Und nun zum Wetter…

Die Wettervorhersage fürs Wochenende sprach von kühl, bewölkt, regnerisch. Entsprechend hatte ich mir vorgenommen, mich eher ungeliebten und daher lang aufgeschobenen Indoor-Aufgaben zu widmen.

Der Ablagestapel ist gleich hoch wie vorher, der Bügelkorb voll und die Staubschicht unberührt. Hab stattdessen ein Sonnenbrändle. Und ganz große Nachsicht mit den hiesigen Meteorologen.

San Bruno Garbage Company

heißt jetzt “Recology San Bruno”.

Seitdem ist zwar die Website durchgehend down, weil “under maintenance”, aber dem Papierflyer ist zu entnehmen, dass nunmehr neben Glas, Papier und Aluminium auch Plastikflaschen in die Recycling-Tonne dürfen. Bisher habe ich die immer separat gesammelt und nach San Carlos mitgenommen – die konnten Plastik-Recycling nämlich schon vorher.

What a night…

so Nancy Pelosi (http://www.cnn.com/2009/POLITICS/11/08/health.care/index.html) zu der spannenden Abstimmungsnacht im US-Abgeordnetenhaus zur Gesundheitsreform. Das Gesetz wurde mit einer knappen 5-Stimmenmehrheit angenommen und muss jetzt noch durch den Senat. Die Kommentatoren von FOX News geifern gegen den dreuenden Sozialismus, der hier ganz klar gegen den Willen des amerikanischen Volkes von einigen liberalen Spinnern in Washington hintenrum aufgezwungen werde.

Man darf gespannt sein, wie das weitergeht.

If I had a hammer…

Sonntagnachmittag, ich will nur schnell nach San Carlos, bei Toni das Auto holen und steige in den 3:35 CalTrain nach Süden (Ankunft: 4:01, Preis: $4.25). Kurz nach der Abfahrt vom Bahnhof Hillsdale stoppt der Zug, keine 10 Minuten später die Durchsage: “We are having trouble with the engine. For some reason it’s not moving.” Aha. Und? Weitere 10 Minuten später: “We’re lucky, there’s an engine somewhere around…” und in 10 oder 20 Minuten könnte die hier sein und würde den Zug dann nach San Jose schleppen. Wer wolle, könne aber hier “de-trainen”, man solle hierzu den Anweisungen des autorisierten Zugpersonals folgen.

Und ob ich wollte. Toni hatte schon angeboten, mich abzuholen, ich musste nur noch irgendwie aus dem Zug kommen. Das Fachpersonal stand an der letzten Tür und die Anweisung lautete “Watch your step” – was man vernünfterweise wohl ohnehin tut, wenn man aus einem halben Meter Höhe ins grobsteinige Gleisbett abspringt.

Der Zug hatte sich übrigens noch keinen Milimeter bewegt als wir knapp 25 Minuten später daran vorbeifuhren und eine Reservelokomotive war nirgends zu sehen. Das Ansinnen, dass man wie in Europa ab einer gewissen Verspätungsdauer sein Geld zurückbekommt, ist hierzulande pure Ketzerei.

Eigener Herd

Heute früh, einen Block von mir weg: ein Haus umstellt von Cops mit Lalü- und Blinke-Streifenwagen, allerlei Hab und Gut auf Gehweg und Straße verteilt, einiges weniges auf der Ladefläche eines Pick-up gestapelt. Mitten in diesem Chaos eine verstörte Familie in Schlafanzug und Morgenmantel und gaffende Nachbarn.

So sehen dann wohl Hausräumungen wegen Hypothekenschulden aus.

Neu im Kino: The Boat That Rocked

Das ist ein richtiger Gute-Laune-Film und ganz traumhaft besetzt: Philip Seymor Hoffman, Kenneth Brannagh, Emma Thompson (mein Lieblingskinopaar endlich mal wieder zusammen in einem Film), der wunderschöne Tom Wisdom, Jack Davenport als mieser intriganter Ministerialbeamter und ein paar vielversprechende Newcomer.

Worum es geht? Piratensender. Radio vom Schiff aus, in den Sechzigern, mit lauter Ohrwürmern, bunten schrägen Klamotten und losen Sitten. Sehr hübsch. (“Tagline: 1 Boat. 8 DJs. No Morals.”) Ist hier auch gleich den Zensoren aufgefallen “Rated R for language, and some sexual content including brief nudity.” (Jugendliche unter 17 müssen ihre Eltern mit ins Kino nehmen. Und damit die wissen, was sie erwartet, haben sie den “parental guide” gelesen: http://www.imdb.com/title/tt1131729/parentalguide). Kenneth Brannagh gibt einen unglaublich überzeichneten Kämpfer für Moral und Sauberkeit – man merkt, wieviel Spaß ihm dieser Wiederling macht und Emma Thompson hat nur einen kurzen aber sehr schönen prägnanten Auftritt. Gleich zu Anfang unterhält sich die Radio-Crew mit Scharaden – zum schief und schebbelig Lachen. Eine verrate ich:

Thick Kevin: It’s type of bird, but it’s wearing a hat. Not so much a hat. Something that’s at the top of a coat and attached to the coat and covers the head, but is not a hat.
‘Young’ Carl: A hood?
Thick Kevin: Yes, and now the first name, type of bird. It’s a something hood.
‘Young’ Carl: Robin Hood! Why didn’t you just say he lived in Sherwood Forest and has a bow and an arrow?
Thick Kevin: Yeah? What? Who are you talking about?
‘Young’ Carl: Robin Hood.
Thick Kevin: I didn’t know that.

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Dr. Sabine rät zum Kinobesuch gegen die Winterdepression.

Is there anybody out there?

Vorhin im Radio: Der Moderator leitet nach einer ca. viertelstündigen dramatischen Berichterstattung über die Knieverletzung eines Quarterbacks inkl. Live-Interviews mit dessen Leibarzt und Masseur über zum Co-Moderator: “And now, that’s Tim with world news. Not that it really matters…”

UberGOOD

Zur Zeit ist es angesagt, hip und cool (oder so) für positive Verstärkung die Vorsilbe “uber” zu verwenden: http://uber.urbanup.com/1642806

Die meisten sind sehr überrascht, dass uber aus dem Deutschen kommt und eigentlich so lustige Punkte auf dem U hat.