Humpta! Humpta! Humpta!

Wer blasmusikt denn hier, verdammt noch mal, in aller Herrgottsfrüh… ah, okay. Das ist die Kirche von Gegenüber und ihre Prozessionslärmhanseln.

“Von mir aus”, denke ich, während ich mich zu wildem Glockengebimmel rumdrehe und mir die Decke über die Ohren ziehe, “wegen denen habe ich schließlich heute frei. Dann sollen sie halt Krach ma…”. Und bin über dem Gedanken auch schon wieder eingeschlafen.

Triple-Hach!

Es gibt einfach nichts Schöneres als lange warme helle Sommernächte, mit Supermond als Sahnehäubchen. Ganz wurscht, ob in der Stadt, auf dem Land oder an einem großen Wasser. Hauptsache lang, warm und hell!

Richie Rich (Haderner Edition)

“B’halt’s”, spricht der ca. zwölfjährige Rotzlöffel und läßt dem Eismann die fünf Zehnerl Wechselgeld wieder auf den Teller fallen. “Woaßt, in meiner Spardosen, da raschelts, wenn man sie schüttelt.”

Geht intensiv schleckend nach links ab. Drei Kugeln Schlumpfeis. So cool muß man erst mal sein…

Neu auf Netflix: Ricky Gervais – SuperNature

Ricky Gervais ist Spezialist für sehr böse Comedy und dieses Special ausgesprochen sehenswert. Wie man in Bayern sagt: “A Hund issa scho und scheißen tut er si nix. Gar nix.”

Für Nicht-Bayern: das ist ein Kompliment und drückt höchste Hochachtung aus.

Den Finger am Puls der Nation

… hat natürlich niemand so sehr wie die BILD-Redaktion und geifert über ein Thema, das sie offensichtlich arg umtreibt. Wie kann ein Autobauer nur auf die hanebüchene Idee kommen, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zukünftig nicht mehr als “Audianer”, sondern mit „Audianer_innen“ ansprechen zu wollen?

Dass sich der “Verein Deutsche Sprache” nicht entblödet, ins gleiche Horn zu tuten, finde ich dann doch eher verwunderlich. Hört dem Klatte sonst einfach keiner zu?

Selten so verstanden gefühlt

Es sei, schreibt mir ein “Teambuilding-Spezialist” heute, dieser, sein hier beworbener Workshop, ganz besonders dazu angetan, bei den Kolleginnen und Kollegen das Wirrgefühl zu entwickeln und zu stärken.

Guter Mann, dafür brauchen wir Ihnen nicht den neuen Infinity Pool der Ferien-Finca zu finanzieren. Das können wir in meiner Firma ganz alleine.

Bildnis machen

Ganz ehrlich? Ich kann mich nicht mehr sehen!

Warum? Seit dieser geschissenen Pandemie, also seit nunmehr über zwei Jahren, sehe ich mir täglich beim Älterwerden zu. Sehe, wie meine Haare grauer und grauer werden, sehe, wenn mein Schopf eigentlich am Vorabend einer Wäsche bedurft hätten, wie Strähnen aus der Spange vorblitzen, wie ich mal wieder verpasst habe, die Brille zu putzen, sehe, wenn meine Haut glänzt oder sich schuppt. Und weil mein Home in München ist und meine Kollegen im Hunsrück wird das mit den Videokonferenzen so schnell nicht aufhören.

Ich bin aus einer Generation, die es nicht so mit Selfies hat und darum hätten hätten mir die paar Blicke in den Spiegel, die im Laufe eines Tages so stattfinden, wahrlich gereicht.

Aus dem Vokabelheft

Man müsse, sagt die Hunsrücker Kollegin, unbedingt darauf achten, dass die Küchenhandtücher täglich gewechselt werden. Ah, sage ich, und will wissen, seit wann wir denn in der Küche Handtücher hätten? Schon immer, werde ich beschieden, schließlich müsse man das Geschirr doch trocken bekommen.

Und nein, der Begriff Geschirrtuch für dergleichen Textilien sei dortzulande unbekannt. Küchenhandtücher hingegen kenne jeder.

Dies zur Hilfe und zum Geleit, falls es mal wen in die Gegend verschlägt.