Weil es nichts gibt, was es nicht gibt, leitet der Autor sein Nachwort mit dem Satz ein: “Was in diesem Roman am unglaubwürdigsten klingt, entspricht in der Regel den historischen Tatsachen.”
Und so nimmt er seine Leserschaft mit auf einen Parforceritt durch die vom Dichter Gabriele D’Annunzio ausgerufene 500-Tage-Futuristen-Republik im italienischen Nachkriegs-Fiume (1. Weltkrieg) und des gesamten irrwitzigen Spektakels, das sich in dieser Periode dort abspielt. Ein Stadtstaat, in dem die noch lange nicht verückteste Idee ist, harmlose Irre aus den Irrenanstalten des geschlagenen Landes zu Ministern zu machen.
Das liest sich weg wie nix und wer am Irrsinn unserer Tage verzweifelt, kann sich damit trösten, dass es früher auch nicht besser war und irgendwann zu Ende ging.
Lesen!
Besten Dank an Frau R. aus M. für dieses faszinierende Geburtstagsgeschenk.