Alterserscheinung

… ist, wenn man angesichts einer Reihe prächtig blütenstrotzender Kirschenbäume darüber sinniert, dass man sie noch aus einer Zeit kennt, wo man vom Balkon (3. Etage) auf sie hinunterschauen konnte. Inzwischen ragen die Bäume übers Hausdach. Altbau, vier Stockwerke, mit Speicher.

Warum nur ist mir auf einmal so nach BAP?

Total normal

Abendessen mit Freunden, lecker Thai. Dazu ein, zwei Gläschen Wein, Gespräche über Dinge, die so passiert sind (wenig) und die geschehen werden sollen (mehr) und gemeinsame Vergangenheiten sowie popkulturelle Referenzen unter Gleichaltrigen und dann aber husch husch flugs mit dem Taxi nach Hause.

Was für ein Fest! Danke! Danke! Danke!

Während ich dies schreibe, schlägt’s von St. Ignaz zehn, weil, Ausgangssperre ist auch.

Gelesen: Jeff Lemire, Mike Deodato Jr. – “Berserker Unbound” Vol. 1

Hmmm. Dass ich ein großer Fan von Lemire bin, ist nicht neu. Dass ich seit neuestem auch ein großer Fan von Deodato jr. bin, möglicherweise schon, aber hiermit auch nicht mehr. Großartige Bilder, intelligent und spannend gesetzte Panels, tolle Kampfszenen. Ja, doch, den muss ich mir merken.

Allein, die Story hat mich nicht ganz hinter dem Ofen hervorgelockt. Ein muskulöser fell- und sonst wenig tragender Schwertberserker aus einer sehr frühen Zeit (man denke an den jungen Schwarzenegger in Conan, der Barbar) wird durch ein böses Steinkreiswurmloch in die Jetztzeit katapultiert und gehört da halt einfach nicht hin. Leider bezieht die Geschichte ihren ganzen Witz aus diesem Umstand. Er sagt “Met”, wenn er Alkohol meint, er brüllt “du blutest mich”, wenn er ausdrücken will, dass ihn wer im Kampf gerade ziemlich schwer verletzt. Das trägt nur mit allergrößter Müh und Not.

Die – noch einmal – wirklich tollen Bilder retten die bis dato magere Story durch den ersten Band. Am Ende sind der Held und sein neuer “Buddy” (ein schwarzer Penner) bereit, zu neuen Wurmlochufern aufzubrechen. Dann wollen wir mal hoffen, dass das nur die Einführung war und im zweiten Teil die Inhalte den Zeichnungen angemessen sind.

Aus dem Vokabelheft

Es scheint, dass man im Ukrainischen Komposita anders zusammensetzt als hierzulande. Diesen Verdacht hege ich, seit die Kollegin vom Büro gegenüber heute erfreut feststellte: “Oh, du magst auch Futterstudenten.”

C-Schnipsel – Wieder mal eine Sprachschöpfedition

Ob er denn, wird der GRÖMAZ befragt, mit den Ergebnissen des Ipfels einverstanden sei. Und obwohl der größte Maggus aller Zeiten gleich staatstragend lossalbadert während die Radiosprecherin schnell schamvoll die Korrektur “Impfgigpel” einwirft, bekomme ich davon wenig mit.

Mein Hirn hat zu tun. Es denkt sich Reime aus, Gipfel-Wipfel-Kipfel-Zipfel, auch Kombinationen mit anderen Vokalen wie Apfel-Zapfel*. Opfel und Upfel geben gar nichts her, erst beim E wie Äpfel werde ich wieder fündig. Ja, nur lautgleich und ein Plural, aber wer wird kleinlich sein?

Was? Er, höre ich, weiß es besser, macht es besser, ist sowieso der Beste. Also nichts Neues. Außer Ipfel. Das nehme ich. Und werde es behalten.

*Doch, das gilt. Ist was Regionales. Irgendwo. Bestimmt.

“Pink Moon”

…heißt das Phänomen, das letzte Nacht, wohl in der irrigen Annahme, wir hätten eine Verabredung, alles dafür getan hat, dass ich zwischen wirren Träumen nicht gut schlafen konnte.

Grammatik-Polizei

Sehr geehrter Herr Kaufmann, wahrscheinlich waren Sie krank, als die Anredepronomen durchgenommen wurden. Glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass es lohnt, sich damit zu beschäftigen. Wenn Sie das tun, erwarte ich eine Prämie.