Ich weiß ja nicht, wie Abschied früher klang, aber ganz sicher, welches Geräusch heutzutage untrennbar damit verbunden ist: das Zuziehen eines Reißverschlusses. Durchs Otterbäckener Häuschen zippt es, dann nochmal rundgehen und Vergessenes einsammeln, wieder zippen, dann einladen, von Håkan verabschieden, dabei schon irgendwie sagen wollen “bis nächstes Jahr” oder gar sein Angebot zum Kauf des Häuschens annehmen und dann auf den Huvudväg.
In vielen Ansiedlungen wehen Wimpel und Fahnen von Zinnen (oder Laternenmasten), das ist aber nicht wegen uns, sondern weil man offensichtlich im schwedischen Sommer gerne Riddarspelen veranstaltet. Ich erwäge im Vorbeifahren spontan die Mitgliedschaft im Sofiel- undgolfclub, es schmälert meine Begeisterung kaum, dass wir ein paar Kilometer weiter an Sofielund vorbeifahren und sich mein neuer Universalclub als Verleser entpuppt. Das geht hier allen so, auch dem Navi, dass uns über Obstsalat (Uppsala) nach Eilanda (Arlanda) dirigiert und dann ist das Auto abgegeben und wir drängen uns durch laute und – nach so viel frischem Mückenwind – geruchsintensive Ansammlungen hektischer Menschen zu unserem Gate und dann fliegen wir heim und sind wieder da.
Das ist schon schön, wenn Heimweh ein Fremdwort bleibt und man gerne noch länger geblieben wäre.