Meine Ruh’ ist hin

Wahrscheinlich ist es nur damit zu erklären, dass die NLA* wie eine Sekte organisiert ist, und jeder Jünger zum Wachstum des eigenen Heils neue Rekruten bringen muß. Die blasen da unten jetzt schon zu zweit. Wenn es, wie zu vermuten steht, ihre Mission sein sollte, den unten am Spielplatz neu errichteten Blattpferch mit den drei Meter hohen Zaunwänden zu füllen (Fassungsvermögen: vier bis sechs Schafe), dann gehen wir hier lauten Zeiten entgegen. Sehr lauten.

 

* NLA: für die, die sichs nicht eh schon selbst zusammengereimt haben: National Laubbläser Association (hier: Ortsverband Hadern).

Rabimmel, Rabammel

Laut singend marschieren ein paar Hände voller Zwergerl mit selbst gebastelten Laternen durch den Innenhof, dann werden die Leuchtelichter im Sandkasten in einen Kreis gesteckt und sich selbst überlassen. Ist das nicht gefährlich? I wo. In den Zeiten von Helikoptereltern gilt die Devise LED-Lamperl statt Teelicht, da kann der Kinderpunsch in Strömen fließen.

Aber a bissele fad ist das schon im Vergleich zu früher, wo immer wenigstens eine Laterne im Umzug in Flammen aufgegangen ist.

Go with the Flow

Die Münchner Stadtwerke und ich führen, was man in Expertenkreisen eine Schnapszahlenbeziehung nennt. Meine monatliche Abschlagszahlung liegt bei 33 Euro und der Jahresrechnungsnachzahlungsbetrag dazu passend bei 11,33.

Ich kann mir das nur damit erklären, dass die einen ganz komplizierten Algorithmus haben, der sicherstellt, dass der Flow nicht gestört wird…

Hut ab, Jack Ma!

Das muß man erst einmal können: erst den 11.11. wegen der vielen Einsen zu einer Art Valentinstag für Alleinstehende hochjazzen (“kauf ein teueres Geschenk für den Menschen, der dir am nächsten ist: dich selbst”) und dann an diesem Tag mit Alibaba im Onlinehandel ein paar Phantastillionen Kohle scheffeln.

Kein Wunder, dass die Rossmänner dieser Welt auch ein paar Brösel vom großen Kuchen abhaben wollen:

Rossmann

(Gestern Nacht in einer Münchner U-Bahnstation entdeckt.)

Prinzregententheater, Konzert: Nik Bärtschs Ronin*

Das war meine erste Begegnung mit Zen-Funk, einer Musikrichtung, die Bärtsch selbst Ritual Groove Music nennt und sie war atemberaubend, außergewöhnlich, medidativ und stimulierend zugleich. Eine ganz neue Erfahrung!

Eigentlich hätte es ein Doppelkonzert mit dem Vijay Iver Sextett sein sollen, aber deren Flieger ist von Danzig nicht weggekommen. Ich weiß aber gar nicht, ob ich das schlimm finde (so wie die, die ihre Karten deswegen zurückgegeben haben) – ich bin hingerissen und begeistert!

* Ronin: Nik Bärtsch (piano), Kaspar Rast (drums), Björn Meyer (bass) and Sha (bass/contrabass clarinet.

Ach, Spon

War heute früh wieder nur der Praktikant da und was hat der Kerl gestern Abend geraucht? Oder ist heute Weltbuchstabenwürfeltag? Dann will ich nichts gesagt haben.

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