Gelesen: Erica Fischer – “Aimée und Jaguar. Eine Liebesgeschichte, Berlin 1943”

Fischer hat die Geschichte eines unwahrscheinlichen Paares im Kriegsberlin aufgeschrieben, in einer Zeit, die die beiden Frauen weder lieben noch leben läßt.

Für heutige Leser mit dem Wissen der späten Geburt, dass die Rote Armee im Osten schon auf dem Vormarsch war, und nur noch ein paar Wochen bis zum Überleben gefehlt hätten, ist das grausamste Dokument ein Brief von Felice Schragenheim (“Jaguar”) vom 26. Dezember 1944 aus dem KZ Groß-Rosen, von wo aus sie in die Öfen nach Auschwitz transportiert wurde.

Wer tief in die Geschichte des Nationalsozialismus eintauchen will, ist mit diesem Buch und den Unmengen von Zeugnissen, die Lilly Wust (“Aimée”) ihr ganzes Leben lang treulich verwahrt hat, sehr sehr gut beraten. Wer mein Buch haben will, möge sich melden.

Lesen! Lesen! Lesen!

Telegramm an Frau R., derzeit in H.

Seetest unternommen +++ stop +++ Sehr zufrieden gewesen +++ stop +++ Lässig 5 Sterne +++ Parkplatztipp unbezahlbar (hihi) +++ stop +++ Großen Dank +++ stop +++ Hoffe, Sie befinden sich ebenfalls wohl +++ stop. Over and over.