Erkenntnis

In den letzten Wochen bin ich von meiner Gewohnheit, angelsächsiche TV-Serien im Original anzusehen, abgewichen und habe auch mal deutsche geguckt.

Im Dialekt (vulgo “Regionalkrimi”), sofern die Schauspieler ihn beherrschen und die Drehbücher was taugen, recht nett. Nichts aber unerträglicher, als wenn diese Hochsprache aufsagen. Meine Fresse! Teilweise klang, was Primetime-Unterhaltung hätte sein sollen, wie eine szenische Lesung. Man muss doch als (generisches Maskulinum) Autor und/oder Regisseur dem Volk aufs Maul schauen und es reden lassen, wie die Leute halt so reden. Noch nicht mal das Bildungsbürgertum verwendet den Imperfekt in der gesprochenen Sprache, umso weniger der Kleinkriminelle oder die Fleischfachsverkaufskraft.

Unglücklich.

Grad vorhin im Lustspielhaus. Zum 30jährigen Jubiläum – “Mord, Moral und Mortadella”, Generalprobe

Eine Generalprobe wie aus dem Theatermacherlehrbuch: ein paar holprige Übergänge, ein paar dem Gedächtnis wieder entschwundene längst gelernte Textzeilen und nicht jede Requisite da, wo sie Schauspielerin oder Schauspieler gern gefunden hätte. Das heißt, man darf gemäß Theatermacherlehrbuch am Mittwoch eine perfekte Premiere erwarten.

Es wird, das kann ich versprechen, sehr sehr lustig und sehr musikalisch – heute war der Bud Spenzer Heart Chor so ziemlich vollzählig angetreten und das gibt schon ordentlich Wumms.

Sie spielen ab Mittwoch, 29. Juli, immer Mi-Sa, bis einschließlich 15. August. Mit wechselnden Stargästen. Wer mitmag, gebe mir Bescheid.