Ja, hoyer-hoyer-ho!
Chico Freeman (Saxophone), Heiri Känzig (Bässe), Reto Weber (Exotic Percussion) – diese drei Herren bilden das Kontrastprogramm zu den Jungmännern um Jakob Manz (s. https://flockblog.de/?p=50752). Miteinander sind sie gut jenseits der 200 Jahre alt, jeder ein Veteran der Jazz-Szene, jeder ein Pionier (gewesen und noch) und zusammen großartig! Ausverkauft ist die Unterfahrt bei allen beiden Konzerten – wie schön, dass der Keller wieder so pickepackevoll ist.
Freeman hat ein Bläsereckele auf der linken Seite, Bassist Känzig mittig am Außenrand vorne und der Rest der Bühne steht voll mit allen Sorten Schlagwerk, Water Drums, Kalebassen, ein Beckenbaum (oder wie immer das heißt), Schlagzeug, allerlei Trommelei, Steeldrums, ein Winzbingeling, der Bass des Kollegen und und und… Leider kann ich von meinem Platz in der letzten Reihe nicht alles sehen. Aber dafür hören. Hallo, Ballett! Ist das toll!
Der schöne Nebeneffekt der Musik ist, dass er die Dame des anderen Paares an unserem Vierertisch zum Schweigen bringt. Die hat erst schwer am Handy zu tun, dann teilt sie ihrem Begleiter ihre gemeinsamen Pläne mit und dabei fällt mehrmals der Satz, dass “die Sabine da tootaal offen” sei. Dem stimme ich zwar grundsätzlich zu, nicht aber im Zusammenhang mit ihr.
So ein wunderschönes Konzert. Wer mal reinhören mag: