Gelesen: Marlen Haushofer – “Die Wand”

Vorrede: Wer als Rezensent*in dystopischer Literatur in Fachkreisen was gelten und bei der Leserschaft Eindruck schinden will, der (gendern Ende, ab sofort generisches Maskulinum) sieht zu, dass er irgendwo in seiner Buchbesprechung eine Referenz auf Frau Haushofers Roman “Die Wand” unterbringt.

Mir war der Inhalt in Grundzügen bekannt: eine Frau erwacht eines Tages hinter einer durchsichtigen undurchdringlichen Wand. Auf der anderen Seite scheint es kein Leben mehr zu geben, bei ihr im Bergwald um die Wochenendhütte scheint sie der einzig übriggebliebene Mensch in ansonsten weiterhin normal gedeihender Flora und Fauna zu sein.

Ich wollte es immer mal lesen und nun war es wohl an der Zeit, denn der Bücherschrank hat es mir geschenkt. Noch dazu ein Exemplar wie aus meinem Haushalt: sorgsam gelesen, nix geknittert oder verschmutzt, nur leicht angegilbt, weil Raucherhaushalt.

Was für ein großartiges Buch! Schlicht und klar geschrieben, mitreißend. Extrem berührend.

Lesen! Lesen! Lesen!

Ich hebe meines so lange auf, bis jemand Interesse anmeldet. Dann gebe ich es gerne weiter und freue mich für den nächsten Leser mit, dass er diese Erfahrung machen darf.