Als wären sie nie weggewesen

Mein Balkon ist per Definition der Ort, wo ich mit der Freundin kaffeeklatsche, mal schnell die nassen Sachen raushänge oder (und ganz besonders) der Platz, an dem ich mich in einem angemessenen Verhältnis von Licht und Schatten meiner Lektüre hingeben kann. Mein Balkon ist kein Taubenklo!

Fast zehn (10) Tage lang war mein Balkon mein Balkon. Wundervolle Zeiten.

Heute morgen hat mich das erste Guruh gegen sieben (7) – was für eine Unverschämtheit – geweckt und seitdem bin ich unzählige Male zum Wedeln draußen gewesen. Sie kommen im Rudel angeflattert, landen auf Geländer, Tisch und Stühle, kacken kurz und schauen dann blöd zum Fenster herein, während ich wutentbrannt zum nächsten Wedeln ansetze. Zu dritt, zu viert, zu fünft, tiefenentspannt. Auffliegen tun sie nur, wenn ich sie mit dem Handtuch treffe, der Nebentaub bleibt sitzen und wartet, ob ich nicht vielleicht doch aufgeben will. (Nein, will ich nicht.)

Ich habe den Eindruck, die waren in Urlaub. Und sind jetzt gut erholt und vollgefressen. Hrrrrggggnnn. Was mach ich bloß?

Vielleicht könnte ich auch vergiftete Zettel aushängen?

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