Better call someone else

In letzter Zeit schreiben mir öfter Menschen, die in die Übersetzung ihrer Misstäter-e-mails kein Geld, sondern nur ein paar Mauseklicks bei Google Translate investieren.

Und sowas kommt dann dabei raus:

  • Geehrter Nutzer,
    Nachdem wir endgültigem Untersuchungen durchgeführt haben, tratten wesentliche Defekte in unserer Android-Sicherheitssystem. Die Android-Blitz-Anlage funktioniert in dieses Gerät momentan im abgesicherten Modus und lässt sich von Misstätern auf Entfernung kontrollieren, sowie lässt drinnen Software von fremden Hersteller installieren.
  • Wir haben von unserem England Lager Bücher von guter Zustand auf über 1 Million zufriedene Kunden weltweit versandt. Wir sind bemüht, Ihnen mit einem zuverlässigen und effizienten Service zu allen Zeiten begangen.

Wer je Vokabeln gelernt hat, erinnert sich: Präpositionen sind besonders schwierig und Fälle die reinste Hölle. Dafür, Google Translate, kriegst du ein “Ausreichend”. Und die Absender dieser e-mails eine Freifahrt in den Spam-Folder.

“Aquarium sagt Oktopus-Sex am Valentinstag ab”

Man stelle sich das nur mal vor: Da hat der Kraken wochenlang auf diesen besonderen Tag hingefiebert. Rosen gekauft, seine ganzen Ersparnisse für ein paar Tonnen Lebensmittelfarbe verbraten, um das Wasser im Liebestank pink zu färben und darüber hinaus die ganze Bude mit herzförmigen Müschelchen dekoriert und dann das. Das Aquarium kommt nicht. Einfach so. Ohne Angabe von Gründen. Armer Kerl. So tief haben Tentakel noch nie gehangen.

Keine Ahnung, was wirklich in dem Spon-Artikel stand. Ist mir auch wurscht. Ich denk mir – widde widde – lieber sowas aus.

Eing’weiht is

Vielen Dank an die ausgewählte Testgruppe, die gestern mit mir den Nachweis geführt hat, dass meine neue Wohnung festtauglich ist. Schee wars.

Die Nachfeiernden haben jetzt den Vorteil, dass ich inzwischen herausgefunden habe, wie ich in meiner im Vergleich zu San Bruno doch recht winzigen Küche auch Mahlzeiten für mehrere Menschen zubereiten kann (it’s all about logistics, Beweglichkeit und Beistelltischerl). Ich freu mich auf die nächsten Feste. (Vom Essen ist dank des unermüdlichen Einsatzes meiner Gäste nicht viel übrig geblieben, aber reichlich Booze gibts noch. Essen kann ich nachkochen, versprochen.)

Und so eine Spülmaschine ist ja Gold wert…

Wrong Target

Um einen User jederzeit im Internet mit der für ihn passgenau zugeschnittenen Werbung zu belästigen, betreibt die Werbeindustrie sogenanntes “Targeting” (Target = das Ziel). Manchmal gehts böse daneben. Zum Beispiel, wenn mir wer schreibt:

“Lesen Sie jetzt in Köln unverbindlich und kostenlos Ihre Tageszeitung”

Sorry, Werber, aber eine Fahrt ins Rheinland ist mir jetzt echt zu viel Aufwand für meine morgendliche Lektüre.

Traumberuf?

Heute hat mir ein Herr geschrieben, der ist von Beruf “Chief Facilitator”. Ich habe lange überlegt, wie seine Stellenbezeichnung ins Deutsche zu übersetzen sei und glaube “Oberster Kümmerer” träfe es wohl am besten.

Lieblingsüberschrift

Mit bestem Dank an die Redaktion der Süddeutschen Zeitung.

Mann will sich nicht von Döner trennen – Polizei trägt ihn aus Bus

Wen? Den Mann? Den Döner? Wohin? Warum? Sind die Eltern mit der Beziehung nicht einverstanden? Hat sich ein/e Ex beschwert? Wären die beiden besser Bahn gefahren?

btw: Ich habe den Artikel nicht gelesen, ich stelle viel lieber dumme Fragen.

Im Fernsehen – Tatort Wien “Sternschnuppe”

Der Wiener Tatort, lamentierte das Feuilleton, “vermünstert”. Das hätte ich gar nicht so schlimm gefunden, Slapstick und Wortwitz passen auch zu der Bibi und dem Moritz und zu Wien sowieso. Bedauerlicherweise habe ich beim Fernsehspiel um den Mord am Talentshow-Bohlenverschnitt nichts davon bemerkt. Das war einfach nur seicht und sehr vorhersehbar.

Das wiederum finde ich schlimm.

Das Wasser reichen

Ich hätte ja gerne auch noch mehr Gläser bei Suckfüll gekauft, allein, bei deren Öffnungszeiten und einem Arbeitsplatz draußen am Land kamen wir nicht zusammen und so habe ich doch beim Online-Händler bestellt. Wassergläser, wohlgemerkt. Sehr sehr schlichte Wassergläser. Und dann kommt so eine e-mail:

Guten Tag,
Was für ein großartiger, wundervoller Tag! Besonders deswegen, weil der professionelle und zuverlässige Spediteur unseres Vertrauens soeben Ihre überaus geschmackvolle Bestellung auf die atemberaubende und aufregende Reise zu Ihnen mitgenommen hat. Die einzigartige Paketverfolgungsnummer müssen Sie nicht unbedingt auswendig lernen, aber als das A und O für aufgeregte Spürnasen ermöglicht sie es Ihnen, Ihre Sendung jederzeit und überall ausfindig zu machen. Der Versand erfolgt übrigens über unsere unermüdlichen und überaus fähigen Partner DHL und GLS, die Ihre Bestellung liebevoll bemuttern und mit Adleraugen auf sie aufpassen werden, bis sie sicher und glücklich in Ihre Hände gelangt ist. In den allermeisten Fällen bringen sie unsere kleinen und großen Schätze in Nullkommanichts zu Ihnen – aber in diesen verständlicherweise kurzlebig-ungeduldigen Zeiten können Sie sich über den nachstehenden Link immer über den aktuellen Status Ihrer Bestellung informieren. Soviel zu den knallharten Fakten. Sollten Sie weitere Fragen zu Ihrer Bestellung haben: Zögern Sie bitte keinesfalls, uns flink anzurufen oder behände eine E-Mail zu schreiben. Unser sensationell freundliches Serviceteam ist gerne für Sie da und hilft bei leichten oder kniffligen Fragen gleichermaßen kompetent. Vielen Dank für Ihre Bestellung und liebe Grüße.

Meine Fresse! Das nächste Mal wieder Suckfüll. Da sind die Mitarbeiter nicht sensationell freundlich und vor allem nicht solchermaßen furchterregend nett.

Lang scho nimmer do gwen, ha?

Wie ich neulich was bei mir ums Haus rum suche, denke ich mir, “der Streetview weiß es sicher”.

Tut er nicht. Der war ja offensichtlich schon ein paar Jahre lang nicht mehr in der Gegend.

googlemops