Bags packed, ready to go

Morgen früh werde ich noch ganz spontan entscheiden, ob der Rechner mitkommen darf (pro: gleich Blog schreiben, Photos runterladen und wenn’s wirklich regnen sollte auch bearbeiten; contra: alles andere) und dann gehts auch schon zum Flughafen.

Soviele Unterhosen und Socken habe ich schon seit ganz vielen Jahren nicht mehr für einen Urlaub eingepackt… Ich habe vorhin nachgesehen: meine längste Reise in Amerika war unser Nordtrip von San Francisco nach Vancouver. Der dauerte 10 Tage und galt in der Start-up-Welt schon als Fast-Sabbatical. Ach, Bundesurlaubsgesetz: ich mag dich.

Ferienmotto

Hab ich gestern gelesen und mich in meiner Therorie bestätigt gefunden, dass die richtigen Bücher zur richtigen Zeit eh von selbst kommen:

„Und dann muss man ja auch noch Zeit haben einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ (Astrid Lindgren)

So mak we dat.

Freitagsabendkonjugation

Ich packe, du packst, er/sie/es packt. (Morgen dann.)

Ich vorfreue, du vorfreust, er/sie/es können sich fast nicht mehr beherrschen…

Nun muss ich nur noch meine Uralt-Rowohlt-Ausgabe von Tucholskys “Schloß Gripsholm” finden und mich erinnern, an welchem sicheren und leicht wieder auffindbaren Ort ich seinerzeit beim Kartons auspacken die Reservebrille deponiert hatte. Und dann ist auch schon bald Sonntag und Abflug.

Stockholm sagt inzwischen etwas wärmere Temperaturen voraus, und wo weather.com noch zwischen “scattered showers” und “scattered thunderstorms” für Anfang der Woche schwankt, bietet wetter.com “lockere Bewölkung” und verheißt “bis zu 10 Sonnenstunden” (pro Tag). Nehmen wir.

Aus meiner Arbeitswelt

Ein Mensch, der mit dem Unternehmen, bei dem ich arbeite, ins Geschäft kommen möchte, schickt heute als Konversationsstarter “voller Stolz” die “Sommerausgabe” seines ab sofort zwei Mal jährlich erscheinenden Fachblattes, mit dem Hinweis, man dürfe sich schon jetzt auf die “Weihnachtsedition” vorfreuen.

Elli Pirelli

Wem da nicht auch sofort der “Ich soll hier ein Rohr verlegen”-Einstieg aus den Siebziger Jahre Billig-Sex-Schmonzettchen einfällt, der hat seinen Pirelli-Kalender nie verdient…

Yes!!*

Laue Sommerabende mit bis in die Puppen ohne Jackerl im Biergarten sitzen – was hat mir das gefehlt und wie sehr genieße ich das!

@Stockholm: wir wollen uns mit der Wettervorhersage ein bißchen mehr Mühe geben: 17° bei bewölktem Himmel – das ist nicht, was der Tourist wünscht. Und die Touristin auch nicht.

* Man stelle sich dazu den angewinkelten Arm mit geballter Faust ruckartig nach unten gezogen vor.

Wie Donnerhall

Bisher ist mein Leben von der EM noch kaum touchiert worden, außer, dass ich, obwohl die Weltmeisterschaft 2014 verpaßt habend, inzwischen nachvollziehen kann, warum Vuvuzelas nicht zu den bevorzugten Musikinstrumenten der Menschheit gehören, denn ein Wohnanstaltsmitinsasse begleitet hier jeden Spielzug jeder Mannschaft mit lautem Tröten in den schallverstärkenden Innenhof.

Ach ja, eins noch: Das Ausscheiden der irischen Mannschaft hat mich um meine fest eingeplanten Zugfreifahrten im August gebracht (s. http://bit.ly/1sZyRAw) – hätte wohl besser auf Island tippen sollen…

Nimmer ganz neu im Kino: Alice Through The Looking Glass

Man nehme dieselben Schauspieler und dieselbe Geschichte (mit kleinen Variationen) wie beim ersten Teil sowie mindestens einem weiteren Darsteller und dann hat man nicht etwa nur sowas wie Hunger Games II, sondern auch schon wieder eine Alice-Geschichte.

Sodann addiere man Seefahrt inklusive Piraten, aufgeregt wuselnde Mignonzirpmaschinchen, reihe reichlich Binsenweisheiten aneinander über die Zeit an sich und die wenigen Rechte der Frau in der bösen alten Zeit, mache Anleihen bei Michael “Transformers” Bay, nutze den zeitgeschichtlichen Kontext, um eine Szene in einem schönen old fashioned Asylum anzusiedeln, in der der Moriarty aus den Cumberbatch-Holmes-Filmen (Andrew Scott) einen schnellen Gastauftritt als der irre Irrenarzt mit der großen Spritze hinlegt, thematisiere stets die “family values”, weil sich das Sequel auch in den USA verkaufen muß, entsinne sich seiner klassischen Bildung und lasse Leonardos Götterfunken überspringen, klaue sich durch die unzähligen Märchenverfilmungen der jüngsten Zeit, baue da, wo es gerade paßt oder wenigstens nicht immens stört, ein paar Versatzstücke aus Game of Thrones ein und vergesse nicht, den CGI Jungs genug Speed (oder was immer man heutzutage nimmt) in die Colas zu rühren. Ferttich.

Sehr sehr unnötig.

Wie die Zeit vergeht

Es ist schon fast ein Jahr her, dass ich meine Zelte in Amerika abgebrochen habe und die ersten, die es gemerkt haben, sind die “mail forwarder” von der USPS:

You are approaching the end of your mail forwarding period. The U.S. Postal Service mail forwarding service is valid for one year from your move date of August 1, 2015. To continue receiving your mail in a timely fashion, you should change your address directly with everyone who sends you mail (Alumni associations, frequent flier programs, charities, friends, family, etc.)

Tja, dann sei es hiermit allen meinen Klassentreffkumpeln, Fluggesellschaften, Wohltätigkeitsorganisation und last, but not least auch den Freunden, der Familie sowie etc. kundgetan: Meine Jurte steht wieder in München.

Frage an die Ethik-Kommission

Ist das jetzt eigentlich rassistisch, wenn frau grinsen muß, wenn ihr auf der Treppe zur Waschküche der eher kurz geratene indischstämmige Nachbar entgegenschnauft, behängt mit Beuteln voller Schmutzwäsche und eine Megamonsterpackung “Weißer Riese” mit beiden Armen vor den Bauch gepreßt?

Auch neu im Kino: Central Intelligence

Wer nicht fünf Mal ins Kino gehen will, um sich je eine Erbauungs-, Buddy/Buddy-, Dummsprüchklopfhaudraufrummsbumms-, CIA- (s. auch: https://flockblog.de/?p=4222) oder American High School Class Reunion-Geschichte anzusehen, der ist mit diesem All-in-One-Film gut bedient. Man kann es aber auch genauso gut sein lassen.

What have we learnt? Der reizende Azubi (“zum Totlachen”) und ich (“WTF?”) haben sehr unterschiedliche Filmgeschmäcker.