“May is Military Appreciation Month”

Wo ich gerade dabei bin…

In den letzten Tagen hat mich so gut wie jeder Dienstleister* aus meiner temporären Gastheimat, ob Payroll-Software, Hausmeister-Service oder Leckerlilieferant für Geeks darüber informiert, dass ich, verdammt nochmal, unsere Jungs und Mädels in Uniform, verdammt nochmal, für ihren Dienst fürs Vaterland, verdammt nochmal, wertschätzen soll. Weil nämlich “Military Appreciation Month”. Widrigenfalls Bin Ladens Erben. Oder schlimmer!

Den Vogel abgeschossen hat heute die uns allen wohlbekannte Outlet-Mall in Gilroy. So schön wie deren Marketingabteilung hat bisher keiner Kommerz und Camo kombiniert:

Military Appreciation

(Es sind natürlich alle gelistet, die dort ein Ladenlokal vorhalten. Von Abercrombie & Fitch bis Zales Outlet.) Darauf einen Patriotismusstern!

MilitaryAppreciationMonth_hero

 

* Immer, wenn ich denke, dass es jetzt mal langt und ich mich vom Verteiler nehmen lassen sollte, schicken sie mir wieder sowas herrlich Absurdes, dass ich ihnen zur Belohnung doch noch ein wenig erhalten bleibe.

Mach, was wirklich zählt

Mach was wirklich zählt

Die Bundeswehr garantiert Sicherheit, Souveränität und außenpolitische Handlungsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus schützt sie die Bürgerinnen und Bürger, unterstützt Verbündete und leistet Amtshilfe bei Naturkatastrophen und schweren Unglücksfällen im Inland. Hierbei unterliegt sie den Entscheidungen des Bundestages, dem deutschen Grundgesetz und dem Völkerrecht.

Der Beruf der Militärmusikerin bzw. des Militärmusikers ist vielseitig wie kaum ein anderer Musikberuf. In ihm vereinen sich unterschiedliche musikalische Tätigkeiten und Ausdrucksformen. Als Musikfeldwebel (m/w/d) spielen Sie in einem der bundesweit dislozierten sinfonischen Blasorchester: dem Musikkorps der Bundeswehr. Dort treten Sie bei Zeremoniellen der Bundeswehr und Konzertveranstaltungen im In- und Ausland auf.

KERNAUFGABEN:

  • Sie interpretieren in Ihrem Musikkorps ein vielfältiges Programm aus traditioneller Marschmusik, originalen Blasorchesterkompositionen, Bearbeitungen klassischer Werke und Highlights aus Rock und Pop.
  • Sie repräsentieren mit Ihrem Musikkorps die Bundeswehr in der Öffentlichkeit.
  • Sie haben die Möglichkeit, an internationalen Auftritten mit zivilen Orchestern oder Musikkorps anderer Nationen teilzuhaben.

WAS FÜR UNS ZÄHLT.

  • Sie haben mindestens das Grundstudium an einer Hochschule für Musik mit dem Vordiplom abgeschlossen.
  • Sie verfügen über sehr gute Fertigkeiten auf einem Orchesterinstrument – vorzugsweise Fagott, Klarinette, Oboe, Tuba oder Waldhorn.
  • Sie besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft.
  • Sie sind bereit, sich bundesweit versetzen zu lassen und an Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilzunehmen.
  • Die Mindestdienstzeit für Ihre Einstellung als Soldatin bzw. Soldat auf Zeit beträgt 3 Jahre und beinhaltet die militärische Grundausbildung.

WAS FÜR SIE ZÄHLT.

  • Sie arbeiten bei einem anerkannten Arbeitgeber in sicheren wirtschaftlichen Verhältnissen.
  • Sie können Ihre Musikalität und Ihr musikalisches Fachwissen sinnvoll einsetzen und in einer Vielzahl zusätzlicher Qualifizierungsmöglichkeiten weiterentwickeln.
  • Sie werden nach Bestehen der musikfachlichen und militärischen Eignungsfeststellung mindestens mit dem Dienstgrad Feldwebel oder Bootsmann eingestellt.
  • Ihr monatliches Einstiegsgehalt beträgt – abhängig von Ihrer Berufserfahrung – ca. 2.000 bis 2.500 Euro netto und steigt regelmäßig mit Ihren Beförderungen.

KONTAKT

Eine Bewerbung ist ganzjährig möglich. Weitere Informationen zum Assessment u.v.m. erhalten Sie beim:

Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr
Elberfelderstraße 200
40724 Hilden

Telefon: 02103 28 2505
E-Mail: AusbMusKorpsBw@bundeswehr.org

Die Bundeswehr unterstützt die berufliche Förderung von Frauen und ist besonders an Bewerbungen von Frauen interessiert.

 

PS: Es handelt sich hierbei um eine Originalstellenanzeige, inkl. der nato-oliven Einfärbungen.

PPS: Übrigens, falls der/die zwangsgeduzte Stellensuchende kein Blasinstrument spielt ist das kein Problem. Die Bundeswehr sucht auch Dirigenten. Der Vorteil? Wer dirigiert, ist Chef. (“Als Dirigentin bzw. Dirigent bei der Bundeswehr vereinen Sie eine künstlerische Tätigkeit mit dem Offizierberuf.”)

PPPS: Vielen Dank für die mir bis dato unbekannten Begriffe “Musikfeldwebel” sowie “Zeremonielle” (wobei letzteres ja eher klingt wie eine häßliche Bakterienart).

Last but not least: Was sagen die zukünftigen Kollegen? Na ja, so ungefähr 3+.

Mitarbeiterbewertung

 

Neu auf Netflix: Love, Death & Robots

Wenn mans denn sieht, dann wundert man sich kurz, warum vorher noch niemand auf die Idee gekommen war, eine Kurzfilmanthologie zu produzieren. Aber jetzt gibt es “Love, Death & Robots” und sollte unbedingt, vorzugsweise in kleinen Häppchen, angesehen werden.

Die Zusammenstellung ist ein wilder Ritt durch verschiedene Genres (Animation, Anime, Zeichentrick, Puppen, Menschen…) und wie immer in Geschichtensammlungen sind nicht alle gut, aber doch überraschend viele. Albernen Menschen seien “When the Yogurt Took Over” und “Three Robots” nach Kurzgeschichten von John Scalzi ans Herz gelegt, Fans von Military Science Fiction werden Freude an “Shape-Shifters” und “Lucky 13” haben, Simpson-Fans das Motiv von “Ice Age” wiedererkennen (“Honey, there’s a civilization in our freezer.”) Ich war sehr begeistert von der sehr außergewöhnlichen Geschichte “Zima Blue”.

Die beste Methode dürfte sein, sich die 10-Minuten-Filmchen einzeln als Betthupferl zu gönnen. Wie die KI sagen würde: Genießen!

Neu auf Amazon Prime: Catastrophe – Season 4

Autoren- und Hauptdastellerpaar Rob Delaney and Sharon Horgan (s. https://flockblog.de/?p=36233) lassen in dieser vierten und letzten Staffel ihre Charaktere sich langsam von den großen Krisen, in die sie sie geritten haben, wieder erholen; natürlich nicht, ohne sie rechts und links des steinigen Weges ständig in viele kleine Alltagskatastrophen und in sehr viel großes Gelächter zu stoßen. Das ist sehenswert, wenn auch melancholischer und ernster als in den Staffeln zuvor.

Das große Thema ist Tod. Die Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit, der alltägliche dumme Tod (Unfall und weg) um einen herum, der Umgang mit alternden Eltern. Carrie Fisher ist ihnen in der dritten Staffel einfach in echt weggestorben und wie sie sich in der Serie nun von ihr verabschieden, ist wunderschön gelöst.

Anschauen! Anschauen! Anschauen!

Kontext ist alles.

Ich helfe gerade in einem europaweiten Online-Community-Projekt dabei mit, eine Künstliche Intelligenz ordentlich Deutsch sprechen zu lehren. Man muß sich das so vorstellen, dass die KI auf Basis ihres aktuellen Wissensstands selbständig aus dem englischen Original ins Deutsche (Französische, Spanische, Polnische…) übersetzt und ein geduldiger Mensch (viele andere und ich) ihr beibringt, wie sie’s besser machen kann. Heute wars wieder sehr lustig.

KI Training

Jetzt weiß sie, dass in diesem einen Kontext “enjoy!” ein Synonym für “Viel Spaß!” ist. Zum Glück nimmt sie klaglos hin, dass ich ihr “Viel Spaß dein Eiscreme!” im nächsten Satz gleich wieder als Fehler angestrichen habe.

Repaso

Früher, also vor ungefähr einem halben Jahr, hatte ich, gründlicher Mensch der ich bin, zur Wiederholung der bereits gelernten Spanisch-Lektionen ein Stündchen am Wochenende reserviert. Mit der Zeit wurde daraus erst der Sonntagvormittag, dann kam der Samstagmorgen auch noch dazu. Inzwischen habe ich soviel Stoff gelernt, dass ich schon ganze Übungswochen brauche. Diese Woche wird wieder so eine, in der ich 18 Lektionen noch einmal gründlich durchgehen werde. Wenn die eine Woche denn reicht.

Jetzt muß ich bloß irgendwann mit irgendwem auch mal Spanisch sprechen…

Schon ewig nimmer im Kino: Apocalypse Now Redux

Danke, Volkstheater. Ohne dich wäre mir am Schlechtwettersonntagnachmittag wahrscheinlich nicht eingefallen, mich mal wieder von Coppolas Meisterwerk einsaugen zu lassen. Schon interessant, wie man diesen Film – trotz aller klassischen Zitate – jedes Mal wieder neu sieht.

The Horror… The Horror.

Neulich in der U-Bahn

Von einem Plakat schaut er mich an, mit großen treuen Augen und aufmerksam aufgestellten Ohren und fragt mich:

Gassi

Herrje. Woher soll ich das wissen? Von mir aus gerne, wenn du auf dem Rückweg noch Brötchen mitbringst? (Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass du ein ordentliches Tier bist und keine Reintrethaufen hinterläß. Wie auch immer du das löst.)

Dann kommt mir eine gesundheitsbewußte Dame sportlich:

fahrradfahren

In der Jaha-mir-san-mi’m-Radl-do-Stadt München? Bestimmt.

Und schon hat der nächste (es ist eine sehr sehr lange Rolltreppe) eine Frage:

Highwaytohell

Ha! Das weiß ich und möchte lösen. Die Antwort ist nämlich gar nicht so einfach. Es gildet folgende Regel: Jeder Mensch hat einmal im Leben Anspruch auf “Highway to Hell” für sich ganz alleine. Dabei stehen diese Ereignisse zur Auswahl: Geburt, KiTa-/ Kindergarten-/ Schuleintritt, Pubertät, Beginn der beruflichen Karriere, Auszug aus dem Elternhaus, Hochzeit/ Patchworkfamilie/ Ähnliches, Disco, Wiedereinziehen ins Kinderzimmer, Eintritt ins Rentenalter oder Einfahren in den Grund. Wenn der Bartmann seine HTH-Karte noch nicht gezogen hat, darf er. Sonst nicht. Isso. Ich hab die Vorschrift nicht erfunden.

Falls sich noch wer fragt: Die Städtischen Friedhöfe München starten einen offenen Dialog. Mehr zu der dankenswerten Initiative Über das Unaussprechliche reden hier: http://bit.ly/2DzCqEU.