Herr von Ribbeck (urbane Version)

So recht vertraut ist er mir nicht, der Unterschied zwischen aller Herrgottsfrüh und unchristlicher Zeit am Morgen, aber es muss wohl so um diesen Dreh gewesen sein, als ich heute früh der U-Bahn entstieg, um den Termin vor dem ersten Termin bei meinem Dentisten wahrzunehmen, um endlich endlich die Fäden meiner letzten Zahn-OP gezogen bekommen.

Und was seh ich? Ein Herr in sehr signalfarbener Arbeitskleidung fegt die golden feuchte Blätterbeute dieser Nacht von Rolltreppen und Ein-, Auf- und Abgängen. Wohlgemerkt: fegt, mit einem dickborstigen breiten Besen, nicht bläst und lärmt. Wäre er mir nicht schon deswegen sympathisch gewesen, dann aber spätestens, als er bei all der Kehrerei noch Zeit findet, ein kleines Kind heranzuwinken und diesem aus einer seiner prall gefüllten Taschen ein paar braun glänzende Kastanien in die Hand zu drücken.

Kind glücklich, Mann glücklich und die Passanten, die’s mitbekommen haben, mit einem Lächeln in den Tag gestartet. So gehts doch auch.

Lieblingsbeschäftigung

Sohoho, noch gute zwei Wochen bis zur Abreise in die Ferien. Das ist die Zeit, wo ich anfange, Häufchen zu machen. All die Dinge, die ich nicht vergessen und die Bücher, die ich lesen will. Macht das vielleicht Spaß!

Fehlzündungen

Eines der schönsten Zitate aus dem zweitägigen Führungskräfteworkshop diese Woche war die Frage der Moderatorin: “Und? Was bringt dich zur Palme?”

Ach, BILD

Ich habe zugegebenermaßen keine Ahnung, um was genau es geht, außer irgendwas mit Fußball, aber die Schlagzeile ist schon schön…

Abreise

Star 1: “Wann geht’s heuer los?”

Star 2: “Am 4. Oktober, um zwölf. Sammeln ist auf dem Strommasten, wie immer.”

Dem darunter geparkten Fahrrad gings abends ganz schön beschissen.
Die Herren und Damen Vögel hatten sich vor der Abreise mit blauen Beeren gestärkt.

Bravo, Weltgeist!

Manchmal treibst du ja ziemlichen Unfug. Aber der Name dieses FDP-Vogels ist dir wahrhaftig gelungen. Chapeau!

Und jetzt alle: einmal auf der Zunge zergehen lassen. Max Mordhorst.

Respekt. Tripl-Chapeau!

Wie ich gerade dabei bin, Max Mordhorst (jaha, es macht Spaß, diesen Namen auszuschreiben) zu recherchieren, stoße ich darauf

und denke so bei mir: Zeitzeugenschaft hin oder her – frau muß wirklich nicht überall dabei gewesen sein.

Aus dem Vokabelheft

Wenn man’s nicht wüßte, hätte man es spätestens bei diesem Artikel gemerkt, dass der Spiegel in Hamburg sitzt – wer, außer einem Nordlicht, würde einen Begriff wie “begöschen” wählen, wenn er ausdrücken will, dass der Kanzler den Orbán beschwichtigen, beruhigen, besänftigen, umschmeicheln, also betüdeln möchte?