Mein Wochenende war sonnig und so dermaßen erfreulich ereignislos; ich habe mich schon lange nicht mehr so erholt und ausgeruht gefühlt. Das Häuschen ist auf Hochglanz gewienert und geschrubbt und ich freue mich immer wieder sehr dran, den kleinenn Staubsaugerroboter losbrummen zu lassen, wenn ich mit einem Zimmer durch bin. Der saust mit Enthusiasmus durch den Raum und tiriliert bei jedem “Dirt”, den er findet – ich finde das immer noch süß. Darüber hinaus macht er wirklich sehr schön sauber.
Sam und ich haben das Gemüsebeet angelegt und ich habe gesät und Schildchen gesteckt und angegossen. Wenn das alles aufgeht, hoffe ich, dass demnächst viele Mitesser anreisen, der Reinclaudenbaum hängt jetzt schon voll mit kleinen grünen Früchtchen und im Apfelbaum summen die Bienen und kommen vor lauter schweren Nektarbeinchen fast nicht mehr in die Luft. Es war Sam ein Anliegen, dass er noch vor seinem Heimaturlaub in Mexico mit allem fertig wird – er verbringt traditionell den “Cinco de Mayo” daheim bei den Eltern.
Wir waren so schnell, dass noch Zeit für Kaffee und Kuchen blieb. Er hat von seiner Familie erzählt, die sei recht klein, “nur” sechs Brüder. Wie? Und keine Schwestern? Doch, doch, auch noch vier, aber die werden in der Genealogie nicht mitgerechnet. Sein Vater hingegen, vierzehn Brüder! Ja, doch, neun Schwestern auch noch. Das wäre doch mal eine größere Familie. Seine Cousins zählen in die Hunderte, bei einem Familienfest väterlicherseits kämen schon mal so ca. 500 Menschen zusammen. (Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es mütterlicherseits noch mehr Onkels und Tanten gibt. Und Cousins. Und Cousinen. – Aber die geballte Ladung würde nur zusammentreffen, wenn er, Sam, mal heirate.) Am meisten freue er sich auf seinen Opa, weil “Granddad kills a pig.” Ah. “The week after, Granddad kills some lambs…”
Im allgemeinen lege er bei seinen Ferien daheim so um die 10 pounds zu. Ich habe glaube ich auch zugenommen, nur von der Schilderung der Speisenfolge.
Eigentlich wollte ich ja heute den YMCA (oder wie wir coolen Amerikaner sagen “The Y”) in San Mateo ausprobieren, vor allem deren Schwimmbad, für den Rücken… Ich gehe zuversichtlich davon aus, dass das viele Beugen und Strecken beim Putzen und Pflanzen mindestens ebenso zuträglich war. Nachmittags, als ich soweit fertig war, war die Sonne zu verführerisch und der Garten so ruhig und friedvoll (das haben wir wahrscheinlich dem isländischen Staubwolkenvulkan zu verdanken) – da wollte ich einfach nicht in ein Chlorwasserbecken.
* Zitat Sam, angesichts der flugzeugfreien Ruhe beim Kaffeetrinken.