Holy Moly!

Ein Adventskalender ist ein Adventskalender ist ein Adventskalender. Außer er kommt aus Amerika. Dann ist er ein “Christmas Countdown Calendar”.

Toni hatte noch jedes Jahr einen Adventskalender. Außer in diesem Jahr. In diesem Jahr hat er das kurze Zeitfenster verpaßt, in dem Trader Joe welche verkauft. Aber weil ich am Montag an einem Geschäft vorbeigekommen bin, das genau noch zwei “Christmas Countdown Calendar” zu verkaufen hatte, hat Toni dieses Jahr doch einen. Und weil ich so fürchterlich nett bin, habe ich den Avengers-Kalender (links) für ihn ausgesucht. Und nicht Barbie’s Vorweihnachtscountdownhaus (rechts in rosa) gewählt. Obwohl es mich sehr in den Fingern gejuckt hat.

Toni besitzt nach meiner Kenntnis nämlich noch keine Schleiferl, Federl, Banderl, Perlerl und sonstigen Kruscht zur Langbartverzierung. Und so langsam wirds Zeit.

Avengers Christmas Countdown1 Barbie Adventskalender

Laugengebäck

ist hinfort kein Grund mehr, nach München zu reisen. Meisterbäcker Toni hat mir was Wunderbares zum Geburtstag geschenkt.

Toni laugt

DANKE!

Falls es anderen gehen sollte wie mir, das vorne im Bild sind Spatzen, keine Fische! Echte Ulmer Laugenspatzen, von einem Sachsen zusammengerührt, geknetet, handgeformt, gelaugt, gebacken und verschenkt.

Toni laugt - vorher

Überraschung!

Ich hatte gestern wg. Migräne einen “Sick Day” genommen und war heute zum ersten Mal seit meinem Geburtstag wieder im Büro.

Ich hätte es mir denken können, Abwesenheit ist für mein Team gar kein Grund, nicht zu feiern. Einer lenkte mich ab, die anderen stellten sich derweil in der Küche auf, haben mir gesungen und dann gabs vier verschiedene Kuchen, weil die ganz besonders netten auch noch für mich gebacken hatten.

Ich hab schon sehr liebe Kollegen. Außerdem einen Sugar-Flash!

Aus dem Vokabelheft

Schon lange nicht mehr ordentlich geschimpft? Nicht verzagen, da hab’ ich was: “This type of rot could kill an entire day of my time ripping it.”

Sinngemäß: “Das ist derartiger Dreck! Wenn mir meine Zeit nicht zu schade wäre, bräuchte ich schon mindestens einen Tag, um mit dem Verreißen gerade mal anzufangen.”

Da warens nur noch drei

Alle Jahre wieder stellt sich der Bewohner eines Häuschens einen Block von meinem entfernt zur Adventszeit eine Krippenszene in den Vorgarten, Jesusmariaundjoseph, Hirte, Engel, Schaf und Esel*, hübsch von innen beleuchtet.  Irgendwann ist dem Schäfchen ein Bein abgebrochen und so kam es, daß es nach Weihnachten nicht mehr mit den anderen in die Schachtel kam, sondern auf den Müll. Im Jahr danach ist Baby Tschisaß durchgebrannt und letztes Jahr hatte es der Engel satt, in die leere Krippe zu starren und hat es dem Kinde gleichgetan. Nun ducken sich Mutti, Stiefvater und Hirte in einer Art Gänsemasch am Zaun zum Nachbargrundstück im Schatten. Sie sind schwer gebeugt (schaut ihr mal lebenslänglich nach unten!) und sehen aus wie auf dem Weg zum Schafott.

Joseph flackert schon, ob der’s noch bis Weihnachten macht?

PS: Der Esel gilt als vermißt. Sachdienliche Hinweise die zur Aufklärung eines möglichen Verbrechens (Salami?) beitragen können, nimmt Eduard Z. entgegen.

*Nein, kein Ochs, die haben hier in Rotfleischland nur eine begrenzte Lebenserwartung.

Gastbeitrag

 Oh du fröhliche, oh du seelige, schädelwähäh-bringende glühweinzeit!!! 🙂

Glühwein

So habe ich das gerne, instant-blogbar eingereicht, komplett mit Text und Bild. Eiien schllischen Dnk an Herrn M. aus K.

Jury Duty

Wenn man einen amerikanischen Führerschein* besitzt, wird man wenigstens einmal im Jahr zur Geschworenenpflicht gerufen. Nur wer glaubhaft nachweist, daß er kein geistig zurechnungsfähiger, nicht gebrechlicher, erwachsener amerikanischer Staatsbürger ohne Vorstrafen und mit gutem Leumund ist, wird von der Jury Duty befreit. Die Beweislast liegt übrigens beim angeschriebenen Individuum, darum laden sie mich ja auch alle Jahre wieder vor. Ich könnte ja die Bedingungen inzwischen erfüllen…

Nun hat es einmal wieder einen amerikanischen Kollegen getroffen. Ich war nicht wenig fasziniert davon, daß er sofort und ungefragt mit Ratschlägen überhäuft wurde, wie er sich denn am besten vor der Berufung drücken könne. Von “du kannst meinen selbstgebastelten Alu-Helm ausleihen” bis zu “sag einfach, daß du Vorurteile gegen alles und jeden hast”** war so ziemlich alles dabei. Im “Land of the Free” hält man das Ansinnen, seiner staatsbürgerlichen Pflicht nachzukommen und als Geschworener zu dienen, für Zeit- und Geldverschwendung. Da könnte “Big Government” ja gleich auch noch verlangen, daß man bei Wahlen mitmacht.

This Land is so not My Land.

 

* Wo bleibt eigentlich mein neuer? Es sieht so aus, als müßte ich demnächst beim DMV nachtelefonieren. Dammit! (s. https://flockblog.de/?p=24453)

** “I have preconceived notions about most everything and everyone.”

Aus der Reihe: “25 Pfund Persimmons”

präsentieren wir heute voller Stolz den

“Fuyu Bundt Cake”*

(“An outstanding cake published some years ago in Sunset magazine”)

Fuji

* Ein Bundt Cake ist ein schlichter Napfkuchen oder Gugelhupf und verdankt seinen Namen dem ursprünglichen Backformhersteller. Wird hierzulande häufig in Bäckereien mit originellen Namen wie “Nothing Bundt Cakes” verkauft.

Eine Hälfte ist schon bei Carmen, Sams Kuchen hängt am Pickup und ich mache jetzt den blog für heute zu und probiere auch ein Stück, bevor der Rest morgen an die Kollegen (“The Vultures”) geht.

Enigma gesucht

Mein Gewährsmann, der vieles von Allem weiß, sagt, daß der weltweit längste zusammenhängende Ameisenstrang von Südamerika bis weit in den kanadischen Norden reicht. Ist es möglich, daß Ameisen wie Zugvögel migrieren und daß das ganze Gschwerl vom nordamerikanischen Kontinent auf dem Weg in die Weihnachtsferien nach Mexiko in meinem Häuschen Station macht?

Ich warne euch: im Alter wird der Geduldsfaden kürzer! Ich habs dick, daß die Truppen unvermindert nachrücken, obwohl ich schon zwei Tuben Ameisentodgel unter sie gebracht habe. Dieses Mal sind sie immer und überall, statt sich wie sonst wenigstens auf nur einen Raum zu beschränken. Ich möchte mich einfach mal wieder irgendwo hinsetzen oder -legen, ohne die Fläche vorher auf schwarzes Gewusel abzusuchen und dann, was da nicht hingehört, einzeln zu zerquetschen. Es ist in Zeiten von Wasserknappheit auch nicht spaßig, mehrmals täglich die Badewanne leerzubrausen. Falls es sich noch nicht herumgesprochen hat, sei es hiermit noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt: das sind meine Bücher, mein Nachtschlaf, meine Mahlzeiten, mein Wasserfilter, mein Handtuch, mein Bett, mein Klopapier etc.  – ihr habt da nix zu suchen. Geht raus und spielt mit was Giftigem!

Mein Gewährsmann sagt auch, daß es nicht auszuschließen sei, daß die mit dem Gehampele auf der Computertastatur kommunizieren wollen. Hmmm. Ein Ouija-Keyboard? Mann, Krabbelbande, wenn ihr wollt, daß ich euch verstehe, dann müßt ihr mir schon den Schlüssel zu eurem Code geben. Drei auf dem H, davon einer abgehend und auf der Leertaste hin- und herrennend, einer auf dem B, dann einer, der nebendran von der Tischkante purzelt und zwei, die im Obstkorb auf einem Persimmonstrunk mit den Fühlern wedeln – ich verstehe euch leider nicht.

Ich will aber trotzdem lösen: Braucht ihr ein Taxi?

Fiesta Mexicana

Ich habe über Weihnachten/Neujahr zwei Wochen frei und möchte gerne verreisen. Ohne ewig langen Flug dahin, wo’s so warm ist, daß man im Meer schwimmen kann. Weil ich mich hier mit dem Urlaub machen in außeramerikanischen Nahzielen nicht so auskenne, habe ich rumgefragt und einige Menschen empfahlen Los Cabos in Mexiko. Das klang für mich so lange gut, bis ich gesehen habe, daß man dort in All Inclusive-Resort-Bettenbunkern macht, mit Spa und Golf und viel lustigem Entertainment für Alleinreisende, denen man Ruhe und Frieden nicht gönnt. Ja. Genau. Das ist für die, die das wärmstens empfohlen haben, ein Traumurlaub. Nicht für mich. Nein. Nicht mein Ding.

Ich möchte irgendwo einfach und nett am Strand wohnen und meine Tage mit Schwimmen, Sonnen, Lesen, Schreiben, Nichtstun und ganz gewiß ohne Zwangsschunkeln* verbringen. Dazu noch ein Städtchen mit Wochenmärkten und moderatem Besichtigungspotential in Gehentfernung (das kann ich nämlich wieder!) und mein Urlaub wäre perfekt.

Das, bestätigt Carmen, bekomme ich in Los Cabos nicht. “Cabo is fully americanized”, sozusagen “Mac’n-Cheese-Mexico”. Aber ich solle sie einfach mal machen lassen: ihr Bruder nämlich verbringe seit Jahren seine Ferien in Puerto Vallarta, in einer kleinen Bungalow-Anlage mit Häuschen direkt am Meer. Alles eher einfach und schlicht, aber man könne von da aus zu Fuß ins Städtchen zum Essen oder zum Markt gehen und anschließend am Strand grillen und/oder auf der Veranda unter dem Strohdach essen. Das ist mein Ding! Jetzt brauche ich nur noch die Adresse.

Carmen sagt, sie kümmert sich. Gracias!

* Die Anspielung ist für Menschen, die Uli Keuler kennen und sein Unterhaltungsprogramm aus den späten Siebzigern mit dem Titel: “Zuwiderhandelnde werden von unseren Saalordnern geschunkelt”.