Ich habe angefangen, Serienkonserven wegzugucken. Drei davon taugen nichts, die möchte ich anderen ersparen.
- Tribal
Eigentlich mag ich Odd-Couple-Polizeiserien. Bei dieser hier wird eine indigene Polizistin (“call me Chief”) mit einem von allerlei Traumata+Opioidabhängigkeit geplagten Big City Cop in eine Zwangsspartnerschaft gezwungen, um Verbrechen an den Schnittstellen zwischen Reservat und Großstadt aufzuklären.
So billig und vorhersehbar und noch dazu schlecht gespielt, dass ich mitten in der zweiten Folge beschlossen habe, es bleiben zu lassen. - Watchmen (die Serie)
Wie macht man aus der ikonischen Graphic Novel eine Serie? Indem man sich eine ganz neue Geschichte ausdenkt und mit Versatzstücken aus dem Buch garniert. Wir befinden uns in einer Zeit 30 Jahre später. Der Schurke ist immer noch Adrian Veidt, ganz wunderbar überzogen und schräg gegeben von Jeremy Irons. Das blöde Luftschiff von Nite Owl gehört jetzt zur Polizeistandardausstattung und Rorschachs Schriften dienen White Supremacists als Bibel. Die Jagd auf die Ordnungsmacht ist eröffnet, ganz besonders, wenn deren Repräsentanten die falsche Hautfarbe zur Uniform tragen. Ausstattung? Ja, aber hallo! Den ganzen Steampunk-Katalog leergeshopt. Leider weiß die Serie auch in Folge 5 noch nicht, wo sie eigentlich hinwill. Brutalität alleine langt halt doch nicht.
Das kann man ganz getrost bleiben lassen. Auch wenn sich die Kritik vor Begeisterung überschlagen hat, ich tus nicht. - Prodigal Son
Papa ist ein Serienkiller. Was macht das aus dem Buben? Richtig, einen Profiler mit PTSD.
Daddy wurde damals aufgrund der Anzeige des ungefähr 10-jährigen Sohnes verhaftet und fristet nun sein Leben in bequemer Freizeitkleidung (nix oranger Strampelanzug) in einer äußerst geräumigen Studierstube unter Bewachung des immer gleichen schwarzen Wärters. An einer hinten an der Kleidung befestigten Leine, soviel Knast muß sein.
Der Vater, “The Surgeon”, gehörte zur New Yorker Aristokratie und war neben seiner Profession als Serienkiller einer der weltweit besten Chirurgen. Sein Rat wird noch heute gesucht. Auch von Sohn, Tochter, Ex-Frau – in der Zelle geht es manchmal zu wie im Taubenschlag. Es gibt noch eine unterliegende Story und irgendwann am Ende wird wohl sowas rauskommen, wie dass sein Frau die eigentliche Möderin war oder sonst ein Twist. Ist mir aber wurscht. Wie diese Serie es auf 7,6 Punkte bei der IMDB gebracht hat, ist mir ein Rätsel.
Damit muß man gar keine Minute vergeuden.
Ich glaube, heute lasse ich das mit den Filmen und lese stattdessen mein Buch aus. Ich werde berichten.