- Wolf Haas: “Die Minute ist wichtig, aber die Sekunde geht oft nach hinten los.”
- Frühtrinkerin (die Poolbar macht um 10 auf, und wehe, wenn nicht) zum rückenfüllenden martialischen Tattoo (Löwewolfadler) eines jungen Mannes: “Dat kenn isch. Dat is dem seine Familie in Game of Drones.”
- Wenn morgens das Kavalerietrompetensignal erklingt, muss man keine Angst haben. “Das”, erklärt der Fachmann vom Liegestuhl nebenan seiner Gattin, “das sind nur die Animierdamen.”
- Es mag an mir liegen, aber mich irritiert es, wenn hinten auf der sehr knappen Badehose “HEAD” steht. Noch dazu in Großbuchstaben.
- Weil das Frühstück ja schon wieder zwei Stunden her ist, und Mittagessen noch mindestens eine Stunde dauert, wirbelt der Pfannkuchenbäcker an sieben Pfannen gleichzeitig an der Zubereitung von Zwischenmahlzeiten. Die schwäbische Hausfrau mit erkennbarem Neid im Ton: “Bei denen ist das Öl nicht ausgegangen.”
Immer noch Ägypten III
Was d’Leit nicht alles erzählen, wenn der Tag lang ist…
- Der Greis aus heiterem Himmel zur friedlich neben ihm her Bahnen ziehenden, ihm vermutlich bereits langjährig angetrauten Greisin: “Kannst du nicht e i n m a l richtig schwimmen?”
- Der per Tattoo als “Rolf” ausgewiesene Religionsgelehrte: “Denen hat ihr Gott bloß verboten, im Ramadan tagsüber zu essen, kochen dürfen sie aber.” (Zum Glück. Rolfs Glück, wohlgemerkt.)
- Eine Poolsteherin zur anderen: “Spätestens ab 3 bin ich frustriert.”
- Die Tourismusbeauftragte: “Bei uns (in einem der hier “Blocks” genannten Gebäude) ist das Haus leer. Jetzt kann der Russe kommen.”
- Die Ornithologin zu dem verblüfften Herrn, dem gerade einer der hiesigen Rabenvögel sein Rührei von Teller geklaut hat: “Die sind genau wie die Möwen bei uns zu Hause. Nur in Tarnfarben.” (Und zu einer anderen Vogelart gehörend. Aber wer wird kleinlich sein? Außer mir…)
Ich bin zunehmend der felsenfesten Ùberzeugung, dass dem Planeten lässig die Hälfte der aktuell hier ansässigen Bevölkerung langen täte.
Aus dem Ägyptischen II
Die Mittouristen liefern mehr als die “Ein-Zitat-pro-Tag-Quote”. Das habt ihr nun davon:
- “Der mit dem Imbiss hat alle beschissen!”
- Der Flugverkehr hat zugenommen. Warum analysiert für uns Petra, diplomierte Impoolsteherin: “Bei uns ist so kalt, darum landen die hier.”
- Mann hampelt sichtlich verängstigt im an der tiefsten Stelle 0,95 m tiefen Nichtschwimmerbereich herum. Seine Lebensabschnittsgefährtin zeigt sich verständnisvoll: “Du warst nicht aufm Schwimmkurs, ne? Sonst hättense dich dat gelernt.”
- “Patsch! Patsch! Patsch!” Mutter in mehrstündiger Dauerschleife zum neu-aquaphilen Windelkind.
In eigener Sache: ich fordere ein globales Panflötenverbot. Jetzt!
Aus dem Ägyptischen I
Ich gehe davon aus, dass in diesen Ferien nichts passiert, also um ganz genau zu sein: null, niente, nada, nitschewo. Das Programm umfasst Sonne (satt), Sandstrand (yes!), Hitze (aber Hallo), von anderen Menschen zubereitete Mahlzeiten sowie lesen, lesen, lesen
Haben wir heute nach dem anstrengenden gestrigen Anreisetag auch schon sehr schön hinbekommen. Doch, man glaubt es kaum, wie leicht wir uns an 30 Grad und ausgesprochen luftige Kleidung gewöhnen konnten.
Damit mir die geneigte Leserschaft dennoch gewogen bleibe, werde ich euch jeden Tag mit einem en passant aufgeschnappten (und selbstverständlich aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat) beglücken.
Zum Auftakt ein Doppelpack:
- Gestern, mitgelesen in der BILD – Zeitung eines Mitreisenden: “Oje, du Reh, das tut weh!”
- Heute, mitgehört am “Silent Pool” (von wegen): “Keine russische Frau sagt je “Nein” zu einer Schönheits-OP.”
C-Schnipsel – Die “Nix gelernt”-Ausgabe
Also, wenn wir eines in den letzten beiden Jahren gelernt haben sollten, ist es doch, dass Lüften hilft. Sogar gegen Schweißgeruch, so wie früher…

… wenn Haderns Blüten blühen II
Die Forsythie im Nachbargarten brüllt auch schon wieder ihr unverschämtes Gelb in die Gegend. Der habe ich im ersten Lockdown vor zwei Jahren bei jedem Gang um den Block dabei zugesehen, wie sich die Natur um gar nix schert, während der Mensch pandemiepanikt.
Ich habe sie gehaßt.
Und direkt sympathisch ist sie mir bis heute nicht.
… wenn Haderns Blüten blühen I
Der Kirschbaum im Kirchgarten gegenüber steht in voller rosafarbener Blüte. Und was macht der Wetterbericht? Sagt Schnee an. So wie letztes https://flockblog.de/?p=44693, vorletztes https://flockblog.de/?p=40882 und vorvorletztes Jahr auch https://flockblog.de/?p=38354.
Direkt lernfähig scheint der Baum nicht zu sein. Wahrscheinlich hatten die in der Baumschule seinerzeit auch Homeschooling.
Vorhin an der Tankstelle
Eine handgeschriebene Tafel zählt die Auswahl auf.
- Superwäsche
- Superpluswäsche
- Extra gründlich “mit Hand”
- Schoenwaschgang
Mit letzterem hätten sie mich beinahe gekriegt. Aber erst mal verlasse ich mich auf den Regen, der kommen soll, wenn ich fortfliege…
And the Oscar goes to…
Backpfeife. Maulschelle. Ohrfeige. Schlag ins Gesicht. Klatschgeschichte. Schlagfertigkeit.
Sehr wahrscheinlich hätte nicht einmal eine Selenskyj-Rede für eine derart kontroverse Diskussion gesorgt (und ganz bestimmt nicht dafür, dass die Thesauri so heißliefen) wie die Watschn, die Will Smith dem Moderator Chris Rock aufgelegt hat, vorgeblich zur Verteidigung der Ehre seiner Gattin.
Man fragt sich, was Jada Pinkett Smith davon hält. Fühlt sie sich bzw. ihre Ehre wiederhergestellt? Verteidigt? Gerührt? Beschämt? Genervt?
Jacke wie Hose
Ich weiß schon, es ist ein Vorurteil, dass es Männer geben soll, die nur mit ihrem Schwanz denken. Aber hey, diese Leute verkaufen damit ihre Buxen…
