Also, wenn wir eines in den letzten beiden Jahren gelernt haben sollten, ist es doch, dass Lüften hilft. Sogar gegen Schweißgeruch, so wie früher…

Also, wenn wir eines in den letzten beiden Jahren gelernt haben sollten, ist es doch, dass Lüften hilft. Sogar gegen Schweißgeruch, so wie früher…

Die Forsythie im Nachbargarten brüllt auch schon wieder ihr unverschämtes Gelb in die Gegend. Der habe ich im ersten Lockdown vor zwei Jahren bei jedem Gang um den Block dabei zugesehen, wie sich die Natur um gar nix schert, während der Mensch pandemiepanikt.
Ich habe sie gehaßt.
Und direkt sympathisch ist sie mir bis heute nicht.
Der Kirschbaum im Kirchgarten gegenüber steht in voller rosafarbener Blüte. Und was macht der Wetterbericht? Sagt Schnee an. So wie letztes https://flockblog.de/?p=44693, vorletztes https://flockblog.de/?p=40882 und vorvorletztes Jahr auch https://flockblog.de/?p=38354.
Direkt lernfähig scheint der Baum nicht zu sein. Wahrscheinlich hatten die in der Baumschule seinerzeit auch Homeschooling.
Eine handgeschriebene Tafel zählt die Auswahl auf.
Mit letzterem hätten sie mich beinahe gekriegt. Aber erst mal verlasse ich mich auf den Regen, der kommen soll, wenn ich fortfliege…
Backpfeife. Maulschelle. Ohrfeige. Schlag ins Gesicht. Klatschgeschichte. Schlagfertigkeit.
Sehr wahrscheinlich hätte nicht einmal eine Selenskyj-Rede für eine derart kontroverse Diskussion gesorgt (und ganz bestimmt nicht dafür, dass die Thesauri so heißliefen) wie die Watschn, die Will Smith dem Moderator Chris Rock aufgelegt hat, vorgeblich zur Verteidigung der Ehre seiner Gattin.
Man fragt sich, was Jada Pinkett Smith davon hält. Fühlt sie sich bzw. ihre Ehre wiederhergestellt? Verteidigt? Gerührt? Beschämt? Genervt?
Ich weiß schon, es ist ein Vorurteil, dass es Männer geben soll, die nur mit ihrem Schwanz denken. Aber hey, diese Leute verkaufen damit ihre Buxen…

Wenn ich morgen aufstehe, gehe ich zur Arbeit.
Wenn ich übermorgen aufstehe, gehe ich zur Arbeit.
Wenn ich überübermorgen aufstehe, gehe ich zur Arbeit.
Wenn ich überüberübermorgen aufstehe, fliege ich in die Ferien.
Das Licht ist falsch, die Zeit verkehrt und selbst der frühe Vogel vergreift sich in der Tonart.
Weil aber Sonntag ist, und zum Sonntag länger schlafen gehört, drehe ich mich nochmal herum und werde vom wirrsten Traum seit langem gequält. Endlich, endlich nämlich sind wir in diesem Nachtmahr mit den langen (Friedens)-Verhandlungen durch, die inhaltlichen Diskussionen waren mühsam, die semantischen noch mehr, um jede Formulierung wurde gefeilscht. Aber er steht. Die Stifte sind gezückt und dann verkündet irgendein homophobes Arschloch, dass er nicht ratifizieren wird, wenn seine Unterschrift neben der eines Schwulen stehen soll.
Solchermaßen durch den Wolf gedreht, kann man doch nicht ernsthaft in einen Tag starten sollen, an dem die einzige Aufgabe ist, den Ferienkoffer zu packen und an alles zu denken, was unbedingt mitmuß. Das inkludiert die bekanntermaßen anstrengende finale Lektüreauswahl.
Ja, und daran ist auch die Zeitumstellung schuld! Nur die!
Vorhin in einer IMDB-Kritik über eine neue Serie gelesen: “It’s [die Serie] definitely OTT but also entertaining and sumptuous.”
“OTT” steht ausgeschrieben für “over the top”, also “übertrieben”, “ein bißchen arg reichlich” oder “viel zu viel” und ist ein wunderschön klangähnlich mit dem Begriff “odd”, der wiederum “seltsam”, “eigenartig” oder “a weng komisch” bedeutet.
Manchmal muss man sie einfach beneiden, die Angelsachsen mit ihrer Abkürzeritits. Sogar Wortspiele machen sie damit.
Was für eine angenehme Alt-Bundeskanzlerin diese Frau Merkel ist. Aus dem Amt, aus der Öffentlichkeit. Und ganz offensichtlich ohne das Bedürfnis, zu jedem Ereignis altbundeskanzlerlichen Quark abzusondern.
Weiterhin einen schönen Ruhestand, gnä Frau!