Herzlichen Glüchwunsch!

Wie ich der Wochenendeausgabe der SZ entnehme, begehen wir heute den Ehrentag der Verachteten unter den Pflanzen.

Inzwischen ist schon so lange Pandemie, das mir selbst das einen blogpost wert ist.

Risiken und Nebenwirkungen, Nr. 4

Heute zum ersten Mal seit Wochen mit jemandem telefoniert, die auf meine Feststellung “In der Pandemie haben alle meine Socken* Löcher bekommen” nicht mit einem zustimmend-überraschten “Ja, meine auch” reagierte. Es scheint, dass die Pandemie in ihrem Landkreis nicht ganz so arg wütet.

* Wäre der Plural “Söcker” nicht viel schöner?
Und so passend: “Söckerlöcher”.

Neulich, auf der Rückfahrt

Ort: Raststätte. Ein Weiher, hinter den Elektrozapfsäulen.
Zeit: Nach dem Sonnenuntergang, Zwielicht.

Riesige schwarze Starenschwärme brechen in Sturzformation auf die Erlen und anderes feuchtigkeitsaffines Baum- und Strauchwerk um den Weiher herein. Tausendfacher Vogelrabatz. Dann stirbt das letzte Licht. Auf einmal: Totenstille. Alle Vöglein träumen kollektiv vom Frühling.

Wir fahren dann mal weiter.

Eine Woche voller…

… Neutermintage.

Das Konzert, das vom letzten April auf diesen verschoben worden war, soll nun im Februar 2022 stattfinden. Die Hoffnung stirbt möglicherweise zuletzt, aber sie wirkt schon arg moribund…

Zeitenwechsel

Wo der kleine Prinz noch mit einem gezeichneten Schaf zufrieden war, lautet die Forderung der Gen Z mindestens: “Hey, Boomer. Back mir’n Einhorn.”

Risiken und Nebenwirkungen, die zweite

Vorhin mit großer Freude entdeckt, dass die Eistütenfahne aufgezogen und damit, *juhu*, der Straßenverkauf bei der Eisdiele unten wiedereröffnet ist. Auf dem Weg kontempliert, aus welchen Komponenten ich meine erste Portion Eis im Jahr 2021 wohl komponieren werde, obwohl ich weiß, dass es immer (immer!) auf Schokolade und Vanille herausläuft.

Festgestellt, dass das Corona-Angebot starke Schwächen aufweist: Schokolade, Vanille, Erdbeer und Schlumpf sind längst aus. Übervoll sind nur die Container mit Caffè, Joghurt und Malaga, was meines Erachtens durchaus Rückschlüsse auf die Beliebtheit dieser Sorten zuläßt. In meiner idealen Welt könnte man auch stattdessen drei Mal Schoko sowie drei Mal Vanille vorhalten und die anderen bisher erwähnten Sorten ersatzlos streichen.

Jetzt sitze ich da mit den Restbeständen aus dem Haselnußcontainer und bin sauer auf Corona. Aber hey, erstes Eis ist erstes Eis. Frühling, ja du bist’s!

Vorfreude…

… sagt der Volksmund, sei die schönste Freude. Der sagt allerdings auch, dass man aufhören soll, wenn es am schönsten ist und spätestens da ahnt man, dass der Volksmund keine Ahnung hat. Also bleibt festzustellen … worauf wollte ich gleich noch einmal hinaus?

Ah, richtig. Vorfreude. Seit der Ankündigung, dass Quadro Nuevo ihre neue CD “Mare” in der Unterfahrt vorstellen, habe ich mich drauf gefreut. Auf Schnitzelkönig-Niveau. Habs auch allen erzählt und in den Kalender eingetragen und vorsorglich noch mal Erinnerungs-SMSes verschickt. Und weitergefreut.

Dann aber war diese Woche alles anders und wir nicht, wie sonst immer, von DibisDo, sondern ausnahmsweise von MobisMi im Hunsrück. Weil aber die Frau flockblog ein Gewohnheitstier ist, hat sie am mittleren Hunsrückabend, der ja sonst der Mittwoch ist, erwartungsfroh das Laptop eingeschaltet und saß dann vor dem Countdown, der das Konzert für in 24 Stunden und 10 Minuten verhieß. Mahann!

Merke: Vorfreude ist nur dann was Schönes, wenn das erwartete Ereignis auch wie geplant eintritt. ImStauStehen und immer-noch-farfarfar-away-from-home-Sein ist als Ersatz nicht akzeptabel.

Daheim

Nach vielen Stunden Fahrt mit überraschend vielen Staus dafür, dass die Deutschen ihre Mobilität auf das allernötigste begrenzen sollen, fühle ich mich sehr willkommen, als beim Stop an der Ampel an der Kreuzung im Wald nach der Ausfahrt, kaum gedämpft durch das leise Surren des Chef’schen E-Panzers, das süße Lied einer Nachtigall durch die Nacht klingt.

Noch zwei Mal aufstehen, und dann rufe ich meine ganz persönlichen Ruhetage aus. Ich habe nämlich Osterferien. Ganz egal, wie oft die Kanzlerin noch um Verzeihung bittet.