# Eine der hübscheren Wortschöpfungen der letzten Zeit ist fraglos der Begriff Paranoia-Promis.
# Im Angelsächsischen gibt es nicht nur den schönen Begriff window shopping für “nur angucken, nicht kaufen”, sondern auch die netteste Umschreibung für “bleib gemütlich daheim und denk an die Reisen, die du derzeit nicht machen kannst”, die man sich denken kann, nämlich armchair travel.
# Ist das Wort “COVID” eigentlich weiblich oder männlich? Die Frag hat den Herrschaften bei der Académie Française keine Ruhe gelassen. Sie haben getagt, schwer nachgedacht, wild diskutiert, viel Rotwein getrunken und sind schließlich zu dem Ergebnis gekommen: es ist ein Mädchen. “La COVID”. Warum? Weil das Akronym COVID für “Coronavirus-Krankheit” stehe und weil “die Krankheit” weiblich sei. Kann man so sehen, muß man aber nicht. Maskulin oder Neutrum geht auch. So wie in der/das Virus.
# Zwei Begriffe, die in meiner Welt nie im selben Satz vorkommen können: “freudvolle Bergsportausübung”. Und wer hats erfunden? Der ÖAV. (https://bit.ly/2TogKnf) EAV hätte ich vielleicht noch geglaubt.
# Das Wort Öffnung stand bisher eigentlich ganz gut alleine da. Wenn es sich mit einem anderen Wort zu einem Kompositum zusammengetan hat, dann diente dieses der Verdeutlichung und wurde vorne dran gesetzt (Mauer-, Grenz-, Ladenöffnung etc.). Erst seit den Überlegungen zur Wiedereröffnung (da, wieder vorne) gibt es neue Kombinationen. Nun steht auf einmal Öffnung vorne und -smanie, -sorgien, -swahnsinn hinten. Das ist nicht schön. Das lassen wir wieder bleiben.