Notstand (Münchener Version)

Die langen Schlangen an den beiden (von sechs) besetzten Kassen lassen darauf schließen, dass der Kassenkraftdisponent anscheinend auch heute wieder vollkommen von dem Umstand überrascht worden ist, dass es Leute gibt, die in seinem Lebensmittelmarkt, noch dazu an einem Samstag, ihre Wochenendeinkäufe machen wollen. Hrrrggggn! Ich habe doch, seit ich im Besitz eines Autos bin, eh meine Einkaufsroutine geändert und besorge alles am Freitagabend, so dass ich am Samstagmorgen nur noch rasch zum Bäcker und zum Zeitschriftenhändler muß. Bloß, gestern Abend war die Mjölk schon aus und nur deshalb stehe ich in dieser Scheißschlange hinter all den Menschen mit ihren sehr vollen Einkaufswägen. Plötzlich schallt es von hinten “Lassen Sie mich durch, ich bin…

Wiesnbedienung”. Sofort bahnt sich vor der prallen Dirndldame eine Gasse und ihr kalter Fertigkaffee, das Semmerl und die beiden Dosen Red Bull sind eingescant, bezahlt und sie mit wehenden Röcken schon wieder weg, bevor man nur einmal “Oktoberfest” hätte sagen können.

Freies Assoziieren

Was mir zum Begriff “flach” einfällt? Hmmm. Flachzange, Flachmann, die Veitshöchheimer Heißtheke (aka “Metzgerei Flach”; doch, die gibt es, da hab ich mal “Werscht” gegessen), die Bibel des ersten Dotcomhype* und der Flachwichser sollten auch nicht fehlen.

Was mir zum Begriff “flach” niemals nie nicht eingefallen wäre?

Das da.

the-world-is-flat

Ist aber schön und ich bin dem Leben mal wieder sehr dankbar für seine Autorenqualitäten und der deutschen Sprache für ein Wort wie “Leckageortung”. Werde aber trotzdem nicht teilnehmen.

 

* “The World is Flat”, ein gar nicht so gutes Buch. Mehr hier: https://en.wikipedia.org/wiki/The_World_Is_Flat

Falscher Ort

bargeld-lachtDabei gehört Cash seit ehedem in die Matratze (und nicht an einen Ort mit zweifelhafter Reputation).

Nebenbei: Vielleicht sollte Spon sich wenigstens einen Korrektor leisten?

Neu auf Netflix: Stranger Things

Die Lobeshymnen der Zeitungskritiker hatte ich schon gelesen und mir die Serie vorgemerkt, aber dann hat sie mir ein sehr vertrauenswürdiger Gewährsmann dieser Tage noch einmal explizit empfohlen und ich mich an den beiden Wochenendnächten durch die acht Episoden der ersten Staffel binge-gewatched. Wie schön! “Stranger Things” ist eine Verbeugung vor dem 80er Jahre Kleinstadt-Horror eines Stephen King und spielt mit den Motiven der ungefähr aus der selben Zeit stammenden Zukunftsvisionen eines Stephen Spielberg inklusive mutiger Fahrradkinder in furchtbaren Klamotten. Außerdem böse böse Geheimdienstexperimente mit bewußtseinserweiternden Drogen, böse böse Männer in Schwarz, ein Mägdelein mit übernatürlichen Fähigkeiten im Krankenhaushemdchen auf der Flucht sowie eine überragende Winona Ryder.

Anschauen! Anschauen! Anschauen!

Sounds like…

Klavierkonzert am Freitagabend.

Christoph Spangenberg spielt Nirvana. Klang schon in der Vorankündigung interessant und hat sich als ganz großer Ohrenschmauß erwiesen. Jeder/jedem ans Herz gelegt, die/der mal Lust auf etwas eher ungewöhnliches hat. Tourkalender und Hörproben von anderen Projekten hier: http://www.christoph-spangenberg.net/

Aus dem Vokabelheft, Kapitel Wortschöpfung

Bohrunternehmer sind dröge Gesellen, die nichts im Hirn haben als ihr schweres Gerät und Pin-up-Kalender?

Yup. Bis vor kurzem hätte ich mich diesem Urteil vollinhaltlich angeschlossen, nicht zuletzt auf Basis einiger leidvoller Erfahrungen mit Repräsentanten des Gewerbes. Aber jetzt ist mir bei einer Recherche die Kickapoo* Drilling Company LLC über den Weg gelaufen.

* Peekaboo ist das universale Spiel, das vor allem mit Kleinkindern gespielt wird: der Erwachsene bedeckt das Gesicht mit den Händen und wenn er sie wieder öffnet, ruft er: Kuckuck! oder Peekaboo I see you. Kickapoo bedeutet wörtlich “Scheiße kicken”.

Da schau her: die können selbstironisches Wortspiel und I stand corrected. Mehr davon.

Mein “Betwäsche”-Dilemma

Ich habs nicht so mit vollen Fußgängerzonen und Kaufhäusern und bin ein großer Fan von Online-Shopping, nicht zuletzt, weil die Anprobierkabine ungefähr das Ausmaß meines Wohnzimmers hat und mein Spiegel nicht im Schmeichellicht lügt. Wie ich also neulich beim Überziehen der Betten meiner zwei Übernachtungsgäste feststelle, dass ich die viele Jahre bewährte Gästebettwäsche der San Brunoaner Heilsarmee gespendet haben muss, denke ich “ist ja kein Problem, bestell ich halt einen Satz neue – für meinen Besuch ist das beste und neueste sowieso gerade gut genug”.

Und nun habe ich den Salat. Was soll ich bloß nehmen? “Bieper-” oder “Seerzucker”-Bettzeug? Und was ist für den Komfort meiner Gäste wichtiger? “Kratzfest”?, “Bügerlfrei”? oder “Schlaffwohl”? Und brauchen sie womöglich “Kitzenbezüge”?

Gibts nicht auch mal was zum Anfassen bei Aldi?

Noch’n Produkt

Ziehen Sie am Verschluss, nicht zu transparente, und große Band oben hilft zu halten in der Bauch.

Wie meinen, Babelfish?