San Jose Sharks vs. Anaheim Ducks

Haie gegen Enten? Im wirklichen Leben hätte man da einen klaren Gewinnfavoriten, anders ist das beim Eishockey.

So sind sie halt, “unsere” Sharks. Immer das Maul weit aufreißen und “fin to win” (fin = Flosse). Man wird sehen, wie das am Donnerstag ausgeht. Ganz sicher sind sie schon jetzt ein Fall für die Wortspielpolizei…

Leider aus im Fernsehen: “True Detective”

Mit meiner Begeisterung über Matthew McConaughey bin ich nicht gerade ein Einzelfall, die Presse hier hat in den letzten Wochen “The Year of McConaughey”, vereinzelt sogar “The Era of McConaissance” ausgerufen. Für “True Detective”, wo er die eine Hälfte eines sehr ungleichen Ermittler-Duos spielt (die andere ist der großartige Woody Harrelson) habe ich meine Regel “Eine-Staffel-auf-einen-Sitz” gebrochen und jeden Sonntagabend voller Hochspannung herbeigefiebert und bin nicht ein einziges Mal enttäuscht worden. Stimmt das? Nicht ganz. Ein winziges Wermutströpfchen haben sie mir doch reingerührt. Dabei sahs zunächst so gut aus für ein sehr blutiges Ende für die beiden Detectives.

[Achtung: Spoiler!]

 

Und dann das: Ambulanz kommt gerade noch so ganz knapp vor rechtzeitig im allerhintersten Bayou an, Notarzt, Hektik, Krankenhaus, Koma, Familienzusammenführung und auf einmal beide zwar geschunden, aber halbwegs wieder heil. Entweder trauen die Macher ihrem eigenen Konzept nicht und Matt und Woody machen doch noch zusammen weiter oder sie haben ganz viel Geld aus den Werbetöpfen für Obamacare gekriegt. Nach dem Motto: wenn unser Gesundheitssystem jemanden sogar nach so schweren Verletzungen wieder auf die Beine kriegt, dann könnte Joe Sixpack doch eigentlich auch erwägen, ein paar Dollar für seine Krankenversicherung locker zu machen. Oder noch schlimmer, sie trauen ihren Zuschauern nicht zu, daß sie einen bzw. zwei Heldentode (Heldentods, Heldentödte?) wegstecken können. Dabei sollte das seit Game of Thrones wirklich kein Problem mehr sein, da sterben gerade Hauptdarsteller wie die Fliegen.

Egal was der Grund war, die letzte Folge hätte nach meinem Dafürhalten ein paar Minuten eher und mit zwei Ermittlerleichen enden müssen.

Sie wurden assimiliert

Noch vor drei Jahren fand ich es geradezu impertinent, als mich eine Kollegin anging, warum ich denn am St. Patrick’s Day nicht Grün trage. Heiß’ ich vielleicht Brigitte? Oder womöglich O’Flock? Eben. Und überhaupt, ich trinke noch nicht mal Guiness.* Und heute bin ich eine in den “Twelve Shades of Green” bei uns im Büro. Und es hat dazu nicht einmal Borg gebraucht. Bloß Amerika. Obwohl…

* Wobei das seit der heutigen St. Patrick’s Day Parade in New York ein schlechtes Beispiel ist, weil Guiness die wegen Grün-geht-nicht-mit-Regenbogenfahnen nicht mehr sponsort.

Milch und Kekse

milk shot1. Seit Doris Day weiß man, daß das amerikanische Kind nachmittags ein Glas Milch und ein Cookie (nicht unter 10cm Durchmesser) bekommt.

2. Wer geglaubt hat, nach Cronut, Bruffin und Cragel könne kein Hybridgebäck mehr kommen, der kennt den Bäcker Dominique Ansel aus (natürlich) New York nicht. Bei dem gibt es seit neuestem Milk Shots: Milch aus dem Plätzchenbecher.

Ich nehme an, es empfiehlt sich, sie auch wie Shots zu trinken. Nämlich zügig.

Pazifik für Anfänger

Was macht man, wenn eine frühere Kollegin aus heiterem Himmel anruft und vermeldet, sie sei in San Francisco und habe den ganzen Samstagnachmittag Zeit, was Schönes zu unternehmen? Ganz genau, man lädt nach dem Dicke-Damen-Schwimmen Toni zu und unternimmt etwas Schönes. Erst mal nach Pacifica, auf den Steg, zum Kaffeetrinken und Anglerazubis dabei zusehen, wie sie beim Angelauswerfen Möwen von Laternenmasten holen und es gar nicht fassen können. “Did I really hit the bird? I am sooo sorry.” Daß der Profikollege dann noch minutenlang Schnur und Lampenpfosten trennt, bekommt er vor lauter Sorge um den armen Vogel gar nicht so recht mit. Wir fahren weiter.

Nächste Station: Fitzgerald Marine Reserve. Kompliment, die haben alles richtig gemacht! Es ist Ebbe und die Tidepools voll. Auf den Felsen lümmeln malerisch Seelöwen. Dann kommt der Wind, vor dem wir schon die ganze Zeit geunkt haben (“nimm ein Hoodie mit, das hier ist Nordkalifornien”) und dann zieht auch noch ganz dramatisch der Nebel auf – wie aus dem Bilderbuch. Wir sind sehr stolz auf Moss Beach. Und fahren weiter.

Falsch. Wer jetzt Barabara’s Fishtrap und Wassertiere essen vermutet hat, war da noch nie mit Toni. Toni läßt Barbara rechts liegen und fährt dafür mit uns durch den inzwischen wieder sonnigen Spätnachmittag bei Halfmoon Bay in die Berge und zum Abendessen zu einem netten Chinesen, dessen Speisekarte er traut. Dann ist es auch schon sehr dunkel und wir müssen uns zurück nach San Bruno sputen, damit die Ex-Kollegin nicht vor lauter Begeisterung ihren Rückflug verpaßt.

Ich habe diesen Ausflug jetzt schon zich Mal gemacht. Mit jedem Besuch oder mal als Wochenendnachmittagszeitvertreib mit Toni und/oder Christoph oder alleine und es wird nicht langweilig. Wenn dieser majestätische Ozean mit seinen Wellen schlägt und diese wunderschöne Küste sich in allen Wetterlagen vor die Augen schmeißt – davon kann man gar nie genug bekommen!

Hach, Kalifornien!

OystersDa bescherst du mir schon den wärmsten Winter seit 1956 und nun als Spätfolge eine Austernschwemme. Die gibts grade im Supermarkt für ein Fuffzgerl das Stück und jetzt muß ich sie nur noch aufkriegen. Hallo, Internet, hier Sabine: Wie öffnet man Austern? Kein Problem, Youtube hat viele Videos. Und in allen Videos haben die Austernknacker Austernmesser. Ich nicht.

Zehn Minuten und ein paar Schweißausbrüche später:

Fünf Austern auf, schlürf, fünf Austern leer. Messer tot. Nur der dicke Oschi, ganz vorne im Bild, leistet noch Widerstand. Warte nur, bis ich morgen meinen Leatherman finde…

Für die Inner and Outer Nerds

In Nerd-Country wird heute ein hoher Feiertag begangen. Man trifft sich zum Puzzeln, Wortspiel*-Kuchen essen (das Stück zu $3.14) und reißt wahnsinnig witzige Mathematikerscherze.

pi-puzzle

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pi-berational

 

* Get it? Pi und Pie. Werden genau gleich ausgesprochen. Urkomisch, gell?

Ukraine. Ist auch wichtig.

Ich bin arg müde und meine Hirn schon schwachsinnig. Dann kann es einem schon mal passieren, daß eine Frage wie diese aus den geistigen Untiefen hochblubbert: Wie ist das eigentlich, wenn bei uns im Radio bei der Berichterstattung über die Krim (hier “Krimea”*) der “Villain Joe Stalin from Georgia” erwähnt wird? Übersetzen die dann bei Bayern Fünf eigentlich auch und machen aus Herrn Dschughaschwili den “Stalin  Sepp, Haderlump aus St. Georg”?

Bonusfrage: Wie nennen sie ihn in Frankreich?

* Wenn ich das ausgesprochen höre, also “Kreimia”, dann assoziiere ich immer Nivea-Creme, von einem Faulenzer abgekürzt.

Heiliger Bimbam!

Am Montag ist St. Patrick’s Day. Statt traurig zu sein, daß ihr Lieblingsfeiertag auf einen Wochentag fällt, feiert die pfiffige irische Gemeinde in San Francisco einfach ein Wochenende lang vor: “Get ready for a big three-day St. Patrick’s Day weekend outdoor party with exclusive Irish food truck specials, green beer, Guinness, free green beads, green beer, live music all day, and green beer.” Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß möglicherweise Alkohol gereicht wird. Auf das nämliche Wochenende fällt Purim, eine Art “Jewish Halloween”, mit Verkleiden und Süßigkeiten satt. Außerdem viel Essen und Trinken.

Wenn er sich’s aussuchen könnte, sagt der Kollege beim Mittagessen, dann wäre er in den nächsten drei Tagen gerne irischer Jude oder jüdischer Ire. Egal, Hauptsache eine Leber aus Stahl.