Gelesen: Antonia Baum – “Achte Woche”


Eine junge Frau – eine Abtreibung, ein Kind, kein Partner – ist schwanger. Sie schreibt an ihrer Dissertation, jobbt in einer gynäkologischen Praxis. Tag für Tag versorgt sie dort schwangere Frauen, sieht ihre Freude, ihre Unsicherheit, ihre Wege zur Gewissheit. Für manche ist es das größte Glück, für andere eine Katastrophe. Sie bekommen ein Kind oder brechen ihre Schwangerschaft ab, und Laura weiß nicht, was sie selbst tun soll. Eigentlich ist es ganz klar, denkt sie. Und zugleich: wie soll man eine solche Entscheidung überhaupt treffen?

Statt selbst eine Zusammenfassung zu schreiben, zitiere ich vorgehend den konzisen Klappentext.

Das schmale Büchlein hat mich sehr beeindruckt. Als Leserin nimmt man Anteil an einem ununterbrochenen inneren Monolog, an den Gedanken, den Optionen, den Freuden, den Schrecken, die permanent durch den Kopf der Protagonistin kreisen – und kommt wie sie nicht aus. So, wie man unvermittelt in den Gedankenfluss gerät, taucht man auch wieder auf, ohne zu wissen, wie er endet.

Keine leichte Kost. Aber mit großem Gewinn zu lesen!

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