Die kleine Maschine ist unaufmerksam und geschwätzig. Wenn beim Übersetzen nicht bald Fortschritte erzielt werden, ist die Versetzung stark gefährdet.

Die kleine Maschine ist unaufmerksam und geschwätzig. Wenn beim Übersetzen nicht bald Fortschritte erzielt werden, ist die Versetzung stark gefährdet.

die Stammstrecke gesperrt ist.
Dann sind sie auf a mal oberirdisch zu den Spaßtempeln im Osten der Stadt unterwegs und der auf dem Heinweg begriffene Mensch meiner Generation kann sich absolut nicht erklären, woher das Gerücht kommt, dass die Deutschen im Aussterben begriffen seien. Jede*r Einzelne von denen strahlt höchste Paarungsbereitschaft aus und unterlegt das mit den entsprechenden olfaktorischen Botschaften.
Gegen diese Angriffe auf Nase und Schleimhäute war die EAVsche “Wolke Pitralon” seinerzeit ein Edelbukett.
Auf dem Wochenmarkt verkaufen heute ein paar Kinder selbergemachte Mammelahde in den Geschmacksrichtigungen Ärdbär, Bromber und Jo, Jo, Johansabeer (in einer Erwachsenenhandschrift fertiggestellt).
Meine Innere Deutschlehrerin hat ihren virtuellen Rotstift gezückt, mal flott durchkorrigiert und dabei diese dümmste aller Lehrmethoden verflucht. Dann gings uns gut (ihr und mir) und für den Rest unseres Einkaufsbummels waren wir gehobener Stimmung. Ich bin ja so leicht glücklich zu machen…
Wenn ich diesen Absender sehe, dann weiß ich immer schon: SNAFU.
Ganz vielen herzlichen Dank an Herrn M. aus K., der dieses unglaubliche Schnäppchen gestern im Saturn-Prospekt entdeckt hat.

Beim Bäcker gibt es heute ganz neu Feigengiabatta. Ich mag Feigen, ich mag Giabatta, also eigentlich ein No-Brainer, außer, dass ich weiß, dass die Portion für mich eigentlich zu viel ist und dass das Brot, Feigen hin oder her, morgen strohig sein wird und ich es dann nicht mehr essen mag und werde. Weil ich aber Brot wegwerfen hasse, kaufe ich halt keins. Aber interessant klingt es schon.
Wie ich mich in der Warteschlange so umsehe (Handy liegt oben, beim Laden), sehe ich auf dem Gesicht der Dame nach mir exakt dieselbe Überlegung ablaufen und da fasse ich mir ein Herz und frage sie, ob ich a) ihre Mimik richtig interpretiert habe und sie b) daran interessiert wäre, ein Brot mit mir zu teilen. Ist sie. Ich kaufe, wir brechen das Brot (“nach der Kasse”, ganz konspirativ) und dann verzichte ich auch noch darauf, das Geld für ihre Hälfte anzunehmen.
Mehr gutes Werk an einem Freitag geht nicht. Ich hoffe, Karma ist für dieses Wochenende im Voraus bestochen.
Ach, Mannem. Schon dein Name klingt wie Musik… Wie? Es sind nicht alle meine Leser*innen fließend im Vorderpfälzischen? Naa guut, dann führe ich den Gedanken halt etwas weiter aus.
Also. Der Hunsrück ist von eher spröder Schönheit und läßt sich nur schwer erobern. Von München aus kommt man zwar leicht (naja, ist DB) mit dem Zug nach Mannheim. Wenn die Reisende ganz viel Zeit hätte, könnte sie mit einer Kombination von Regionalbahnen und Bussen sowie ausgedehnten Aufenthalten auf wahrscheinich landschaftlich bildschön gelegenen Wartebänkchen sogar bis zum Emmelshausener Bahnhof* kommen. Weil Wanderarbeiterinnen wie ich aber nicht fürs Lustig-durch-die-Landschaft-reisen bezahlt werden, gehts mit dem Leihwagen weiter. Immer die 61 lang, bis zur Ausfahrt 42. Dörth.
Immer wenn ich aus dem Hunsrück heimkehre**, muß ich das ausgeliehene Fahrzeug wieder zum Verleiher in der Mannheimer Turbinenstraße zurückbringen.
Und nun kommen wir zum Thema aus der Einleitung. Musical Mannem. Je nach Navi und dessen Verkehrsführung, überquere ich auf der Route eine bis fünf Brücken und bei jeder einzelnen lege ich eine Gedenkminute für Joy Fleming ein. Ganz besonders, wenn es über den Neckar geht. Da fange ich immer an zu summen “un jetzt fahr isch widder üwwer die Mannemer Brick, die Mannemer Neckarbrick”. Wer jetzt glaubt, die gute Joy (möge sie im Blueshimmel die blöden Harfenengel von den Wolken röhren), sei aus dem Musikkanon für die ältere Generation, der ist noch nicht mit mir in “Neues Leben” abgebogen. Spätestens an der Kreuzung mit “Starke Hoffnung”, an der ich mir aussuchen kann, ob ich über “Große Ausdauer”, “Eigene Scholle”, “Guter Fortschritt” oder “Frohe Arbeit” nach “Gute Erde” weiterfahre, singe ich aus vollem Hals das Liederbuch des guten Proletariers rauf und runter und denke mir meine Kuhle Wampe. Hach!
Aber da vorn ist schon der Trommelpalast. Jetzt noch Night Magic links und Tanzvernügen rechts liegen lassen und das Auto über die zwei Megamonsterhuckelwellen navigieren und da ist auch schon das Autoverleiherschild. Wie üblich auf dem weitläufigen Gelände einmal falsch abbiegen, deswegen noch mal über die Megamonsterhuckelwellen klettern und dann heißt es: nächste Station Bahnhof Mannheim. Tschulligung: Hauptbahnhof.
Auf dem Weg dahin gibt es allerlei zu sehen, aber davon erzählt die liebe Tante flockblog das nächste Mal und liest sich jetzt für die letzte Stunde Bahnfahrt noch eins.
* Von dessen schierer Existenz sogar einige der Menschen überrascht waren, die schon eine ganze Weile (ungefähr seit ihrer Geburt) in der Region leben.
** Hab mich noch nie so auf zu Hause gefreut wie dieses Mal. Annerthalve Wochen uffm Hunsrück überlebt zu haben, das macht den Unterschied zwischen Wonderwoman und Memme!
Wohin es denn nachher mit dem Leihwagen weitergehe, will mein freundlicher Taxifahrer wissen. “In den Hunsrück.”
“Wo?” hakt er nach. Bitte, Mann, es ist Montag. Ich bin viel zu früh aufgestanden und schon viel zu lang (frag den Fahrplan) im Zug gesessen. Ich kann jetzt noch nicht komplizierte Konversation machen. “Hunsrück”, wiederhole ich.
“Ah,” geht ein verstehendes Leuchten über sein Gesicht. “Isse logisch. Hin und Ssrück.”
Danke, mein freundlicher Taxifahrer: Irgendwie bin ich mit dem Tag jetzt etwas versöhnter.
Heute bin ich auf der A61 aus dem Hunsrück in die Voreifel gefahren (Nicht Eifel, das ist wichtig. Nur Voreifel. Ist wie Alpen und Voralpen.). Zwecks Familientreffen. Es hilft nämlich, wenn die Eltern schon früh häufig umgezogen sind und einem quer durch die Republik ein Netz von Bezugspersonen hinterlassen haben.
Aber anderes Thema. Ich kenne ja Straßenbau häufig so, dass man die Straße über die Landschaft legt und der Benutzer alle Höhen und Tiefen ausfahren muß. Nicht so auf der A61. Da hat man über Täler und Flüsse reichlich und viele und lange Brücken gebaut, auf die jeder Wind, der was auf sich hält, recht fest von der Seite bläst.
Bei der Fahrt heute zog es wie Hechtsuppe. Mußte zu meinem Bedauern feststellen, dass mein Leihwagen sich anscheinend seinerzeit vor den Tests im Windkanal gedrückt hat, dafür jetzt bei jeder Bö einen Mordsschiß kriegt und sich am liebsten über den Seitenstreifen verdrücken würde. Am besten gleich mit voller Wucht in die Schlucht. Ich hatte meine liebe Mühe, den Wagen in der Spur zu halten und den Arme-Workout meines Lebens. Gibt bestimmt einen Muskelkater…
Aber sonst war es sehr schön und wenn ich nochmal übers Wochenende bleibe, besuche ich euch wieder! Danke!