Gelesen: Jan Weiler – “Antonio im Wunderland”

Weiler schreibt das literarische Äquivalent zum Sorbet. Irgendwie nett, lecker, luftig und, wenn gut gemacht, mit einer erkennbaren Substanz, aber irgendwie auch verzichtbar. Dies gesagt habend, will ich eins klarstellen: ich meine das nicht böse. Es ist nur die typisch deutsche Trennung zwischen E und U.

Schon sein Erstling “Maria, ihm schmeckts nicht”, der von den Akklimatisierungsversuchen eines deutschen Schwiegersohns bei der italienischen Großfamilie seiner Frau erzählt, ist so. Heiter und vergnüglich – und dabei scharf beobachtet. So ist auch diese inzwischen 20 Jahre alte quasi Fortsetzung, die von Weilers Reise mit Schwiegervater Antonio nach New York erzählt. Kann man lesen, muss aber nicht sein.

Wer noch was für einen faulen Nachmittag am Meer sucht, ist damit glänzend bedient.

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