Neu auf Britbox: “Magpie Murders”

Das ist was für Menschen, die gerne Agatha-Christie-Verfilmungen sehen und Plots mögen, in denen es um Verlage, Autoren, Editoren (na ja, ist Fiktion), Bücher und das fehlende letzte Kapitel des letzten Kriminalromans eines sehr eigenwilligen Autors geht.

Ich habe die Serie nicht ungern angeschaut, aber besonders gut ist sie nicht. Statt der betulich gestrecken sechs Folgen hätte man die Geschichte auch in vieren und spannender zeigen können. Die Hauptrollen sind brillant besetzt, bei den Nebenrollen scheint der Praktikant geübt zu haben, der sich, gemessen am Ergebnis seines Tuns, vielleicht besser einer Karriere als Mechatroniker zuwenden sollte.

Eine IMDB-User-Review trägt den Titel: “The case of the umlaut that was not pronounced.” (Der gemeuchelte Autor heißt Atticus Pünd.) Ich wünschte, der Satz wäre noch freigewesen. Den hätte ich gerne für meine Überschrift verwendet.

Muß man nicht ansehen. Nur, wenn es wirklich windet, der Strom ausgefallen ist und man mit dem Generator keinen lebhafteren Film betreiben kann…

The War on Drugs vs Legalize den Shit endlich

So kennt man das. Das ist die bayrisch-traditionelle Art.
In diesem Einzelfall wäre ich durchaus interessiert, seine Argumente zu hören. Wer könnte wann wie wo was ohne sein Wissen gewickelt haben?
Wenn ich das recht verstehe, ist die Position der Koks-Kaiserin nach wie vor vakant. Freiwillige, tretet vor!
Um Mother’s Little Helpers kümmert sich der Mick schon.
Supi. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Wer sonst, als die Arm-aber-sexy-Hauptstadt?

Come to the Cabaret! Ein Aufruf!

Meine Referenzregisseurin berichtet von der vordersten Kleintheater- und Kabarettfront. Und die Neuigkeiten sind nicht schön. Anfangs, ja, da seien die potentiellen Zuschauer freundlich und verständnisvoll gewesen, wenn wegen Covid schon wieder eine Veranstaltung abgesagt oder auf den St. Wannauchimmer-Tag verschoben werden mußte. Die meisten hätten auf Rückerstattung verzichtet und lieber das Geld für die nun einkommenslosen Künstler gespendet. Im letzten Herbst aber habe sich das Blatt gewendet. Wer nicht bekommt, was er will, bzw. von dem er ausgeht, dass es ihm nach anderthalb Jahren Pandemieertragens quasi zusteht, dessen Ton wird rauher. Das Verständnis ist verschwunden und die Spendenbereitschaft erst recht, vielmehr wolle man sein Geld zurück und zwar sofort und pronto.

Jetzt, wo die Programme langsam wieder anlaufen, sei das Publikum irgendwie verloren gegangen. Kaum Vorbestellungen und selbst die 50%-Auslastung (derzeitige Regel) werde oft nicht erreicht. Keiner da. Was die Künstler logischerweise in einen noch größeren Konflikt bringt. Spielen, obwohl es kaum kostendeckend möglich ist oder noch das letzte Häuflein Aufrechter wegschicken?

Darum an alle: Auch wenn’s nicht mehr ganz so mundgerecht serviert wird wie vorher (IN München ist zaundürr): schaut, was auf den Bühnen und in den Kabaretts auf dem Programm steht. Bestellt Karten. Seid nett zu den Menschen im Vorverkauf. Sagt es euren Freunden weiter. Nehmt sie am besten gleich mit und geht als applaudierende Meute. Geht oft. Und macht Eintrittskarten wieder zu Geschenken!

Eine Welt ohne Kleinkunst und Kabarett wäre nicht zu ertragen. Tut was!

Bedankt!

Aus dem Vokabelheft

Der/die/das Woke-Jungmensch (m/w/d) macht sich ja schon Gedanken. Beleidigen zum Beispiel. An sich okay, aber bitte diskriminierungsfrei! Dabei herausgekommen ist diese Liste mit “angemessenen” Schimpfwörtern:

  • Hanswurst
  • Pissnelke
  • Arschgeige
  • Vogelscheuche
  • Krawallnudel
  • Flachzange
  • Eimer
  • Vollpfosten
  • Lappen
  • Montag
  • Hornochse
  • Flasche
  • Eierschalensollbruchstellenverursacher

Wobei sich wohl gerade bei der letzten Beleidigung empfiehlt, sie nicht in einer erregten Auseinandersetzung zu verwenden, denn da sind Verholperer und Versprecher garantiert.

WTF?

Quelle: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/diskriminierungsfrei-beleidigen

Oh, what a beautiful morning

Ich muss zur Zeit immer schon früh los, weil die Kollegen im Hunsrück das frühe Telefonat für sich entdeckt haben (hat wahrscheinlich irgendwas mit Würmern und Vögeln zu tun, naturverbunden wie sie sind). Heute war die Fahrt aber so überaus herrlich, dass ich nicht einen Moment mit dem Schlafabbruch gehadert habe.

Ich fahre nämlich direkt auf einen riesigen Silbermond zu, der im morgenroten Himmel schwimmt und dem der Sturmwind goldbestäubte Wolkenfetzen über das kraterige Antlitz treibt. Dann regnets rasch und als ich vor dem Büro aussteige, sind zwei leuchtende Monsterregenbögen über den Himmel gespannt. Hach im Quadrat. Doch.

Man muss nach so viel Ah- und Oh-Erlebnis nicht unbedingt arbeiten gehen. Es ist dann aber auch nicht mehr schlimm.

Aus dem Vokabelheft

Die von ihm vorgeschlagene Vorgehensweise sei, befindet ein Kollege im Konferenzcall heute, “geboten und gesund”. Ich hätte ja, selbst wenn ich nicht seiner Meinung gewesen, zugestimmt, einfach, weil ich die Formulierung so schön finde.

Die wird man in nächster Zeit wahrscheinlich auch von mir hören.

Augen auf beim Konsonantengebrauch

Es nimmt dem Umstand schon sehr viel von seiner Dramatik und Brisanz, wenn man bei der Verlesung eines Zeitungsartikels anderen von den Gefahren des weltweiten Waffelschmuggels vorträgt.

Aus dem Vokabelheft

Der Kollege berichtet von einer sehr aus dem Zeitrahmen gelaufenen Besprechung, wo man vom Hundertstel auf Tausendstel gekommen sei.

Hat wahrscheinlich grad mal fünf Minuten länger gedauert…

C-Schnipsel – Die Alliterationsausgabe

Die BILD-Zeitung, verliest heute der Pressestimmenverleser im Autoradio, sei gar nicht zufrieden mit den unzureichenden Öffnungsmaßnahmen hierzulande.

Ich darf zusammenfassen: Wir leben im lockerungslosen Lauterbachland. Und jetzt alle: “Lolo, Lala, Lolo, Lala, Holldriho.”