Meine Nachbarn waren über die Osterferien verreist und haben nach ihrer Rückkehr festgestellt, dass ihr Balkon voller Kacke, Federn und Vögeln vulgo “Taubenplage” ist. Das haben sie auf dem hierfür vorgesehenen Dienstweg der Hausverwaltung gemeldet. Diese hat daraufhin die “Tauben-Abwehr” geschickt (was ich nicht ohne ein Grinsen hören konnte, weil doch die Abwehr der Geheimdienst der Wehrmacht war, wie ich gerade tags zuvor wieder neu gelernt hatte). Die Tauben-Abwehr hat den Balkon forensisch untersucht und festgestellt, dass dort ein Vogelpaar brütet und…
….und meinen Nachbarn das Betreten des Freiluftfortsatzes ihrer Wohnung so lange untersagt, bis die Jungvögel ausgeflogen sein werden.
Dies hat mir eben sehr entrüstet die alte Dame zwei Wohnungen weiter berichtet, die ihren Balkon mit einem grünen Netz von oben bis unten vor weiterer Taubenplage schützt. Und recht kryptisch geschlossen, dass man heutzutage ja in den Städten einfach Bomben auf Menschen wirft, diese Drecksviecher aber… dann hat sie sich unterbrochen, resigniert abgewinkt und ist ihrer Wege gegangen. Dabei hätte ich diesen Gedanken gerne etwas näher ausgeführt bekommen
Weil ich ja nun auch bald zwei Wochen weg bin, teste ich derzeit den Taubenschreck. Er funktioniert. Bei mir. Heute ist er mir nämlich (vor lauter Schreck) gleich mal aus der Hand gefallen, so laut hat das Maschinengewehr gelärmt. Aber ich habe ja noch so viele Geräusche zur Auswahl: zum Beispiel “Hundefell + Schuß”, “Wolfheul”, “Feuerwerk-Löwenbrüllen”, “Didi-Ton” (bin sehr gespannt), “Exxplosion” (die 2 “x” sind von denen) und, mein ganz besonderer Favorit, “Schweineschlachtenton”. Ich habe zwar keine Ahnung, woher eine Taube weiß, wie Schweineschlachten (Horridoh!) klingen, aber wenn es die Biester abschreckt, soll mir das egal sein.
Drückt mir die Daumen.