Wenn man schon an einem wunderschönen lauen Sommerabend statt in den Biergarten ins Kino gehen will, dann ist der Mathäser eine gute Wahl. Erstens zeigen sie wenigstens einmal an jedem Abend die Originalfassung und zweitens haben sie einen ausgesprochen schönen Innenhof mit ordentlicher Gastronomie und ganz reizendem Personal, das alles dafür tut, dass wir mit vollen Nudelbäuchen und unter Auslassung der Werbung rechtzeitig zu den Trailern auf unseren sehr bequemen Sesseln mit viel Beinfreiheit zu sitzen kommen. Zur Nachfilmbesprechung mit Cocktail empfiehlt sich der Umzug in das andere Außenareal auf der Bayerstraße, da kann man in den Gesprächspausen auch noch Leut’ gucken. Und zwar wie. Die Welt zu Gast im Bahnhofsviertel.
Hat sich echt rausgemacht, der Mathäser und es bei mir lässig auf die Gute-Kinos-Liste geschafft.
Was? Ach so, ja, der Film. Hab noch nicht ganz verstanden, warum einer meiner hochgeschätzten Referenz-Nerds diesen besser findet als den zweiten. Ich beliebe ihn die “Schätzing-Episode” zu nennen und möchte, wie schon zuvor, anmerken (s. https://flockblog.de/?p=19150), dass Karl Urban ein guter Schauspieler ist und mehr kann, als mit weit aufgerissenen Augen in ein fassungsloses “Damned, [hier jeden beliebigen Kollegennamen einsetzen, zB Jim! oder Spock!” auszubrechen.
Randbemerkung: Rita Falk kenne ich ja nun erst seit einer Woche (s. https://flockblog.de/?p=31279), aber dafür ist sie jetzt in meinem Leben omnipräsent: das ganze Kino war gepflastert mit Werbung für “Schweinskopf al dente”.