders gut gezeichnet und animiert, die Billen und Unbillen der Existenz vierer Sternenflottenazubis zeigen, haben mich nicht so wirklich vom Hocker gerissen. Gerade genug, um herausfinden zu wollen, ob das Niveau vielleicht doch noch steigt. Dann kamen die Folgen 9 und 10 und ich war vom Hocker.

Begeisterungsfähigere Geschöpfe als ich werden, weil sie jetzt ganz und gar nostalgisch sind, die Pandemie damit durchstehen, sich nochmal alle, und zwar wirklich alle Folgen aller Serien, beginnend mit der Enterprise über Next Generation, Deep Space Nine bis hin zu Voyager und von mir aus sogar Discovery anzusehen. Falls dann immer noch Virus ist, gibt es ja auch noch ein Bündel Filme.

C-Schnipsel – Die “Alles-is-anders-in-2021”-Ausgabe

# Schon zum zweiten Mal nicht eine Stoffmaske in der Wäsche. Jetzt, wo ich inzwischen eine überreiche Auswahl hätte.
Dafür schwingen wettergeschützt und UV-bestrahlt am Wäscheständer auf dem Balkon mindestens sieben FFP2-Masken im Wind. Die am längsten hängt, steigt auf und ist demnächst dran.

# Den Vögeln ist die Menschenpandemie wurscht. Sie zwitschern sich die Schnäbel wund. “Nimm mich, nimm mich, nimm mich. Ich will der Vater deiner Eier werden.” Das ist dann doch genau so wie im letzten Jahr. Und dem davor. Und allen anderen, seit es Vögel gibt.

Vorhin beim Einkaufen

Die alte Frau (dicker Mantel, Mütze passend) erklärt ihrem Kläffhund (dicker Mantel, Mütze passend) die Pandemieabstandsregeln: “Schau, Schatzerl, d’Leit müssen draußen warten… So wie du beim Metzger.”

Vorhin in der Unterfahrt: David Helbock’s Random/Control – ‘Tour d´Horizon (from Brubeck to Zawinul)’ – CD Release

Der Instrumentenpark auf der Bühne sieht aus, als erwarte man eine Big Band. Es kommen aber dann doch “nur” Corona-angemessene drei: David Helbock, (Piano), Johannes Bär (Blechblasinstrumente) und Andy Broger (Holzblasinstrumente) und spielen wieder eines jener Konzerte, bei dem man so recht von Herzen bedauert, nicht im Keller zu sitzen.

Dass muss man auch erst mal hinkriegen, dass “Take five” neu klingt.

Gelesen: Bernardine Evaristo – “Girl, Woman, Other”

Jetzt, wo sich das Föjetong auch hierzulande vor Begeisterung nicht mehr einkriegt, war es aber wirklich an der Zeit, dass ich das Buch endlich vom Stapel nehme und selbst lese. Man möchte ja nicht gar so sehr nachzügeln (nachzüglern?), also: hinten dran sein.

Lohnt sich. Sehr. Evaristo beschreibt die Biographien von 12 afrikanisch-stämmigen Frauen in England über die letzten 100 Jahre bis in unsere Zeit. Die Geschichten sind lose verknüpft, spielen in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Zirkeln und diese Frauen sind so verschieden in ihren Lebensentwürfen, Träumen, sexuellen Orientierungen, in ihrem Scheitern und in ihren Erfolgen wie es Menschen halt mal sind. Evaristos großes Verdienst ist, sie sichtbar zu machen.

Ganz neu ist ihre Idee der Interpunktion. Evaristo verwendet keine Punkte, sondern setzt Akzente und Satzenden durch Absätze. Ich hatte zunächste befürchtet, dass das wohl irritieren werde. Tut es nicht. Im Gegenteil. Auf diese Weise entsteht eine eigenwillige Poesie, die dem Werk eine außergewöhnliche und sehr schöne Zusatzebene verleiht.

Evaristo schenkt ihren Leser*innen gekonnt eine letzte überraschende Wendung. Sobald ich mich von meiner Verblüffung erholt hatte, war ich, wie immer bei einem guten Buch, ein wenig traurig, dass es aus war.

Lesen! Lesen! Lesen!

Winter Haiku

Gegenüber im Baum
Krallen fest in kahlen Ästen
fünf schwarze Notenkrähen,
die Schultern hochgezogen.
Ihr Lied?
“Aba heid is koid”.

Heda, Wortschöpfer

Flockdown

Spinnt ihr eigentlich? Diesen meinen Namen im Zusammenhang mit Schneemassen und gar in einem Wort zu verwenden?

Bleiben lassen. Widrigenfalls aber so was von

Flockup!!

PS: Twitter war dabei – s. #flockdown und Schuld an dem ganzen Dreck ist ein Polarwirbel-Split. Nettes Wort für so ein mistiges Wetter.