Dusel g’habt, Fritz!

Immerhin wird es aufgerundet doch noch eine Fünf-Sterne-Bewertung.

Man fragt sich, was Menschen dazu treibt… Der Louvre liegt mit 4,7 Punkten knapp über Der Glocke, Eiffelturm und Taj Mahal gleich auf, das Weiße Haus hat es in der Gunst der Bewerter nur auf 3,9 geschafft. WTF?

Aus dem Paralleluniversum von Former Guy

Eine Dame namens Trisha Hope (ich hoffe für sie, dass das ein Künstlername ist), hat die Worte des ehemals Großen Orangenen Vorsitzenden in bibelformatige Bände gepackt. Man schaue hier: https://justthetweets.com/

(Nur, falls wer noch ein Geschenk für eine ausgesprochen unsympathische Person suchen sollte. Wirklich nur dann ist ein Kauf zu erwägen.)

Heda, Sommer!

Ich darf noch einmal zusammenfassen: schuh- und strumpf-, ärmel- und sorglos sowie lange heiße Tage und helle laue Nächte.

Was genau an dieser Jobbeschreibung haben wir nicht verstanden? Hmmm?

“Day of Rage”

Es ist wert, sich diese “Visual Investigation” der New York Times zu den Ereignissen in Washington am 6. Januar dieses Jahres in aller Länge anzusehen:

Noch in der 3Sat-Mediathek: Hotel Rock’n Roll

Man stelle sich vor, die Film-AG eines österreichischen Internats habe sich mit der Aufgabestellung “Menschen im Hotel” einen Jux gemacht. Man stelle sich weiterhin vor, die Herren und Damen Internatszöglinge sprächen dauernd und sehr reichlich jeder der dort immer und überall verfügbaren Drogen zu. Dauernd. Reichlich. Allen Arten von Drogen.

Dann kommt so ein albern-anarchischer Film heraus, für den der gute alte Kottan-Patzak sicher gerne die Patenschaft übernommen hätte. Mein Favorit: einer der schönsten blöden Banküberfälle der Filmgeschichte. Außerdem wunderschöne Rollstuhlwitze und Detlev Buck mit einem sehr dummen Auto.

Nix großes, aber wenn der Sommer eh nix kann als Regen, wenigstens ein schön bunter Trost mit viel guter Musik.

https://www.3sat.de/film/spielfilm/hotel-rock-n-roll-100.html

C-Schnipsel – Die Impf-Edition

Früher, als der Bundesgesundheitsjens, ja, der mit den Spahn-Masken, noch nicht für die Vorhersage von Jahreszeiten zuständig war (Sorgenherbst), war Impfen eine denkbar einfach Übung. Ärmel hoch oder Hose runter, blanke Haut und munter reingestochen. Es gab auch, außer man war noch sehr jung und hatte es verdient, keine Belohnung für Tapferkeit vor der Nadel, weil Immunschutz langt.

Heute ist das anders.

Dem gemeinen Impfling steht eine Unzahl an Optionen offen, seine Persönlichkeit zu entfalten. Je nach Typ ignoriert er Impfangebot oder –aufforderung, stapft stattdessen über Leichen, ignoriert die Impfreihenfolge und rempelt sich als Impfdrängler in die Pole Position. Andere fallen in schulische Verhaltensmuster zurück; diese Gruppe teilt sich in Impfschwänzer und Impfstreber. Wieder andere können nicht verstehen, warum ausgerechnet Mitglieder der ach so vulneraben Greisengangs ihre Spritzen nicht wollen, und heißen diese dann impfarrogante Rentner. Schuldige sind leicht gefunden: die Geizregierung, die zwar die Lufthansa am Leben hält, aber nicht genug Impfstoff bestellt und die Deutsche TÜV-Mentalität, der das Pragmatische “Dann-halt-eine-Impfstraße-auf-dem-Parkplatz-vor-dem-Supermarkt” der Amerikaner fehlt und wo irgendwas immer erst geht, wenn der ganze föderalistische Verein zugestimmt hat.

Ein ganz neues und schlimmes Phänomen ist der Impfneid, immer verbunden mit der Frage, warum wer anderer den Schuß mehr verdient hat, als man selbst (hat er nie). Dem homegeschoolten Nachwuchs attestieren Forscher Stagnation mit Tendenz zu Kompetenzeinbußen, ihren Eltern schmerzende Homeoffice-Rücken. In Hubsi Aiwangers Tinder-Profil-Update ist zu lesen, er sei ja nun kein Impfgegner, aber auch kein Impf-Euphoriker, was Maggus, wie alles, was Hubert sagt, Scheiße findet. Aber immerhin, die Bundesnotbremse ist gelockert. Wahrscheinlich, bis die Massenspreader-EM dann mal vorbei ist.

Fehlt noch wer? Aber ja! Der/die Vaxinista. Das sind Menschen, die ihr Trophäen-Impfpflaster am liebsten mit Sekundenkleber fixieren, Drück-mich-Ich-bin-geimpft-T-Shirts tragen, Sprüchetassen (Team Moderna) auf ihren Schreibtisch im Büro knallen und bei Etsy schon die dritte liebevoll handgeklöppelte Schutzhülle für ihren Impfpaß bestellt haben. Impf-Merchandise. Das ich das noch erleben darf.

Und nun zum Ausland:

Landpartie

Dieses Mal ist kein Reifen geplatzt und ich konnte die Fahrt zu den Eltern wie geplant antreten. Fast ein Viertel über malerische Landstraßen, wie immer.

Kann berichten, dass die Silageballenerntezeit begonnen hat.

Meisterlich

Seit wir nicht mehr bei der Europameisterschaft mittun, bekomme ich in meinem Supermarkt die “Aufreißen-und-Abstauben”-Glückslose quasi hinterhergeschmissen. Bisher immer nur Nieten gezogen, die auf Neudeutsch “Hauptgewinnchance” heißen und die Eingabe eines Codes sowie sämtlicher persönlicher Daten auf einer Website verlangen. Kaum sind Jogi und die Boys raus, heute einen Preisnachlass von 10 Euro auf meinen nächsten Einkauf gewonnen.

Ist doch nicht alles schlecht.

Horch, was kommt von draußen rein?

In meinem Briefkasten liegt ein weißer neutraler weißer Umschlag von minderer Massenqualität, darauf in eher ungelenken Druckbuchstaben mit blauem Kuli gedrückt mein Name.

Es läßt wahrscheinlich Rückschlüsse auf meine Lesegewohnheiten zu, dass ich als erstes “Erpressung” denke. Dann aber auch gleich “wowegen bloß?”* Als weitere Option bieten meine Synapsen “Lösegeldforderung” an. Aber ich habe weder Hund, Katze, Kind. Hmmm. Und sollte mein Name dann nicht aus ausgeschnittenen Buchstaben aus verschiedenen Druckerzeugnissen zusammengeklebt worden sein? Oder gilt das nur für das innenliegende Schreiben? Man müßte sich wirklich mal mit den Vorgaben beschäftigen. Aber nicht jetzt. Jetzt schau ich erst mal. Und wie ich schaue.

Da habe ich doch glatt das papierene Äquivalent zu An-der-Tür-klingeln-und-über-Gott-sprechen-wollen gekriegt.

* Ja, auch im inneren Dialog pflegt mein Hirn eine eher obsolete Sprache. Klischee, aber was will man machen.